Normalität rückt langsam näher
Es gab ja auch schon ein paar wirklich entspannte Tage hier in Wiesbaden… Aber zu denen hat die letzte Woche nun wirklich nicht gezählt. Flo musste unglaublich viel arbeiten, Benicos Tagesmutter hat sich von einer OP erholt wodurch ich keinen Babysitter hatte und kaum lernen konnte, Benico macht seit zehn Tagen mit einem wirklich fiesen Schnupfen rum, bei dem ihm nachts ab elf Uhr der Schleim in den Hals läuft und er dann so heftig husten muss, dass er sich übergibt. Zu allem Überfluss habe ich dann eine Nacht einfach nicht geschlafen, von einem anderen anstrengendem Konfliktherd ganz zu schweigen. Bin zeitweise wie ein Zombie rumgelaufen, könnt ruhig meinen Mann fragen, der euch das gerne bestätigen wird (ein paar verständnivolle Worte und ein aufmunterndes Schulterklopfen wären im Anschluss ganz gut).
ABER ich glaube, wir sind wieder auf dem aufsteigendem Ast. Heute haben wir einen fast normalen Tage: Benico war bei der Tagesmutter und ich lernen, heute Nachmittag gehen wir auf den ersten Martinsumzug in Benicos Leben und ich habe eine richtig erholsame Nacht hinter mir. Flo hält morgen ein Seminar in Berlin wo er heute schon hinfährt, aber ich bin sicher, dass Benico und ich uns auch so einen schönen Abend machen können.
Jetzt hoffe ich nur, dass es nicht wieder anfängt, in Strömen zu regnen…
Ach ja, einen Lichtblick gab es am Sonntagabend: Hatte mich in dem ganzen Frust nach einer netten Pizzeria im Internet umgeschaut. Die beste des Viertels ist direkt um die Ecke. Als wir dort ankamen, wurden wir gleich von unseren Nachbarn gegenüber begrüßt mit dem Hinweis, das halbe Haus sei heute hier. Die nette Dame aus dem dritten Stock haben wir dann auch kurz kennengelernt und eine kurzfristige Geburtstagseinladung abgestaubt. Den Herrn aus dem vierten Stock mit dem sie danach ins Kino wollte, haben wir nicht getroffen, weil sie keine Zeit mehr hatten. Aber das wird bestimmt auch nicht lange auf sich warten lassen… Benico hatte schnell seinen Lieblingsplatz an der Bar gefunden, wo er einen hervorragenden Blick auf den Kellner und seine Arbeit hatte und wo wir dann am Schluß auch noch ein riesen Stück Tiramisu zusammen verschlungen haben… Mh LECKER!!!
Allgemein | Comments (0)ein ganz normaler Tag???
Hier eine kleine Auflistung meiner Tagesaktivitäten:
- 1.30 Uhr ins Bett gegangen (selbst dran schuld und ganz schön dumm, aber ansonsten einfach schön)
- 9 Uhr mit Sohnemann beim schwimmen in Rüsselsheim gewesen und gestaunt, mit welcher Lässigkeit er auf schwimmende Matten klettert, wo er vor einer Woche gar keine Begeisterung für aufbringen konnte. Alles eine Frage der Motivation. Die war heute Boot fahren und das war offensichtlich das richtige…
- 11 Uhr beim Kinderarzt: kleiner Mann hat seit ein paar Wochen komische Punkte am Bauch. Ich habe gelernt: Sie heißen Dellwarzen (klingt ekliger als es aussieht) und man kann sie relativ problemlos entfernen; man muss das allerdings ein paarmal wiederholen und die Prozedur hört sich interessant an: Erst wird der Kurze mit “hautbetäubender Salbe” eingecremt, dann wird er in Folie gepackt; danach darf er eine 3/4 Stunde spielen (wie er das in einer Folie machen soll, weiß ich noch nicht). Dann werden die fiesen Dinger aufgepickst und sauber gemacht… Ich bin schon am überlegen, wie ich ihm das im Vorfeld erklären soll. Aber das dauert noch bis November und bis dahin werde ich ihm noch ein paar andere Dinge erklären müssen… Z.B. warum unser zu Hause keinen Garten mehr hat… Finde ich gerade schwieriger.
- 11.30 Uhr: ab nach Hause: Mittagessen und verzweifelten Mann bei Suche nach Transporter unterstützen
- 12.30 Uhr: glücklicher Mann zieht los, um Transporter abzuholen; kleiner Mann und ich essen Mittag und dann gibt es den wohl verdienten Mittagschlaf für uns beide.
- 14.30 Uhr: Mann kommt zurück mit NEUEM Wohnungsschlüssel (haben wir vergessen zu feiern fällt mir gerade auf) und neuem Haarschnitt… “HÄH??? Wann hattest Du denn dafür Zeit?”
