Bits & Pieces

Ich vermisse es, das bloggen. Meine Tage sind aber gerade sehr intensiv und gefüllt. Also wird es jetzt einfach mal kleine Streiflichter geben. Mal sehen, ob das für mich funktionieren wird…

Was war gut? Die Beendigung eines sechsmonatigen Projektes: Ich war für die Mitarbeiterbefragung in einem mittelständischen Unternehmen verantwortlich mit knapp 100 Mitarbeitern. Es war schön zu sehen, dass die Mitarbeiter intensiv die Chance zum Feedbackgeben genutzt haben, die Geschäftsleitung offensichtlich so viel wie möglich aufnehmen und umsetzen möchte und meine Hinweise und Tipps komplett aufgenommen und weiterverarbeitet worden sind. Es hat großen Spaß gemacht und ich habe selbst viel gelernt.

Was habe ich (diese Woche) gelernt? Zwei Tassen Kaffee am Tag machen mich tagsüber und Sofina nachts wach. Keine gute Kombination und der Beginn eines gewissen Teufelskreises. Ich hoffe auf viel Schlaf an diesem Nachmittag.

Was war blöd? Meine Professorin hat dieses Jahr zwei wichtige Artikel veröffentlicht, auf die ich eigentlich über elektronische Zeitschriften an der Uni zugreifen können sollte (die Uni hat dafür extra Abos). Die sind aber noch nicht freigeschaltet und die Leute in der Bib raten mir tatsächlich über Fernleihe die Artikel an anderen Unis zu bestellen. Dafür muss ich dann natürlich zahlen und habe noch ca. drei Wochen Wartezeit. Was für ein Schwachsinn und unnötige Zeitverzögerung!

Gute Begegnungen? Ja! Mit meiner Schwester war ich Montagabend auf dem ersten Konzert der Europatour von Rachel Sermanni. Die habe ich letztes Jahr auf einem fink Konzert das erste Mal gehört und sie macht meinen Herbst gerade zusammen mit Philipp Poisel ganz wunderbar melancholisch. Etwas trinken gehen war diese Woche auch noch drin: Am Mittwochabend mit einer lieben Freundin, mit der ich mich schon seit ca. zwei Monaten immer wieder verabredet habe und es trotzdem nicht geklappt hatte. Beides hat sehr gut getan und es war ein gutes Gefühl, dabei etwas für meine Gesundheit getan zu haben.

Was kam zu kurz? Es ist jetzt Samstagvormittag und wir haben als Familie in dieser Woche bisher ca. 1,5 gemeinsame Mahlzeiten gehabt… Ich hoffe auf baldige Besserung… Und freue mich, dass ich auch mit solchen Phasen immer gelassener umgehen kann.

Was war noch wichtig? Der Vormittag gestern im Schwimmbad mit den Kindern und der Schwiegermama hat gut getan! Wasser ist einfach wunderbar zum entspannen!!!

 

Freude große Freude

Juchuh! Der Schwangerschaftsbegleiter ist da!!!

Ich bin so stolz und glücklich und finde, er ist wunderschön geworden. Hier könnt ihr euch selbst davon überzeugen.

Nun wollt ihr bestimmt auch ganz schnell einen haben, richtig? Bestellen könnt ihr ihn im Moment entweder direkt bei down-to-earth (am besten gleich noch ein bißchen weiter stöbern; wir haben zahlreiche inspirierende Artikel im Angebot) oder einfach bei mir (4Euro/Stück). Weil ich mich als Autorin über den Auftrag gefreut habe, gehen zehn Prozent des Gewinns der Begleiter, die ihr direkt bei mir bestellt an die online Schwangerenberatung pro femina e.v.

Der Begleiter eignet sich auch ganz hervorragend als Geschenk für Schwangere. Deshalb habe ich noch folgendes Angebot für Euch: Für fünf bestellte Begleiter bekommt ihr einen kostenlos dazu. Dann seid ihr auf ein paar freudige Neuigkeiten in der Verwandtschaft oder im Freundeskreis gut vorbereitet. Also, meldet euch einfach bei mir, ich freue mich!

Außerdem suche ich noch schwangere Frauen, die das gute Stück kostenlos bekommen, ausprobieren und dann eine Rezension drüber schreiben würden. Also, wer hat gerade ein Baby im Bauch und stellt sich für diesen Test zur Verfügung?

