Entspannung soll ja auch mal sein…

Juli 27th, 2010

Meine Klausur ist geschrieben… Trotzdem lässt sich die Entspannung gerade noch ein bißchen Zeit. Hier eine kurze Auflistung meiner Unterstützerversuche, es derselbigen möglichst leicht zu machen:

  • den Freund vom Sohnemann schnappen und zum Laufrad fahren in den Wald

  • ein spanisches Frühstück mit Oli&Sophia genießen

  • meine Schwester Ruth und ihren Freund Jochen zum griechischem Abend einladen

  • scrapbooken… Und weil es keine Bilder von den aktuellen Werken gibt, hier ein paar von zwei Geschenken, mit denen ich in diesem Frühjahr zehn Jahre Freundschaft gefeiert habe…

mit Mary Conroy Rendon:

mit Jessica Winter:

Eigentlich kann die Gute jetzt nicht mehr lange auf sich warten lassen, oder?

eigentlich sollte ich gerade in Stuttgart sein…

April 23rd, 2010

aber mein Mann musste ja mal wieder Fussballspielen gehen. Und wie es sich laut unseres Sohnes für ein richtiges Spiel gehört, gab es auch eine Verletzung gestern Abend. Wegen Schmerzen im Knie, die so heftig waren, das Flo übel geworden und er angefangen hat zu zittern, ist er letzte Nacht dann auch im Krankenhaus gewesen. Ich stand dann heute Morgen um 5.30 Uhr (nach insgesamt gerade einmal zwei Stunden Schlaf)  vor der Wahl, meinen lang geplanten und noch länger ersehnten Trip nach Stuttgart zur LOI Mentorenschulung durchzuziehen oder bei meinen Männern zu bleiben. Die Entscheidung fiel unglaublich schwer, aber doch sehr eindeutig aus: Ich konnte die beiden nicht guten Gewissens sich selbst überlassen. Also habe ich das nahe liegende getan und für zwanzig Minuten meinen Frust und die Enttäuschung und diverse andere Emotionen rausgeheult und mich dann pragmatisch wie ich bin, dem neuen Tag gestellt. Der ist jetzt trotz der großen Müdigkeit auch ganz gut gelungen und ich bin sehr zufrieden mit meinem Krisenmanagement…

Flo war heute Morgen nochmal beim Arzt, weil die im Krankenhaus zu verpennt waren. Der Doc hat ihm eine Spritze eines Abfallprodukts von der Herstellung eines anderen Medikaments ins Knie gejagt, auf das einzig und allein die Neurologen schwören. Vorher musste es noch auf allergische Reaktionen mit einem Spritzer ins Auge getestet werden… So spannend sich das anhört: Meinem Mann scheint es tatsächlich langsam besser zu gehen mit dem Knie… Wir hoffen, dass die Genesung anhält.

Und weil wir heute auch viel Spaß hatten, eine kleine Geschichte von dem Kurzen: Der hatte sich den Geldbeutel vom Papa geschnappt und erklärt: Das ist eine Kassette, hier sind Knöpfe, ich mache ein “Wettlennen” mit einem Mann, der in ein Loch fällt und DELLWARZEN… Und wer weiß, was er gespielt hat?

Richtig: Gameboy mit dem Spiel Diana Sisters, bei dem kann man in manchen Löchern jede Menge Punkte (das war unsere Bezeichnung für Benicos Dellwarzen) einsammeln kann…

Wünsche Euch ein sonniges Wochenende!

nicht erholsam aber erfolgreich

Februar 28th, 2010

Die letzte Woche war voller Aktivität und das meiste davon wirklich schön und im unanrüchigsten Sinn befriedigend:

  • Das Wohnzimmer hat eine neue Attraktion bekommen: Einen Esstisch. Wir als Familie haben ihn schon feste ins Herz geschlossen und den ersten (leider etwas kranken) Gast daran bewirtet (Gute Besserung, liebe Cam!)

Übersicht Wohnzimmer

  • Dann bin ich den halben Samstag unter unserem Bett herumgekrochen, um dem Herrendiener endlich eine neue Heimat zu schenken und sein Vagabundendasein zwischen Wohn- und Schlafzimmer zu beenden und der Sitzecke die im Moment leider überflüssigen Elemente abzunehmen (Stereoanlage ohne Verstärker; Mac, der keine Filme abspielen mag). Jetzt ist sie leerer und damit schöner.