- 15.30 Uhr: Aufbruch zum Holzhändler im Ort: Nette hilfsbereite kompetente Männer, die ständig eine Kippe im Mund hängen haben, direkt neben den Kreissägen stehen die Bierflaschen… Der Kurze bekommt vor staunen den Mund nicht mehr zu…


- 16.45 Uhr: Abfahrt zum Baumarkt. Wir wollen eine Arbeitsplatte für die Küche kaufen und haben eine wirklich schöne gesehen, die wir uns zuschneiden lassen müssen. Ich SUCHE einen Mitarbeiter und bekomme schließlich an der Hauptinformation die Aussage: Da müssen sie sich ein bißchen gedulden, der Kollege kommt in 20 Minuten aus der Pause. Den treffen wir dann auch noch, aber nachdem wir den gesamten Laden nach diversen anderen Dingen durchsucht haben und der Kurze den ersen Sturz des Tages mit Beule am Kopf hinter sich gebracht hat, entscheiden wir uns doch für die günstigste Variante. Außerdem haben wir dort erstanden: Regalbretter für die seltsame Nische in der Küche, dazu Winkel, Spanngurte, eine große Plane (weil es die ganze Zeit nach Regen aussieht und wir nur noch einen offenen Transporter bekommen haben, weil alle Welt gerade umzieht), weißen Lack für unser Bett, neue Spüle
- 18.15 Uhr: Abfahrt zu Ikea: Dort essen wir ein schwedisches Abendmahl und atmen tief durch und beten, dass Benico in der nächsten Stunde nicht durchdreht. Dann geht es noch einmal los: Regal, Kommode, Esstisch und Schreibischplatten stehen auf dem Plan. Wir bekommen die ersten beiden Sachen, bei den anderen müssen wir nochmal überlegen und nachmessen.
- 20 Uhr: zweiter Sturz des Tages von Benico: diesmal mit Nasenbluten und dicker Lippe. Flo ist stolz… Habe leider schon wieder vergessen worauf…
- 20.15 Uhr: Wir verlassen Ikea, Benico und Flo haben ein Eis in der Hand
- 20.45 Uhr: Wir kommen zu Hause an; Benico hat ca. die Hälfte geschafft, die andere Hälfte ist auf seinem Fleecepulli gelandet
- 21.45 Uhr : Benic schläft; ich gehe in die Waschküche und hole einen Stuhl hoch, um unsere Eckbank mit Tisch und Stühlen bei ebay einzustellen
- 22.45 Uhr: Anzeige geht online (ich bin offensichtlich noch nicht sehr geübt mit ebay)
- 23.30 Uhr: ich beende meinen Blogeintrag und gehe noch heldenhaft die Wäsche aufhängen
- Ratet, was ich danach mache???
Kindererziehung macht fit für die Wirtschaft
In einer spanischen Studie wurde jetzt festgestellt: Durch die Erziehung haben die Eltern die Möglichkeit, wichtige Schlüsselkompetenzen für das Berufsleben zu erlernen. Dabei geht es v.a. um zwei erlernbare Kompetenzen:
- Fähigkeiten im Umgang mit der anderen Person, wozu Empathie, Interesse am anderen oder Kommunikationsstärke zählen
- Flexibilität
Ich selber erlebe ständig die Anfordernungen in diesen Bereichen und kann der Studie nur zustimmen. Schön, wenn man auch von solch einer Richtung für die Erziehungsarbeit motiviert wird!
Hier ist der gesamte Artikel. Und vielen Dank an Flo für den Hinweis!
Allgemein | Comments (0)Durch die Nacht im eigenen Zimmer – Tag 2
Mh, also wie war die letzte Nacht? Ein bißchen, wie ich es vermutet/ befürchtet hatte. Der Kurze hat um drei nach seiner Milch verlangt (die er sonst um sechs oder sieben bekommt) und ist bis um fünf mehrere Male wach gewesen. Ich habe ihn dann doch mit zu mir genommen, weil ich schlafen wollte… Oh weh…
Aber ich bin hoch motiviert für die nächste Nacht: Er war relativ pünktlich im Bett und ist ohne mich eingeschlafen (gestern habe ich noch auf der Matratze vor seinem Bett gewartet). Natürlich gab es Protest, aber der hat sich in Grenzen gehalten.
Mein Ziel für heute Nacht: Er bekommt seine Milch erst frühestens um sechs und darf auch erst danach, wenn er nicht alleine einschlafen kann, zu mir rüber kommen. Bin gespannt wie es wird…
Was helfen könnte: Wir waren heute Vormittag schwimmen und er hat sich ausgepowert ohne Ende. Heute Mittag habe ich ihn noch nicht mal eine ganze Stunde schlafen lassen. Vielleicht ist er ja so erledigt, dass er vergisst, sich nachts nochmal zu beschweren…
So, ich gehe jetzt aufs Trampolin weil das Inlineskaten heute ins Wasser gefallen ist und es stattdessen Apfelstrudel gab…
Gute Nacht!!!
