nichts mit grünem Bereich
Zumindest nicht in der letzten Woche.
Der aktuelle Zustand ist tatsächlich ein bißchen schwierig zu beschreiben: Die letzte Woche habe ich mich sehr aufgewühlt und unruhig gefühlt, vieles war in mir in Bewegung und ich habe total schlecht geschlafen.
Montagmittag kam dann der Paukenschlag: Eine gute Freundin ist schwer erkrankt und ich habe das Gefühl, die Zeit steht still; Prioritäten ordnen sich neu, fast alles von dem, was letzte Woche in mir noch rumort hat, ist zum schweigen gekommen. Ich versuche einen normalen Alltag zu leben und gleichzeitig die Zeiten mit meinen Männern um so intensiver zu genießen. Und vor allem mein Herz offen zu halten. Ich fühle mich verletzlich und gleichzeitig stark. Sehr ungewöhnlich dieser Zustand. Mehr Zeit als sonst verbringe ich innerlich vor Gott, seufze einfach nur um sein Eingreifen und genieße es, wissen zu dürfen, dass er in dieser Situation uns allen unglaublich nah ist.
Und dann erwische ich mich dabei, dass ich mich doch wieder über Nichtigkeiten ärger und ungeduldig bin, wenn etwas nicht nach meinem Plan oder meinem Tempo funktioniert. Bin verwundert darüber, wie schnell ich wieder auf “normales Verhalten” umschalten kann. Freue mich wiederum an dieser Normalität und habe gleichzeitig ein schlechtes Gewissen, weil ich weiß, dass meine Freundin sich nichts sehnlicher wünscht, als einfach nur “Normalität” zu erleben.
Was wirklich gut ist: Meinen Männern geht es gesundheitlich wesentlich besser, Benico schläft seit einigen Nächten wieder durch und wir erholen uns alle von den letzten drei wirklich anstrengenden Wochen. Ich bin so dankbar, dass mein Immunsystem nicht schlapp gemacht hat, obwohl Flo den kompletten Freundeskreis mit angesteckt hat.
Jetzt freue ich mich auf noch zwei volle und hoffentlich auch schöne Tage dieser Arbeitswoche und die gähnende Leere eines terminfreien Wochenendes.
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Ich bin Debora Hofmann (29 Jahre) - unter anderem Studentin und Mama. Mein Traumjob: Als "work scientist" junge Frauen bei der Definition ihrer ureigensten Karriere- und Lebensziele zu unterstützen. Gleichzeitig will ich Unternehmen herausfordern, für diese neue Art von workforce die attraktivsten Arbeitsbedingungen zu schaffen, damit sie auch in Zukunft erfolgreich sein können.