Herrendiener

Sitzecke

(nein, wir haben nicht seit neustem nur noch oranges Licht… das genügt jetzt an Bildern mit dem “extra gemütlich” Filter…)

  • Die Küche habe ich auch wieder in einen bekochbaren Zustand versetzt

ordentliche Küche

  • Benico hat ein Regal abgestaubt, das ich gerade nicht fotografieren kann, weil er schläft; dafür ein Bild, wie sehr ihn die Neuerung gefreut hat

große Freude

  • Ich habe an einem wirklich wichtigen wöchentlichen Männlichkeitsritual teilgenommen: Der Gang in den Baumarkt, der eine grundlegende Komponente in der Beziehung zwischen meinem Mann und unserem Sohn bildet.
  • Diese ganzen Aktivitäten waren aber von dem wirklich wichtigen Ereignis dieses Wochenendes überschattet: Dem Umzug von Domi und Bini und dem Abi! Mein aktiver Beitrag war das aufräumen des Treppenhauses im neunen Heim vor dem Umzug, was meinen Workout diese Woche gut ersetzt hat und große Freude auf Seiten der Neueinzöglinge ausgelöst hat. Der passive Beitrag war den Sohn zu hüten… Ok, in diesem Satz stimmt etwas nicht… Hey, Ihr Drei!!! Herzlichen Glückwunsch!!! Tief durchatmen und erstmal genießen!!! Ihr habt das spitze gemacht!
  • Im Moment erhole ich mich noch von dem heutigen Nahtoderlebnis meines Mannes: Xynthia hat entschieden, einen Dachziegel fünf Stockwerke hinunter zwanzig Zentimeter am Kopf meines Mannes vorbei zu Boden zu schicken. Sein Kommentar: “Das war knapp…” Dem ist nichts hinzuzufügen.

Jetzt hoffe ich auf eine schöne nächste Woche, die ruhig etwas entspannter verlaufen darf…

Wünsche allen einen standfesten Start in die Woche!

Dann kam die große Müdigkeit

Februar 22nd, 2010

Genau am Freitagnachmittag um 15 Uhr ging es los, so halbwegs überwunden war sie dann Sonntagmorgen um neun mit einem Überrest bis jetzt. Hoffe, das gibt sich bald. Die letzten Wochen haben mich offensichtlich viel Kraft gekostet… Jetzt bin ich dabei, liegengebliebenes nachzuholen und aufzuarbeiten mit der guten Absicht, mich dabei nicht schon wieder zu überanstrengen.

Wünsche allen einen entspannten Start in die Woche und nur zu Eurem Neid: werde jetzt ein Mittagsschläfchen halten…

Endlich geschafft

Februar 18th, 2010

Es hat mich unglaublich viel Kraft und Arbeit und Üben und ja, auch ein paar Tränen gekostet, aber nun ist es geschafft: Die Operations Management Klausur ist geschrieben und hoffentlich auch bestanden. Die gute Nachricht von der Klausrenfront: ich lerne offenbar dazu. Im Gegensatz zum letzten Mal habe ich konsequent darauf geachtet, mir den Schlaf zu holen, den ich brauche (so gut es ging). Und als Flo am Sonntag krank geworden ist und meine Nerven völlig am Ende waren, habe ich nur noch schöne, “Nerven beruhigende Sachen” gemacht, damit ich nicht kurz vor der Ziellinie zusammen zusammenbreche (wie während der Schwangerschaft, als die emotionale Welle von Stress auf Flos Arbeit und allgemeine Anspannung mich am Tag der Personalentwicklungsklausur überrollt hat. Auf die Klausur war ich eigentlich gut vorbereitet…) Das hat geklappt!!! Zur Feier des Tage hat mich meine Schwester Ruth (die den Tag mit Benico verbracht hat, was offensichtlich beide sehr genossen haben…) zu dem besten Italiener des Viertels eingeladen. Vielen Dank, liebe Schwester! Es hat so gut getan und großen Spaß gemacht!

Pizzeria2

Pizzeria1

Die Nacht war zwar nicht so erholsam, weil mein Körper offensichtlich völlig verwirrt war von der Bettruhe um neun! Uhr. Den Tag heute haben wir aber auch eher gemütlich gestaltet mit Badezimmer putzen (trägt definitiv zu meiner Entspannung bei) und leckerem Mittagessen: ROTE CREPES!