 

Betreuungsgeld: Ich hab da ein paar Fragen

Seit ein paar Wochen geht es ja rund mit dem Betreuungsgeld… Weil ich zu diesem Thema noch immer keine feste Position habe, hier ein paar Fragen, die mich im Moment beschäftigen:

  1. Findet es irgendjemand außer mir seltsam, sich als Mutter oder Vater dafür bezahlen zu lassen, seine Kinder zu betreuen?  Ist es nicht das absolut selbstverständlichste der Welt? (das meine ich jetzt einmal völlig unabhängig davon, ob ich nur zu Hause „betreue“ oder noch Teilzeit/ Vollzeit arbeite)
  2. Was sagt die Forderung nach dem Betreuungsgeld über den Selbstwert von uns Eltern aus? Oder geht es hier im Kern nur um die oft viel zu leere Familienkasse?
  3. Und was drücken 100 oder 150 Euro für einen Wert aus? Ein angemessener Lohn für die Verantwortung, den Fortbildungs- und Zeitaufwand sowie den Verzicht auf Karrierefortschritt? Oder soll ich mich als Elternteil mit diesem Geld anerkannter in der Gesellschaft fühlen? Dann ist meine Leistung der Gesellschaft weniger als einen Euro die Stunde wert?
  4. daran anschließend: Macht es Sinn, den Wert von oder Anerkennung für Eltern in Form von einfachen Geldtransferleistungen auszudrücken?
  5. Welche bisher „ehrenamtlichen“ Leistungen müssten dann noch vom Staat belohnt werden?
  6. Kann sich der „Staat“ das Betreuungsgeld überhaupt leisten? oder anders: Wollen wir unseren Kindern noch mehr Schulden hinterlassen?
  7. wenn man nicht für neue Schulden verantwortlich sein will: Wieviel müsste ein Elternteil arbeiten, um aus staatlicher Sicht die Unkosten von ca. 1000 Euro für den Krippenplatz über die Lohnsteuer wieder rein zu holen? Wieviel müsste ein Elternteil für die Lohnsteuer bei 150 Euro Betreuungsgeld arbeiten?
  8. Wenn der Staat die Betreuung der Kinder durch die Eltern mit Geld belohnen möchte, macht es dann nicht auch Sinn, zumindest eine kleine Qualitätssicherung zu versuchen und die Auszahlung an den Besuch von z.B. Elternkurse zu knüpfen?
  9. Und mal ganz allgemein: Wieviel Geld stecken wir im Moment nochmal in die Rettung aus der Finanzkrise? Und wieviel Geld würde das Betreuungsgeld kosten?

Und welche Fragen fallen euch zu dem Thema ein?

 

 

Project Simplify week#1

Seit ca. drei Wochen bin ich fleissig dabei, unsere Sachen auszusortieren, weil wir Zimmer tauschen und umbauen wollen… Bisher habe ich unter unserem Bett ausgeräumt und eine riesen Kiste Altpaper zusammengestellt. Ist es nicht schön, dass es das Internet gibt und man zahlreiche Studienunterlagen einfach nicht mehr aufheben muss?

Dann habe ich mit einer lieben Freundin unseren Keller ausgeräumt und danach einen VW Touran voll geladen und bin damit zu einem Sozialkaufhaus hier in Wiesbaden und zur Deponie gefahren. Es hat so gut getan!

Außerdem habe ich meine Schwangerschaftsklamotten und Babysachen in Größe 50/56 teilweise verkauft, weitergegeben und für einen Basar an diesem Wochenende vorbereitet. Mal sehen, was dabei herauskommt.

Zwischendrin ist mir dieses Projekt vor die Füße gefallen. Warum nicht mit anderen zusammen arbeiten, wenn ich sowieso schon dabei bin:

Hier sind meine vorher/nachher Fotos für diese Woche (kids stuff). Es war nicht wirklich neu sortieren, weil es v.a. aufgeräumt werden musste. Aber die Lösung ist für unseren Sohnemann so cool, weil er so gerne Legomännchen baut und so alles auf Anhieb findet…

Eigentlich gibt es auch noch eine andere Ecke in seinem Zimmer an die ich gerne ran würde… Mal sehen, ob wir das noch schaffen diese Woche…

Und, was macht der Frühjahrsputz bei Euch gerade so?

 

Kompetenzentwicklung und Charakterschulung

„Familienarbeit“… Ich mag dieses Wort. Viel besser als „Hausfrau.“ Er drückt aus, dass dieser Job tatsächlich viel mit Arbeit zu tun hat. Außerdem kann dieser Job sowohl von Frau als auch von Mann erledigt werden. Auch nicht schlecht.

