Learning the Unforced Rhythms of Grace

Die erste Hälfte des Jahres geht langsam zu Ende. It has been wild.

Die ersten vier Monate habe ich ein Vollzeitpraktikum gemacht. 40 Stunden die Woche gearbeitet, 2 Tage davon in Nürnberg. Danach habe ich versucht, innerhalb von sechs Wochen meine Magisterarbeit zu Ende zu bringen. Das hat nicht ganz gepasst und wird noch einen Moment brauchen. Ich versuche, Luft zu holen und Kraft zu sammeln für die nächste Runde.

Ein Gebet, dass mich die letzten Wochen immer wieder beschäftigt hat: Deine Gnade genügt für diesen Tag. Gestern bin ich extra auf einen Berg gestiegen (wie schön, wenn der direkt vor der Tür liegt…), um ein bißchen davon zu schnuppern und zu fühlen.

Und jetzt habe ich das hier gefunden. Einfach wunderschön und so wahr.

So was ähnliches wie Urlaub

Eigentlich habe ich gerade einen wirklich wohl verdienten Urlaub und hatte auf gut gelaunte Kinder und schönes Wetter gehofft. Richtige Erholung wäre ein Traum und dringend notwendig gewesen. Stattdessen hüte ich kranke Kinder (Magen-Darm und Erkältung) und habe bisher v.a. versucht, jede freie Minute zum schlafen zu nutzen. Ganz langsam spühre ich die Lebensgeister wieder erwachen.

Außerdem freue ich mich:

  • An den wunderschönen bunten Frühlingsboten auf meinen Balkonen und dass sie in dem ganzen Trubel der letzten Wochen dort hingefunden und sich schon gut eingelebt haben.
  • An der Freundin, die mich gestern sehr deutlich und klar unterbrochen hat, als ich auf mich geschimpft habe, weil ich eine schlechte Mama von kranken Kindern sei. Ich darf gestresst sein, aber nicht so mit mir selbst umgehen. Recht hat sie. Und was für ein Geschenk, dass sie zu meinem Leben gehört!
  • An dem Buch einer Stay-At-Home-Mum, die die Gebete der Benedektiner für sich entdeckt, weil der Lebensrhythmus eines Mönchs mit dem eigenen in vielen Punkten vergleichbar sei. Ok, das gilt aktuell nun gar nicht für mich. Dafür spricht mich ein Zitat wie das Folgende gerade um so mehr an (nur schon weil es nach Ordnung und Ruhe klingt):

There must be time to work, time to study, and time to pray. There must be time to pray in solitude and time to pray with others. There must be time to be alone and time to be in community. There is a daily, weekly, yearly pattern of life in the monastery. Life is inextricably bound up in the alternation of day and night, of the changing seasons, of the ebb and flow of the seasons, of the changing shape of the litugical year. -Ester de Waal

  • An jeder Kleinigkeit, die ich gerade geordnet bekomme (z.B. den Spiegelschrank im Badezimmer) und den vier Maschinenladungen, die ich heute nach der Brechattacke des Sohnemannes in der vergangenen Nacht fertig bekommen habe (der große Held hat 1,5 Stunden das Kinderzimmer geputzt – ja, für diese Situation ist ein Hochbett eine ganz bescheidene Ausgangshöhe).

Frühlingsboten