Roter Crepe

Nachmittags noch ein bißchen abhotten mit Peter Fox während die Wäsche fein ordentlich gefaltet wird… So kann man sich erholen. Mädels, schwingt die Hüften!

http://www.youtube.com/watch?v=ryRNGpsnjkw

Sehr viel anders als geplant…

Januar 24th, 2010

verläuft dieses Wochenende: Der ganz ursprüngliche Plan war, mit meinen Männern und der Schwiegerfamilie einen Kurztrip in den Schnee nach Regen im bayrischen Wald zu machen. Benico schläft aber extrem schlecht und wir waren alle halbwegs krank, so dass wir am Mittwoch entschieden haben, dass Flo nachts schäft und ich die Stellung halte und notfalls am Freitag zu Hause bleibe. Das haben wir dann auch so gemacht, auch, weil ich mit der Lernerei für die Klausuren im Februar im Moment sehr weit zurück liege.

Dann habe ich mich auf ein “freies” Wochenende gefreu, an dem ich viel lernen und aber auch schöne Sachen machen wollte. Allerdings habe ich am Freitag vor allem geschlafen… Und gestern (Samstag) bin ich aufgewacht und war kränker als den Tag vorher… Großer Frust! Heute geht es schon besser. Schauen wir mal, wann die Männer sich über die Autobahn gekämpft haben und wieviel ich bis dahin noch machen kann… Ich bin wirklich herausgefordert mit diesen ständigen Schwierigkeiten umzugehen. Eine Sache finde ich aber gerade tatsächlich sehr angenehm: Ich habe seit Freitagabend keine Menschenseele gesehen. Keine Ahnung, wann ich das letzte Mal am Stück so lange alleine war. Und im Moment genieße ich es immer noch…

Ich wünsche allen noch einen erholsamen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche!

Ein Rückblick auf das Jahr 2009 von A bis Z

Dezember 31st, 2009

Habe mir bei einer nicht ganz so spannenden Predigt alphabetische Gedanken über das letzte Jahr gemacht:

A- ufregend: Das war es mit Sicherheit. Im nächsten Jahr darf es ruhig ein bißchen abgeregter sein…

B- rustkrebs: Das ist eine Krankheit, die bisher sehr weit weg war. Jetzt kämpft eine gute Freundin dagegen an. Ich dachte, dieses Thema hätte noch mind. zehn Jahre Zeit…

C- olt: Letztes Jahr kurz vor Weihnachten haben wir einen Neuwagen gekauft und ihn dieses Jahr sehr genossen. Die anfängliche Skepsis, ob er tatsächlich groß genug für eine kleine Familie ist, hat echter Begeisterung Platz gemacht. Wie schön, ein verlässliches Auto zu haben!

D- rei-Fluss-Stadt Passau: Die haben wir die Tage vor Weihnachten besucht. Es war wunderschön und sehr entspannend und die Stadt ist einfach echt sehenswert!

E- ssen mit Freunden: Schon immer eine Leidenschaft gewesen. Wie schön, dass wir derselben in Wiesbaden jetzt wieder viel häufiger fröhnen können.

F-reuen: Benico professionalisiert diese Tätigkeit gerade mit immer neuen Ausdrücken und Luftsprüngen: “Hurra!”, “Wahnsinn”, “oh wie toll”

G- roningen: Ein weiterer Städtetrip (diesmal mit meiner Freundin Miri) diesen Jahres: Wirklich süß, gemütlich und spitze zum einkaufen (auch wenn die Geschäfte schon um 18 Uhr zu machen)

H- obbies: Hier hat das Jahr mir einige neue spendiert: lesen, stricken, scrappen

I- nline skaten: das habe ich einige Male im Sommer mit Benico im Kinderwagen gemacht und ich hoffe definitiv auf eine Fortsetzung im kommenden Jahr. Vielleicht fährt Benico dann schon alleine mit dem Laufrad. Dann muss ich meine Künste aber noch definitiv verbessern.

J-an und Julia: Die haben zu meinen Lieblingskinderbüchern gehört und das hat Benico wohl in den Genen mit abbekommen: Die beiden Bücher die wir haben (J&J feiern Weihnachten und J&J ziehen um) werden immer noch rauf und runter gelesen, obwohl die erzieherischen Höhepunkte für die sie angeschafft wurden, längst vergangen sind…

K- rankheitsphasen: Davon hatten wir zwei ziemlich intensive: Eine richtig heftige direkt zu Beginn des Jahres. Sie hat mich total erschöpft und ich habe einige Wochen gebraucht, um irgendwie wieder zu Kräften zu kommen. Eines der Dinge die ich gelernt habe: Ich muss Schlafen!!! Egal, was deshalb liegen bleibt! Dieses Wissen konnte ich in der zweiten Phase direkt vor Weihnachten ganz gut anwenden und ich habe sie als nicht halb so schlimm erlebt.