Über einen schönen „Nebeneffekt“ dieser Aufgaben habe ich vor kurzem bei meinen Recherchen für die Magisterarbeit gelesen: Familienarbeit kann dazu führen, dass sich wichtige Kompetenzen für Erfolg im klassischen Karrieremillieu weiterentwickeln. Typische Fähigkeiten, die sich durch Familienarbeit verbessern können: Organisationsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität, Selbstorganisation, Verantwortungsbewußtsein, Belastbarkeit, Kooperationsfähigkeit.

Für mich persönlich ist gerade die Flexibiliät ein Lernfeld. Meine Süße schläft super in der Nacht, dafür am Tag oft nur zwanzig Minuten am Stück. Dann frage ich mich ständig: Was ist jetzt gerade das wichtigste? Wieviel Zeit habe ich bis sie wieder etwas braucht? Lieber mit ihr spielen und kuscheln oder die Küche aufräumen oder eine wichtige Email schreiben? Ich lerne dazu und das tut gut. Gerade eben schläft sie und ich habe mir vorgenommen, diesen Post in den nächsten zwanzig Minuten fertig zu bekommen. Zum einen, weil ich wahrscheinlich nur die Zeit habe, zum anderen, weil ich nicht mehr Zeit dafür verwenden will. Es warten genug andere Aufgaben… Mir bleiben noch zehn Minuten…

Nun ist es natürlich schön, dass die Forschung inzwischen immer mehr auf den Trichter kommt, dass „Familienarbeit“ vielleicht auch nicht nur verlorene Zeit für die Wirtschaft ist. Die Frage für uns „Arbeiter“ ist ja auch, wie wir es nach einer Phase der ausschließlichen Familienarbeit verkaufen können. Jetzt bin ich sehr gespannt, weil unsere Uni im April dazu ein Seminar anbietet „Berufseinstieg für Eltern“ und ich hoffentlich danach genau erklären kann, warum ich mindestens so geeignet bin für die Stelle, wie meine fünf Jahre jüngere Mitbewerberin. Ach nein, ich bin ja schon höher qualifiziert, weil ich eigentlich schon fünf Jahre Berufserfahrung mitbringe…

Noch sieben Minuten…

Eigentlich geht das ganz aber auch über den Ausbau von Kompetenzen hinaus: Ich habe mich dazu entschieden, diese Phase als wunderbares Traingszeit für meinen Charakter zu sehen. Familienarbeit und Muttersein bringt so viele Herausforderungen mit sich und bedeutet immer und immer wieder sich selbst zurück zu stellen und zuerst zu schauen, dass es den Kindern gut geht und ihren Bedürfnissen nachzukommen. Immer wieder sträubt sich alles in mir, aber ich habe mich entschieden, meinen Kindern und meinem Mann, meiner Familie und meinen Freunden zu dienen im allerbesten Sinne des Wortes. Gerade mit Babies und Kleinkindern hat frau ein hervorragendes Übungsfeld. Die Kunst ist, die Dinge, die sowieso gemacht werden müssen, mit Ruhe, Gelassenheit und vielleicht sogar Leidenschaft zu machen. Vor meinem Fenster sehe ich ganz häufig eine Mutter mit drei kleinen Kindern und Hund vorbeispazieren. Und sie hat IMMER ein Handy am Ohr. Finde ich auf der einen Seite bewundernswert (Multitasking und so…), aber ich habe sie noch nie mit ihren Kindern reden sehen. Mein Mann sagt: klassisches Fluchtverhalten. Das ist die Herausforderung… Nicht innerlich zu flüchten, sondern sich den Herausforderungen zu stellen und an ihnen zu wachsen. Dann gibt es nicht nur Kompetenz- sondern auch Charakterentwicklung. Wir werden geduldiger, liebevoller, gelassener… hoffentlich…

Mist, drei Minuten drüber…

Schöne Woche Euch allen!

Liebe Sofina!

