Eine Schnitzeljagd auf dem Neroberg

Auf meinem Schreibtisch stehen gelbe Rosen in einer hellblauen Vase. Diese Maßnahme der Selbstliebe musste gestern, am letzten Tag des grauen Februars unbedingt sein. Schließlich möchte ich diese Woche gut gelaunt und mit zumindest ein bißchen Energie und einer schönen Aussicht gestalten.

IMG_5348  Vergangenen Sonntag sollte es eigentlich auch richtig schön und sonnig werden. Im Gegensatz zu den Vorhersagen war aber nur das farblose Grau wie schon die zahlreichen Wochen vorher zu sehen. Dazu wehte auf unserem Hausberg selbst zwischen den Bäumen ein heftig kalter Wind. Uns war das die meiste Zeit egal. Wir waren mit der Klasse unseres Sohnemannes zu einem besonderen Klassenfest verabredet, dass sich statt durch gemeinsames Kalorienaufnehmen vor allem durch gemeinsame Streckenbewältigung auszeichnete.

IMG_5349Nach einem kleinen Blick auf die Russische Kapelle ging es direkt am Kletterpark auf den Walderlebnispfad. Bisher kannte ich lediglich drei der vorhandenen Stationen. Weitere Stationen waren mir zuerst aufgrund der noch nicht vorhandenen Wanderausdauer meines Großen und dann aus Zeitnot verwehrt geblieben. Wie schön, dass sich die Zeiten ändern. Nach einer guten Stunde und einer ganz ansehnlichen Strecke waren wir dann bei unserem Ziel, dem Spielplatz an der Leichtweißhöhle angekommen.

IMG_5356Frische Luft – gibt es in dieser Jahreszeit etwas besseres? In der kurzen Zeit, die meine Tochter außerhalb des Kinderwagens (und nicht mit dem Nachholen des verweigerten Mittagsschlafs) zugebracht hat, haben wir dann auf kräftig gesungen:

„Das Wandern schafft stets frische Luft und hält das Herz gesund – frei atmet draußen meine Brust – froh singet stets mein Mund.“

Und nun ist der graue Februar vorbei – und keiner vermisst ihn! Wir sollten feiern.

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