L-aufrad: Eigentlich “Shopper” um in der Sprache von Benico zu bleiben. Sie begleitet uns inzwischen fast überall hin: In die Stadt, zu Freunden, im Aldi, bei Ikea. Definitiv das richtige Geburtstagsgeschenk.

M-ultiple Sklerose: Bei einer anderen Freundin ist diese Krankheit im Sommer diagnostiziert worden. Ich bin tief bewegt, mit welcher Würde und gleichzeitig Kaltschnäutzigkeit sie sich dieser Herausforderung stellt. Im nächsten Sommer will sie heiraten…

N-asen OPs: Flo hatte zwei davon innerhalb einer Woche. Die Erholung hat ungefähr sechs Wochen gedauert. Das Ergebnis ist nicht optimal (die Nase ist immer noch schief hihi) aber die OPS haben eine deutliche Verbesserung gebracht!

O- rganisation: Davon war jede Menge nötig, es hat aber auch riesig Spaß gemacht, auch wenn ich merke, dass ich organisieren an sich nicht besonders spannend finde, sondern das ganze für mich “Mittel zum Zweck” ist. Vielleicht sollte ich “organisieren” von meiner Liste der Motivationsfähigkeiten eher streichen?

P- odestbett: Mein Mann hat eins mit seinen Freunden gebaut und seit unserem Umug nächtigen wir darin. Eine gute Lösung für hohe Wände und Platzmangel bei gleichzeitiger Anwesenheit von Kleinkindern. Ein guter Nebeneffekt wenn das Büro noch mit im Schlafzimmer ist: Man schläft über den Dingen. Eine sehr angenehme Perspektive.

Q- uelle: Eine interessante Frage vom letzten LOI Tag: was ist Deine Quelle? Woraus ziehst Du Kraft und Inspiration? Diese Frage nur mit Gott zu beantworten ist für mich zu kurz und so bin ich am forschen und entdecken, was alles eine Quelle für mich sein kann.

R- asselbande: Das ist die neue Spielgruppe von Benico, wo er zweimal die Woche vormittags sein Sozialverhalten mit anderen Kindern trainieren darf… Kann es kaum glauben, dass er im kommenden Jahr schon in den Kindergarten kommt.

S- innhaftigkeit: Durch einen ziemlich heftigen Konflikt in den letzten Wochen habe ich hier so manches dazu gelernt: In so einer Krise kann auch ein gemütliches Mittagessen im Kreis der Familie eine sehr wichtige Bedeutung haben oder das Gefühl von “Normalität” einen besonderen Wert bekommen.

T- rampolin springen: Macht ziemlich viel Spaß, nehme mir aber im Moment viel zu selten dafür Zeit. Eine Idee fürs nächste Jahr: ich gönne mir die letzte Staffel Gimore Girls und darf sie nur beim Trampolin hüpfen gucken…

U- ebernatürliche Kraft: Davon habe ich in diesem Jahr sehr viel gebraucht. Es gab zahlreiche Momente wo nur noch ein Stoßgebet möglich war und ich kann sicher sagen: Gott hat immer geantwortet: Mit Gelassenheit und Zuversicht oder guten Freunden, die einfach da waren oder meinem Mann, der mich in den Arm genommen hat.

V-eränderung: Die Vermutung von Anfang des Jahres hat sich bestätigt: Der Umzug war sicherlich eine größere Nummer, auch die neuen Verantwortlichkeiten bei xpand. Aber manche wichtige Veränderung findet ja v.a. in uns selbst statt und da gab es sicherlich auch wichtige Entwicklungen, die nach meinem Empfinden zu größerer Gelassenheit geführt haben.

W- iesbaden: Nizza des Nordens: Ich finde das so nett, weil ich mich in beiden Städten so unglaublich wohl fühle… Ich freue mich aufs nächste Jahr und zahlreiche weitere Entdeckungen.

x- pand: Hier fühle ich mich weiterhin sehr verbunden, auch, weil ich im Herbst das komplette LOI Büro übernommen habe, was auf der einen Seite großen Spaß macht, gleichzeitig aber auch noch eine große Herausforderung an meine Organisationsfähigkeit darstellt.