Vor gut sechs Wochen hatte ich die große Ehre, Dich zur Welt bringen zu dürfen. Dieses Erlebnis war beeindruckend und verwirrend und wunderschön und ja, es hat auch mächtig weh getan, aber hinterher war ich einfach nur stolz (und bin es immer noch). Jetzt bin ich also tatsächlich Mama einer kleinen Tochter und gebe zu: Mich beschäftigt das sehr! Ganz anders als bei Deinem Bruder. Da bin ich einfach nur Mama. Bei Dir mache ich mir viel mehr Gedanken, weil ich weiß: ich bin Dein erstes Vorbild. Bei mir siehst Du das erste Mal, was es heißt, Frau, Ehefrau, Freundin und Mutter zu sein. Ich wünsche mir so sehr ein gutes Beispiel zu sein, bin aber selbst noch auf der Suche nach den Dingen, die ich Dir mitgeben will. Immer wieder lese ich, dass wir Frauen „mixed messages“ erhalten, also Erwartungen an uns unklar und widersprüchlich sind. Ich hoffe, mir gelingt es, Dir ein „eindeutiges“ Vorbild zu sein und Dir gleichzeitig den größtmöglichen Freiraum zur Entwicklung zu lassen.

Mir sind z.B. diese Dinge gerade wichtig:

NICHT: „Du kannst alles erreichen!“ SONDERN: „Komm, wir entdecken Deine Begabungen und überlegen gemeinsam, wie und wo Du sie einsetzen möchtest.“

NICHT: „Aussehen ist das Wichtigste!“ SONDERN: „Mit einem gepflegten Äußeren kannst Du Respekt Dir selbst und anderen gegenüber ausdrücken!“

Ich kann nur hoffen, dass Du am Ende sagen wirst, dass mir die Nachrichtenübermittlung gelungen ist.

Aber weißt Du was? Es gibt neben diesen herausfordernden Gedanken auch zahlreiche Dinge, auf die ich mich jetzt schon einfach nur freue:

  • Haare flechten und Nägel lackieren
  • schöne Kleider und Röcke und Haarspangen aussuchen
  • Dir scrappen und stricken beibringen
  • zusammen Schnulzfilme schauen
  • Dein Zimmer gemeinsam einrichten
  • mich über Deine Klamotten mit 13 Jahren aufregen
  • gemeinsame Abenteuer erleben und sportliche Herausforderungen meistern (auf meiner Wunschliste steht noch eine Alpenüberquerung. Was denkst Du: Sollen wir das gemeinsam angehen, wenn Du 15 bist?)
  • Zu Deinem 20. Geburtstag würde mir auch ein Wellnesswochenende gefallen.
  • Zusammen mit den Männern die höchsten Felsen beklettern.
  • miterleben, wie Du Freundschaften schließt.

Sofina, ich bin so gespannt auf Dich und Deine Entwicklung! Und im Moment? Freue ich mich an Deiner guten Laune und dem vielen lächeln! Du bist ein großes Geschenk für mich!

Schwangerschaftsbegleiter

Uih, das ist alles so aufregend: Vor einigen Wochen habe ich eine Anfrage von Kerstin Hack vom Down to Earth Verlag in Berlin bekommen, ob ich einen Schwangerschaftsbegleiter schreiben möchte. Ja, natürlich möchte ich!!! Und jetzt habe ich schon einige Zeit damit zugebracht, Ideen und Gedanken zu sammeln. So richtig rund wird das aber alles erst, wenn da noch ein paar mehr Stimmen mitsprechen. Jede Frau, die mal schwanger war oder gerade ist und der Mann, der sie begleitet hat, darf sich als Experte bezeichnen und hat besonderes zu berichten, weil wir alle diese Zeit so unterschiedlich erleben. Für diejenigen, die Lust haben, sich zum Thema auszutauschen, habe ich soeben eine Facebook Seite eingerichtet. Ihr seid herzlich eingeladen!

eine Schwangerschaft und so…

(Das Foto hat mein Mann gemacht und die liebe Bini hat es wundervoll bearbeitet… Dankeschön!)

Dies ist ja meine 2. Schwangerschaft und ich stelle fest, dass so einiges anders ist, als beim letzten Mal:

  • die Übelkeit war definitiv schlimmer, womit ich überhaupt nicht gerechnet habe… Dafür weiß ich jetzt über Ketone und zuviel Magensäure bescheid.
  • nach den zehn Wochen liegen musste mein Körper erstmal wieder mit viel Überredungskunst zu ein bißchen Leistung motiviert werden; das hat inzwischen mit einigermaßen vernünftiger Ernährung und leichtem Sportprogramm auch Erfolge gezeigt, worüber ich ausgesprochen froh bin.
  • mein Blutzucker ist diesmal offensichtlich entspannter als beim letzten Mal… finde ich auch gut.
  • seitdem wir wissen, dass wir wohl ein Mädchen bekommen werden, meinten alle: oh PINK und GLITZER und ich habe ein bißchen Panik bekommen… Aber nach der Menge der Bewegungen zu urteilen (definitiv mehr als bei Benico), werden wir weniger eine Prinzessin auf der Erbse als viel mehr einen kleinen Wildfang bekommen… Wobei wir einfach von der optimalen Mischung ausgehen.
  • und das hier ist genauso wie beim letzten Mal, wird aber nur geflüstert: ich finde diesen Sommer spitze (also jetzt nicht diese Woche unbedingt, aber die vielen Wochen davor mit höchstens 25 Grad und so)… ist genau  das richtige für uns Schwangere…

