mein Umgang mit Krisen

Habe mich die letzten Wochen wieder ein bißchen besser kennengelernt: ausgelöst wurde das ganze vor ca. drei Wochen, als ich festgestellt habe, dass  die Matheklausur, für die ich geackert habe wie ein Blöde, nicht bestanden ist. Am Anfang konnte ich es gar nicht glauben. Und dann kommt etwas für mich sehr typisches:

1. Schritt in der Krise: Ich stelle ersteinmal alles in Frage: Schaffe ich das mit Kind zu studieren? Macht das für mich Sinn? Will ich das?

Dadurch kam die Erkenntnis: Ich habe mich für diesen Stress entschieden und ich kann ihn auch beenden, wenn es mir zuviel wird. Aber ich will! Gut, dann kommt der

2. Schritt: ein Buch kaufen 😉

Nach längerem Nachdenken ist mir folgendes aufgefallen: Bei dieser Klausur kann es nicht daran gelegen haben, dass ich zuwenig Zeit investiere, sondern dass ich nicht effektiv lerne. Das war mir schon manches andere Mal aufgefallen. Da hatte ich aber noch kein Kind und konnte „soviel lernen, wie ich wollte“. Also muß ich etwas an der Lerntechnik ändern. Habe mir ein Buch bestellt, von dem ich wirklich begeister bin: Garantiert erfolgreich lernen… Ok, der Titel ist reißerisch. Aber es ist super geschrieben und absolut praxisnah. Ich lerne gerade speedreading… Sehr erstaunlich!

Sehr ähnlich ging es mir am Wochenende: Ich habe mich seit Tagen überfordert und viel zu müde gefühlt und war total schlecht gelaunt. Also wieder alles in die Waagschaale. Muß ich den Haushalt machen? Schaffe ich die ganzen Einzelaufgaben nicht? Warum kann ich keine Ordnung halten? Ist mein Mann das Problem? (Ist er natürlich NICHT!) Das schöne, bzw. sehr anstrengende ist ja immer, dass ich mich dann gleich komplett in Frage stelle. Eine Erkenntnis, die dann zum Glück kam: Ich bin komplett für die ganze Organisation meines Alltags zuständig, habe praktisch keine festen Termine. Das ist auf der einen Seite schön, weil es immer gut ist mit einem Kind flexibel zu sein. Auf der anderen Seite muss man ständig diszipliniert sein und überlegen: „Was kann ich jetzt am besten machen?“ Außerdem fällt es schwer, mal richtig abzuschalten. Habe dann gemerkt, dass ich mich von dem Wust an unterschiedlichen Aufgaben überfordert fühle und nur schon einmal den Montag und Dienstag angefangen zu strukturieren. Und schwupps ging es mir schon besser. Das tolle war dann, dass ich sogar noch einige Sachen schon am Sonntag geschafft habe, die eigentlich erst für Montag auf der Liste waren, so dass ich noch entspannter in den Tag gehen konnte. Daraus schließe ich, dass ich meinen Alltag ganz neu strukturieren muss, um den Überblick nicht zu verlieren. Und dafür brauche ich dringend ein neues BUCH. Habe im Moment nur einen Minikleinen Terminplaner, der für diesen Zweck offensichtlich ungeeignet ist. Habe da auch schon einen schönen türkisen (NATÜRLICH!) filofax gesehen. 😉 Nein, ich weiß noch nicht, ob das sein muss. Jetzt schauen wir erstmal, was die nächsten Tage so bringen…

Allerdings mag ich Bücherkaufen sehr gerne und freue mich inzwischen sogar auf die nächste Krise.

One Thought on “mein Umgang mit Krisen

  1. Heisst das, du hast dich nicht in der Klausureinsicht durchmogeln koennen? Das waer ja echt schade, das ganze nochmal lernen zu muessen… Aber das schaffst du auch mit dem kleinen Mann dabei!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Post Navigation