2015 – virtuelles Bücherregal

Bücherregale in anderer Leute Wohnungen und Häuser… Ich liebe es, mein Bild von Menschen durch einen Blick auf ihren Regalinhalt ein bißchen zu vervollständigen. Falls jemand ähnlich neugierig ist: Hier die Einladung zum stöbern.

Bücher:

Ann Vosskamp – Tausend Geschenke: Vosskamp lebt als Farmerfrau in Kanada mit sechs Kindern sicherlich ein komplett anderes Leben als ich und setzt an vielen Punkten sehr andere Prioritäten. Zusätzlich schreibt sie keine wilden Geschichten sondern erzählt ausgesprochen langsam und mit vielen Verästelungen. Für das Buch habe ich am Anfang des vergangenen Jahres eine ganze Weile gebraucht, beeindruckt hat es mich trotzdem: Weil deutlich wird, welchen großen Einfluss eine dankbare Haltung wenn wir sie bewusst einüben auf uns selbst hat. Wie sich der gesamte Blick auf das eigene Leben ändern kann. Ich bin mir sicher: Ohne das Buch und die darin enthaltene Einladung zur Dankbarkeit wäre das letzte Jahr noch wesentlich schwieriger gewesen.

Sarah Bessey – Jesus Feminist: In mir wohnt ja schon auch eine kleine Rebellin. Und die freut sich über die Kombination von Jesus und Feministin im Buchtitel. Manches ist eher amerikanische Kulturstudie, vieles hat mich  aber auch sehr angesprochen und herausgefordert. Ich mag Besseys prophetischen Schreibstil, besonders der sehr ausführliche Schlusssegen hat mich längere Zeit bewegt und inspiriert. Aber auch ihre weite Perspektive:

God has a global dream for his daughters and his sons, and it is bigger than our narrow interpretations or small box constructions of „biblical manhood or womanhood“ or feminism; it´s bigger than our frozen-in-time arguments or cultural biases, bigger than socioeconomics (or the lack thereof), bigger than martial status, bigger than our place, bigger than all of us – bigger than any one us.

Für alle, die sich Gedanken um die Rolle von Frauen in der Bibel oder Gemeinde oder Gesellschaft machen.

Faber & Mazilish – Siblings Without Rivalry: Nur soviel – ich hatte Gründe, dieses Buch zu lesen. Und finde es wirklich hilfreich. Sehr angenehm geschrieben mit vielen verschiedenen Geschichten, die dann in kurzen handfesten Tipps zusammengefasst werden. Wenn ich ausgeschlafen bin, gelingt die Umsetzung auch immer häufiger. Und wenn es nicht gelingt, dann habe ich für das nächste Mal zumindest Anhaltspunkte zum besser machen. Damit kann ich besser leben als mit der manchmal überwältigenden Ratlosigkeit vor der Lektüre.

Charlotte Roth – Als der Himmel uns gehörte: Eine wunderschöne und dramatische Geschichte, die zwei Frauenleben und den großen Traum von Olympia miteinander verbindet. Ich hatte Spaß und war gut unterhalten.

Hörbücher:

Brené Brown – The Power of Vulnerability: Ihre beiden Ted-Talks sind legendär. Als leidenschaftliche qualitative Sozialwissenschaftlerin und Geschichtensammlerin beschreibt sie genau die Kultur des Umgangs miteinander, den ich mir für meine Familie und zu Hause, meine Gemeinde, meinen Freundeskreis, mein Unternehmen und die einzelnen Begegnungen mit anderen Menschen wünsche.

Elizabeth Gilbert – Eat Pay Love & Das Wesen der Dinge und der Liebe: Gilbert fasziniert mich, weil sie immer wieder etwas anderes probiert, während sie ihr ganzes Leben dem Schreiben gewidmet hat. Mit Eat Pay Love war ihr ein unglaublich großer Erfolg gelungen. In einem TED Talk hat sie die Tatsache verarbeitet, dass nun vielleicht der größte Erfolg ihrer Karriere hinter ihr liegt – um sich im Anschluß ganz anderen Themen in ihren Büchern zuzuwenden. Das Wesen der Dinge und der Liebe fand ich v.a. interessant, weil ich um den Entstehungsprozess herum einiges gelesen und gehört hatte. Die Geschichte von einer Botanikerin im 19. Jahrhundert war unterhaltsam zu hören, hat mich aber nicht so sehr gefesselt. Ihr neuestes Buch dreht sich um Kreativität und wie wir die Angst mit dieser zu scheitern überwinden können. Steht auf meiner Liste für 2016.