Es gibt auch Sachen, die mich genauso amüsieren, wie beim letzten Mal:

  • alle Welt fühlt sich herausgefordert, die Größe es Bauches zu kommentieren: Boah ist der noch klein, Boah ist der schon groß; Sind Sie sicher, dass es nur eins ist? Endlich sieht man mal was! Inspiriert von meiner Schwägerin denke ich: Vielleicht sollten wir Schwangeren einfach mal anfangen, die Brustgröße unserer Gesprächspartners zu kommentieren… Wäre bestimmt unterhaltsam… Aber nein, dafür bin ich ja viel zu nett… Am Ende sollen die Kommentare wahrscheinlich einfach teilnehmende Freude ausdrücken… hoffe ich zumindest…
  • unterhaltsam ist auch langsam mein Schlafbedürfnis: manchmal entscheidet mein Körper von jetzt auf gleich: „ich bin müde, leg mich gefälligst hin.“ So wie diese Woche an drei Vormittagen: Ich stehe hoch motiviert auf, mache mich pünktlich fertig und bringe den Sohnemann in den Kindergarten. Auf dem Heimweg scheint schon alle Energie aufgebraucht zu sein und ich kann nur noch pennen… zwischen einer und vier Stunden… obwohl ich die Nächte super geschlafen habe…
  • und ich finde: ich sehe super aus! Klar, es gibt zahlreiche Beschwerden und Unbequemlichkeiten, aber die Gewichtsabnahme durch den schwierigen Anfang der Schwangerschaft hat zumindest der Figur gut getan… Jetzt hoffe ich feste, dass nicht wie beim letzten Mal die Stillzeit alles wieder ruiniert. Wir werden es sehen. Und nein, auch das dürft ihr nicht kommentieren (auch wenn das jetzt hier die Steilvorlage ist… hihi)

Ansonsten haben wir schon jede Menge umgebaut, ich habe Klamotten durchgeschaut und gewaschen und Bücher zum Thema Geburt gelesen.

Das war strategisch hoffentlich sehr geschickt, weil wir schon sehr weit sind und ich mich jetzt nochmal auf meine Magisterarbeit konzentrieren kann. Bücher lesen geht mit dickem Bauch einfacher als Kisten schleppen, dachte ich… Und habe mich diese Woche an forcierter Modernisierung,  gendertheoretische Ansätze und situativer Lebensführung erfreut. Und weil ich mich in letzterer so gut wiedergefunden habe, hier zwei Zitate:

„Es wird versucht, eine Alltagslogik zu praktizieren, mit der man die meisten Dinge des Alltags auf sich zukommen läßt, bei Bedarf ad-hoc und intuitiv entscheidet und ein mehr oder weniger raffiniertes Lavieren pflegt. … Auch eine solche situative Lebensführung braucht, wie jede Lebensführung, Stabilität und Sicherheit; diese beruhen hier aber nicht auf selbstverständlichen Strukturen und Normen (wie in der traditionalen Lebensführung) oder strikter Ordnung und Planung (wie in der strategischen Variante), sondern auf Kräften und Fähigkeiten der Person selbst: auf ihrem Selbstvertrauen und ihren Kompetenzen, situativ richtig reagieren zu können.“

Ich denke, oft bleibt uns Mamas eh nichts anderes übrig, als raffiniert zu lavieren… Dazu hat bei mir gestern auch gehört, nochmal schnell einen Trip nach Innsbruck und Wien mit einzuplanen, worüber ich mich riesig freue und wir sicherstellen, dass der Flo mit dem Sohnemann seinen Geburtstag feiern kann… Auch schön würde ich sagen!!!

Wünsche heute allen Mamas viel Selbstvertrauen bei der situativen Alltagsbewältigung!!!

