Rob Bell und der alltägliche Wahnsinn
Gestern Abend habe ich ein schon etwas älteres Interview mit Rob Bell gehört. Seine Predigten schätze ich ja schon seit längerer Zeit und finde es immer ganz spannend, wenn er dann in einem Gespräch mal ein bißchen mehr aus dem privaten Nähkästchen plaudert…
In dem Interview wurde er gefragt, was er denn so aktuell machen würde (die klassische Aufforderung, von den aktuellen Projekten, Ideen, etc zu erzählen). Der erste Teil seiner Antwort war dann einfach nur sehr schlicht: Ganz alltägliche Sachen, ich bin zu Hause, kümmer mich um die Kinder, wechsel Windeln, kümmer mich um die Pausenbrote von den Großen, wasche Wäsche. Und dann habe ich auch noch das ein oder andere Projekt am laufen. Aber diese Dinge werden nur in enger Abstimmung mit meiner Frau und guten Freunden gemacht, die mit aufpassen, dass ich nicht zuviel mache.
Von den Projekten hat er dann auch ein bißchen erzählt, aber mich hat das echt agesprochen: Mein Alltag sieht so wie bei zahlreichen anderen auch aus… Ich finde das so angenehm die Vorstellung, dass dieser Mann, der mit einer Predigt mehrere zehntausend Menschen erreicht, genauso wie ich jeden Tag (oder fast jeden Tag) in der Küche steht und sich das Hirn über ein leckeres Abendessen zermatert. Und ich will mir etwas von seinem gelassenem Umgang damit abschneiden und dazu stehen, wofür ein großer Teil meiner Zeit drauf geht, nämlich mit den völlig unspekatkulären, aber lebensnotwendigen Kleinigkeiten, die ein Familienleben erst ermöglichen…
Allgemein | Comments (0)Leave a Reply
Ich bin Debora Hofmann (29 Jahre) - unter anderem Studentin und Mama. Mein Traumjob: Als "work scientist" junge Frauen bei der Definition ihrer ureigensten Karriere- und Lebensziele zu unterstützen. Gleichzeitig will ich Unternehmen herausfordern, für diese neue Art von workforce die attraktivsten Arbeitsbedingungen zu schaffen, damit sie auch in Zukunft erfolgreich sein können.