Andreas Englisch – Franziskus. Zeichen der Hoffnung: Englisch erzählt die unglaubliche Vorgeschichte zur Wahl von Papst Franziskus und hat mir als Nicht-Katholikin spannende Einblicke und Hintergrundinformationen vermittelt. Durch den wunderbar lebendigen Erzählstil von Peter Weis hat man immer das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Ich bin gerade an dem Folgebuch „Der Kämpfer im Vatikan. Papst Franziskus und sein mutiger Weg“ und mag abends gar nicht ausschalten.

Jojo Moyes – Ein ganz neues Leben & Ein ganzes halbes Jahr & Ein Bild von Dir & Die Tage in Paris: Alles keine Geschichten, die mich völlig fasziniert und in den Bann gezogen haben, aber von denen ich mich gut unterhalten gefühlt habe (beim spülen, Wäsche zusammenlegen oder bügeln).

Lori Nelson Spielman – Morgen kommt ein neuer Himmel & Nur einen Horizont entfernt: Morgen kommt ein neuer Himmel fand ich richtig klasse, weil mich das Thema fasziniert hat: Die Mutter einer jungen Frau stirbt und sie erfährt, dass sie ihr Erbe nur antreten kann, wenn sie innerhalb eines Jahres eine ganze Liste an Zielen erreicht. Das Besondere: Sie selbst hat diese Ziele als Kind aufgeschrieben. Erinnerte mich sehr an Coachingthematiken und die Herausforderung, sich immer wieder neu seinen eigenen Träumen zu stellen. Beim zweiten Buch ging es mir dann eher wie bei den Büchern von Moyes.

Instagram:

Schöne Bilder inspirieren. Und auf Instagram ist es so wunderbar, zwischendrin mal reinzuschauen, kurz in eine andere Welt abzutauchen und dann wieder zur eigenen Tasse Tee zurückzukehren. Die Bilder dieser Accounts haben mich immer gefreut im letzten Jahr:

earthpix: Faszinierende Bilder von wunderschönen Orten. Ich bekomme immer Sehnsucht nach Reisen, draußen sein, weite Horizonte genießen.

annelindetempelman: kurze 15 Sekunden Animationen einer jungen Frau in unterschiedlichsten Situationen mit lustiger Hintergrundmusik. Die gute Laune lässt nicht auf sich warten.

nordic-studio: Ich mag das Schlichte und Klare und trotzdem Warme am nordischen Einrichtungsstil. Hier findet man so manche Inspiration.

Podcasts:

Robcast: Nachdem er bei Mars Hill aufgehört hat, habe ich Bells Predigten wirklich vermisst. Und mich umso mehr gefreut, dass sie mit dem Robcast nun einfach ein anderes Format bekommen haben. Seine Liebe für die Bibel, Menschen, das Leben selbst und unseren wunderbaren Schöpfer sind in jeder Ausgabe spürbar und inspirierend.

the liturgist podcast: Ein Podcast, der unterschiedliche Themen aus der Perspektive von „faith, art & science“ beleuchtet. Super kreative und sehr intelligente Menschen sind die Macher. Die Ausgabe zu LGTB hat in Amerika große Wellen geschlagen und zu einer wichtigen Diskussion beigetragen. Warme Empfehlung an alle, die ihren Horizont erweitern und  ausgetretene Denk-Pfade gerne auch mal verlassen wollen.

Magazin:

Flow… muss glaub ich kaum noch vorgestellt werden. Es wird erwähnt, weil ich wirklich viel in den unterschiedlichen regulären Ausgaben gelesen habe und sowohl das Ferien- als auch das Achtsamkeitsbuch sehr genossen habe. Und weil das Papier und die Extras immer so wunderschön sind, wird jetzt diverses Material in diesem Jahr verbraucht und zwar für mein „Grateful-Glass 2016“ auf dem Nachtschrank.

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