Y-psilanti: Ok, ich habe keinen Bezug zu der Dame und ich meine, die Geschichte wäre schon im letzten Jahr gelaufen… Aber mir ist nichts besseres eingefallen…

Z- weiter Geburtstag von Benico: Das war ein wirklich großer Tag für uns als Familie, auf den wir hingefiebert und den wir sehr genossen haben!

Jetzt wünsche ich allen einen guten Rutsch und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr!

da wird einem ja ganz schwindelig

Dezember 10th, 2009

Heute Morgen habe ich nachgearbeitet: Seit meinem Geburtstag will ich eigentlich jede Woche eine kleine Zusammenfassung schreiben, scrappen, fotografieren und zwar bis zu meinem 30. Geburtstag in einem Jahr. Eine Woche habe ich bisher geschafft, danach ist nichts mehr passiert aufgrund von großer allgemeiner Überforderung. Heute habe ich die Stunde freie Zeit genutzt und mal aufgeschrieben, was ich die ganzen Tage so getrieben habe. Hier ein Miniausschnitt:

  • mit Benico Einführungswoche bei neuer Spielgruppe gehabt
  • Zahnarztbesuch
  • Vorlesungen an der Uni
  • Kinderarztbesuch
  • LOI Arbeit versucht zu strukturieren
  • kranke Männer versorgt
  • Lasagne für 12 Leute gekocht
  • einen wirklich gemütlichen Weihnachtsmarkt in Hochheim besucht
  • 2 Telefonkonferenzen gehabt

Es ist unfassbar. Wenn man das dann alles mal untereinander aufgelistet sieht und dann zu den völlig rationalen To Dos noch die diversen Emotionen nimmt, ist es kein Wunder, dass ich ein bißchen platt bin.

Was aber wirklich schön war: Zwischendrin waren immer wieder kurze Moment oder auch ganze Tagesabschnitte, die ich sehr genossen habe. Ein Gedanke, den ich an meinem Geburtstag hatte: Ich will in dem kommenden Jahr mehr lachen. Manchmal habe ich das Gefühl, jede Möglichkiet dafür zu nutzen und das tut unglaublich gut. Hatte nicht damit gerechnet, dass so etwas auch von einer Entscheidung beeinflusst wird…

Freunde bleiben

Dezember 5th, 2009

“Über die Schwierigkeit von Menschen mit Kindern, mit Menschen ohne Kindern befreundet zu sein”

So lautet der Titel des Leitartikels der zweiten Ausgabe von Nido. Ich habe beim lesen das Gefühl bekommen, dass es fast unausweichlich ist, das sich mit der Geburt eines Kindes zumindest ein großer Teil des Freundeskreises verändert. Von vielen der alten Freunde entfernt man sich, während man gleichzeitig nach neuen Gleichgesinnten (oder denen mit dem gleichen “Schicksal”)  Ausschau hält. Beim nachsinnen habe ich dann gedacht: Auf uns trifft das nicht zu. Unser Freundeskreis hat sich mit der Geburt von Benico kaum verändert. Klar, man sieht sich nicht mehr so oft (wobei selbst das seit dem Umzug nach Wiesbaden kaum noch stimmt) und die gemeinsamen Gewohnheiten haben sich sicherlich auch weiterentwickelt. Aber vorher bestehende Freundschaften sind nicht einfach komplett weggebröckelt.

Mir sind folgende Gründe dafür eingefallen:

  • wir hatten vor Benico schon einen relativ “kinderfreundlichen” Lebensstil. Durchgefeierte Partynächte waren selten. Dementsprechend haben wir auch keine Freunde, die jedes Wochenende zweimal bis fünf Uhr morgens auf die Piste gehen. Im Gegenteil: die wissen sich so gut selbst zu beschäftigen, dass sie die krasse Müdigkeit eher auch nachvollziehen können, als kopfschüttelnd nebendran zu stehen.
  • in unserem Freundekreis gab es auch schon vor Benicos Geburt Paare mit Kindern, Paare ohne Kinder mit Kinderwunsch, Paare ohne Kinder ohne Kinderwunsch, glückliche Singles, unglückliche Singles… alles bunt gemischt. Da kamen wir auch schon mit den unterschiedlichen Leuten bestens zurecht und das hat sich danach nicht geändert.
  • Ein gesunder Pragmatismus im Umgang mit den neuen Unumgänglichkeiten hat wahrscheinlich auch zur Entspannung beigetragen (inzwischen frage ich in kinderlosen Haushalten nicht mehr, in welchen Mülleimer ich die Windel entsorgen soll, sondern wo die Mülltonne ist).
  • Mir war es wichtig, dass jeder, der mit Benico zu tun hat, seinen eigenen Zugang zu ihm finden darf (oder auch nicht). Klar, im Moment übersetze ich diverse Dinge, damit Kommunikation möglich ist, aber was gespielt wird und ob gespielt wird, entscheidet Benico und sein Gegenüber. Das hat zu wirklich unterschiedlichen Beziehungen geführt, die Benico gerade v.a. mit den zahlreichen Tanten und Onkels auslebt und ich finde das genial.
  • Wenn Fragen zu unserer Erziehung da sind, gebe ich gerne Auskunft, spitze Bemerkungen hingegen von kinderlosen Leuten (die ich aber äußerst selten erlebe) werden freundlich lächelnd (“wartet nur ab, bis ihr so weit seid ;-) ”) überhört.
  • Eine Sache hat aber wahrscheinlich v.a. zu einem nach meinem Empfinden entspannten Umgang beigetragen: Benico ist weder für mich noch für Flo der einzige Lebensinhalt geworden. Mit uns kann man (hoffentlich) auch noch über diverse andere Dinge reden.

Ich freue mich riesig, dass wir unsere alten Freunde behalten konnten und nicht nur noch mit den Spielplatzbekanntschaften zu tun haben. Danke an dieser Stelle an alle, die diese immense Veränderung mit uns durchlebt haben, sich mit uns gefreut haben und manches seltsame ertragen haben und auch noch ertragen werden. Danke v.a. dass ihr nicht nur uns, sondern auch den Kurzen lieb habt!!! Das bedeutet uns sehr viel!

Und ich freue mich an und auf alle neuen Freundschaften, die ohne Benico nicht zustande kommen würden. Was für eine tolle Bereicherung!

nichts mit grünem Bereich

Dezember 2nd, 2009

Zumindest nicht in der letzten Woche.

Der aktuelle Zustand ist tatsächlich ein bißchen schwierig zu beschreiben: Die letzte Woche habe ich mich sehr aufgewühlt und unruhig gefühlt, vieles war in mir in Bewegung und ich habe total schlecht geschlafen.

Montagmittag kam dann der Paukenschlag: Eine gute Freundin ist schwer erkrankt und ich habe das Gefühl, die Zeit steht still; Prioritäten ordnen sich neu, fast alles von dem, was letzte Woche in mir noch rumort hat, ist zum schweigen gekommen. Ich versuche einen normalen Alltag zu leben und gleichzeitig die Zeiten mit meinen Männern um so intensiver zu genießen. Und vor allem mein Herz offen zu halten. Ich fühle mich verletzlich und gleichzeitig stark. Sehr ungewöhnlich dieser Zustand. Mehr Zeit als sonst verbringe ich innerlich vor Gott, seufze einfach nur um sein Eingreifen und genieße es, wissen zu dürfen, dass er in dieser Situation uns allen unglaublich nah ist.

Und dann erwische ich mich dabei, dass ich mich doch wieder über Nichtigkeiten ärger und ungeduldig bin, wenn etwas nicht nach meinem Plan oder meinem Tempo funktioniert. Bin verwundert darüber, wie schnell ich wieder auf “normales Verhalten” umschalten kann. Freue mich wiederum an dieser Normalität und habe gleichzeitig ein schlechtes Gewissen, weil ich weiß, dass meine Freundin sich nichts sehnlicher wünscht, als einfach nur “Normalität” zu erleben.

Was wirklich gut ist: Meinen Männern geht es gesundheitlich wesentlich besser, Benico schläft seit einigen Nächten wieder durch und wir erholen uns alle von den letzten drei wirklich anstrengenden Wochen. Ich bin so dankbar, dass mein Immunsystem nicht schlapp gemacht hat, obwohl Flo den kompletten Freundeskreis mit angesteckt hat.

Jetzt freue ich mich auf noch zwei volle und hoffentlich auch schöne Tage dieser Arbeitswoche und die gähnende Leere eines terminfreien Wochenendes.