 

Schönes Leben

Im Moment ist mein Leben ganz wunderbar unaufgeregt, was ich sehr genieße. Deshalb teile ich es ein bißchen mit Euch, dann könnt ihr Euch vielleicht mitfreuen:

  • letztes Wochenende hatten mein Mann und ich eine wunderschöne Zeit in einem wirklich edlen Hotel zusammen (so habe ich tatsächlich noch nie genächtigt… Hier kann man sich das anschauen…) Und das sind meine ganz persönlichen Eindrücke, als ich vor dem leckeren Abendessen noch ein paar Minuten Zeit hatte:

  • Meine Vorfreude auf diverse (Kurz-) Urlaube steigern sich jeden Tag: Ein paar Tage bei meiner schwangeren Schwägerin und ihrem Mann zusammen mit dem kleinen Mann, eine Woche bei meiner schwangeren Freundin in England und ihrer Familie zusammen mit meinen beiden Männern und heute kam spontan noch ein Trip in den Norden zu der Hochzeit meiner Cousine im September dazu, die wir auch noch mit 1,5 Tagen Entspannung verbinden werden. Ich erhole mich schon bei den bloßen Gedanken an diese Trips…
  • Außerdem geht gerade eine gute Phase zu Ende: Ich habe die letzten Wochen den größten Teil des LOI Büros an meine Nachfolgerin übergeben. Nun werden wunderbare Ressourcen frei für neue Aufgaben.
  • Außerdem gehe ich voll in den Coachings mit jungen Frauen und der Vorbereitung für einen Kommunikationsworkshop auf. Ich liebe es, in meinen Motivationsfähigkeiten zu arbeiten und dann noch positives Feedback zu bekommen!!!

 

 

Lob und Komplimente

Gestern Abend bin ich von der LOI Mentorenschule zurückgekommen, bei der es zwei Tage darum ging, den LOI Coachingprozess kennenzulernen und Werkzeuge für die Mentorenbeziehung kennenzulernen. Nun habe ich ja in den letzten Jahren schon einige solcher Seminare bei xpand besucht, so dass es inhaltlich nicht überwältigend viel Neues für mich gab, was genau richtig war: endlich hatte ich wieder einmal Zeit, mir über eigene Prozesse und Entwicklungen Gedanken zu machen. Das ist den letzten Monaten natürlich viel zu kurz gekommen (für die Leser, die mich nicht persönlich kennen: Ich bin wieder schwanger und habe die letzten Monate eine viel zu enge Beziehung mit dem Spuckeimer gehabt und sogar ein paar Tage im Krankenhaus verbracht, weil so gar nichts mehr ging. Im Moment bin ich immer noch dabei, mich zu erholen und neu zu sortieren…). Nun habe ich das Gefühl, geordnet und zielgerichtet durchstarten zu können, was Energie und Lebenslust freisetzt. I love it!

Ein Thema, was uns gestern alle wieder begeistert hat, war die Wirkung von Lob: Wir haben eine kleine Übung mit unserem Tischnachbarn gemacht: Schreibe innerhalb von zwei Minuten zehn positive Eigenschaften Deines Tischnachbarn auf. In meinem Fall hatte ich zwei kurze Übungen mit ihm gemacht und minimalen Smalltalk, so dass ich ihn wirklich kaum kannte. Und trotzdem fiel es mir relativ leicht, zehn Eigenschaften für ihn zu benennen. Und hier sind die Sachen, die er in mir gesehen hat und über die ich mich sehr gefreut habe:

  • sympathisch
  • interessiert
  • hilfsbereit
  • musikalisch
  • unterstützend
  • angenehm
  • vielseitig
  • energievoll
  • humorvoll
  • kontaktfreudig

Das Tolle an der Übung ist die Atmosphäre im Raum: Zuerst intensives Nachdenken; dann Menschen, die sich sehr ineressiert austauschen und nach der Übung sitzen alle mit einem breiten Grinsen vor dem Referenten…

Ich liebe die Wirkung von Lob und Komplimenten und habe irgendwann entschieden: Ich werde die positiven und coolen Sachen bei Menschen immer ansprechen, wenn sie mir auffallen. Einfach, weil ich keinen kenne, der sich nicht freuen würde und dem es gut tut. Also übe ich:

  • den richtigen Filter auf zu haben: ich will mich auf die positiven Dinge konzentrieren; dann habe ich auch etwas zum loben und Komplimente machen.
  • so schnell wie möglich die Sachen zu sagen; je spontaner umso besser.
  • so konkret wie möglich, womit ich ausdrücken will: Ich habe Dich wahrgenommen und mir ist das hier… aufgefallen.

Also: Wen kannst Du heute loben oder wem kannst Du ein Kompliment machen?