eine Schwangerschaft und so…

(Das Foto hat mein Mann gemacht und die liebe Bini hat es wundervoll bearbeitet… Dankeschön!)

Dies ist ja meine 2. Schwangerschaft und ich stelle fest, dass so einiges anders ist, als beim letzten Mal:

  • die Übelkeit war definitiv schlimmer, womit ich überhaupt nicht gerechnet habe… Dafür weiß ich jetzt über Ketone und zuviel Magensäure bescheid.
  • nach den zehn Wochen liegen musste mein Körper erstmal wieder mit viel Überredungskunst zu ein bißchen Leistung motiviert werden; das hat inzwischen mit einigermaßen vernünftiger Ernährung und leichtem Sportprogramm auch Erfolge gezeigt, worüber ich ausgesprochen froh bin.
  • mein Blutzucker ist diesmal offensichtlich entspannter als beim letzten Mal… finde ich auch gut.
  • seitdem wir wissen, dass wir wohl ein Mädchen bekommen werden, meinten alle: oh PINK und GLITZER und ich habe ein bißchen Panik bekommen… Aber nach der Menge der Bewegungen zu urteilen (definitiv mehr als bei Benico), werden wir weniger eine Prinzessin auf der Erbse als viel mehr einen kleinen Wildfang bekommen… Wobei wir einfach von der optimalen Mischung ausgehen.
  • und das hier ist genauso wie beim letzten Mal, wird aber nur geflüstert: ich finde diesen Sommer spitze (also jetzt nicht diese Woche unbedingt, aber die vielen Wochen davor mit höchstens 25 Grad und so)… ist genau  das richtige für uns Schwangere…

Es gibt auch Sachen, die mich genauso amüsieren, wie beim letzten Mal:

  • alle Welt fühlt sich herausgefordert, die Größe es Bauches zu kommentieren: Boah ist der noch klein, Boah ist der schon groß; Sind Sie sicher, dass es nur eins ist? Endlich sieht man mal was! Inspiriert von meiner Schwägerin denke ich: Vielleicht sollten wir Schwangeren einfach mal anfangen, die Brustgröße unserer Gesprächspartners zu kommentieren… Wäre bestimmt unterhaltsam… Aber nein, dafür bin ich ja viel zu nett… Am Ende sollen die Kommentare wahrscheinlich einfach teilnehmende Freude ausdrücken… hoffe ich zumindest…
  • unterhaltsam ist auch langsam mein Schlafbedürfnis: manchmal entscheidet mein Körper von jetzt auf gleich: „ich bin müde, leg mich gefälligst hin.“ So wie diese Woche an drei Vormittagen: Ich stehe hoch motiviert auf, mache mich pünktlich fertig und bringe den Sohnemann in den Kindergarten. Auf dem Heimweg scheint schon alle Energie aufgebraucht zu sein und ich kann nur noch pennen… zwischen einer und vier Stunden… obwohl ich die Nächte super geschlafen habe…
  • und ich finde: ich sehe super aus! Klar, es gibt zahlreiche Beschwerden und Unbequemlichkeiten, aber die Gewichtsabnahme durch den schwierigen Anfang der Schwangerschaft hat zumindest der Figur gut getan… Jetzt hoffe ich feste, dass nicht wie beim letzten Mal die Stillzeit alles wieder ruiniert. Wir werden es sehen. Und nein, auch das dürft ihr nicht kommentieren (auch wenn das jetzt hier die Steilvorlage ist… hihi)

Ansonsten haben wir schon jede Menge umgebaut, ich habe Klamotten durchgeschaut und gewaschen und Bücher zum Thema Geburt gelesen.

Das war strategisch hoffentlich sehr geschickt, weil wir schon sehr weit sind und ich mich jetzt nochmal auf meine Magisterarbeit konzentrieren kann. Bücher lesen geht mit dickem Bauch einfacher als Kisten schleppen, dachte ich… Und habe mich diese Woche an forcierter Modernisierung,  gendertheoretische Ansätze und situativer Lebensführung erfreut. Und weil ich mich in letzterer so gut wiedergefunden habe, hier zwei Zitate:

„Es wird versucht, eine Alltagslogik zu praktizieren, mit der man die meisten Dinge des Alltags auf sich zukommen läßt, bei Bedarf ad-hoc und intuitiv entscheidet und ein mehr oder weniger raffiniertes Lavieren pflegt. … Auch eine solche situative Lebensführung braucht, wie jede Lebensführung, Stabilität und Sicherheit; diese beruhen hier aber nicht auf selbstverständlichen Strukturen und Normen (wie in der traditionalen Lebensführung) oder strikter Ordnung und Planung (wie in der strategischen Variante), sondern auf Kräften und Fähigkeiten der Person selbst: auf ihrem Selbstvertrauen und ihren Kompetenzen, situativ richtig reagieren zu können.“

Ich denke, oft bleibt uns Mamas eh nichts anderes übrig, als raffiniert zu lavieren… Dazu hat bei mir gestern auch gehört, nochmal schnell einen Trip nach Innsbruck und Wien mit einzuplanen, worüber ich mich riesig freue und wir sicherstellen, dass der Flo mit dem Sohnemann seinen Geburtstag feiern kann… Auch schön würde ich sagen!!!

Wünsche heute allen Mamas viel Selbstvertrauen bei der situativen Alltagsbewältigung!!!

 

One Thought on “eine Schwangerschaft und so…

  1. Schwangerschaft ist wirklich die schönste Zeit im Leben einer Frau, finde ich!

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