Allgemein | Comments (0)Durch die Nacht im eigenen Zimmer – Tag 1
Psssssst… Gerade ist alles ruhig…
Heute ist Tag 1 des Schlaftrainings für Benico. Dabei soll er lernen, auch abends in SEINEM Bett in SEINEM Zimmer einzuschlafen und dort auch die GANZE Nacht zu bleiben. (Beim Mittagschlaf klappt das inzwischen hervorragend!!!) Der Tag heute wurde gewählt, weil Flo die nächsten drei Nächte nicht da ist und dann ist es leichter für mich weil ich erstens: konsequent meine Sache durchziehen muss und zweitens: mich nicht absprechen muss; drittens: ich kann nicht hoffen, dass Flo mich erlöst… Also bin ich konsequent, dann ist es schneller vorbei… ganz nebenbei hat es Benico auch leichter, weil er auch nicht auf den Papa hoffen kann und sich schneller in die Situation einfinden kann…
Heute Abend hat das mit dem einschlafen schon ganz gut (wenn auch verspätet, weil der Kurze nicht ausgelastet war) geklappt. Nach zwei Minuten Protest ist Benico friedlich in seinem Bett eingeschlummert. Jetzt ist die große Frage, wie die Nacht wird, aber ich habe mich entschieden, nicht auf eine Unterbrechung zu warten, sondern voller Genuss in mein Bett zu steigen, meine Nachttischlampe anzuschalten und bei normalem Licht (nicht beim Schein einer TASCHENLAMPE) mein Buch weiter zu lesen.
GUTE NACHT!!!
oh, habe ich da etwas gehört???
Allgemein | Comments (0)ein paar Wünsche wurden Wirklichkeit
Im Zuge der Vorbereitung für den Tag der Inspiration am Samstag bin ich noch einmal alte Unterlagen von vor drei Jahren durchgegangen, in denen ich meine Wünsche formuliert habe. Und ich habe mich gefreut: Einige Sachen, die nicht explizit ein Ziel sondern einfach nur eine Idee waren, habe ich erlebt:
- habe ein Kind bekommen (definitiv weiterzuempfehlen!!!) (ok, irgendwann war es dann natürlich auch ein explizites Ziel)
- fahre Inlineskates mit dem Kurzen im Kinderwagen (auch sehr cool und gut für die Figur… smile…)
- bin zur Pediküre gegangen (das coolste daran war die Zeit mit meinen Schwestern und der Mama… den Rest kann ich auch zu Hause machen…)
Mal sehen, wann die anderen Wünsche Wirklichkeit werden…
Allgemein | Comments (2)Mama denkt
In die letzte Woche hat leider keine kreative Stunde gepasst, weshalb ich umso glücklicher bin, dass ich sie diese Woche schon am Montag gemacht habe!
Habe mir gestern etwas genauer Gedanken darüber gemacht, wie ich eigentlich als Mutter sein will, was mir wichtig ist. Ich wollte das gerne mal formulieren, auch weil ich Adjektive wie “aufopferungsvoll” ganz furchtbar finde und das gar nicht meinem Ziel entspricht.
Hier also der Inhalt der Denkblasen, weil die vielleicht auf dem Foto nicht zu lesen sind:
- “Deine Gefühle sind ok; ich will Dir helfen, sie konstruktiv zu nutzen”
- “Wir sind beide Lernende, deshalb dürfen wir beide Fehler machen”
- “Ich suche für uns einen gesunden Mittelweg zwischen Freiheit und Strukturen”
- Was sind Deine Gaben und Fähigkeiten? Ich möchte sie entdecken und fördern”
- “ich möchte verständnisvoll sein und ein offenes Ohr haben, aber auch eigene Interessen verfolgen”
Und hier ist die kreative Verarbeitung:

Ein Erkenntnisgewinn: man kann auch mit Geschenkband sticken…
Allgemein | Comments (0)Herausforderungen und Genuss
Die letzten Tage haben sowohl Höhen als auch ein paar sehr unangenehme Tiefen beinhaltet. Die Herausforderungen:
- Benico hat am Samstagmorgen 39 Grad Fieber gehabt und ich konnte nichts anderes tun, als ihm ein Zäpfchen zu geben und dann bei der Schwiegermama abgeben.
- mein rückenfreies Kleid sollte am Sonntag fertig werden und hat sich ziemlich gegen dieses Ziel gewehrt.
- ich habe mir bei einem Prof gleich zwei Faux Pas geleistet: erst gab es ein Missverständnis wegen des Rückgabezeitpunktes eines Buches, das er mir gegeben hatte und dann hat mein Sohn sich mit einem Textmarker darin verewigt. SEHR UNANGENEHM!!!
Aber es gab ja auch schöne Sachen!!!
- es hat Spaß gemacht, den Workshop zu halten. Ich mag Trainieren und hoffentlich andere zu inspirieren.
- mein Kleid ist doch noch fertig geworden und nachdem ich gestern Abend noch in Ruhe die Feinheiten fertig gemacht und heute einen passenden Schal gefunden habe, steht meinem atemberaubenden Outfit für Samstag nichts mehr im Wege…
- Mein Prof hat sich wirklich ausgesprochen nett und fair reagiert, was ich ihm hoch anrechne. Außerdem genieße ich es in aller Regel sehr, in den Vorlesungen zu sitzen, neue interessante Sachen zu lernen und einfach nur Studentin zu sein.
- Mit Benico habe ich drei sehr entspannte Tage erlebt. Wir haben es beide genossen, einfach Zeit zu haben.
Fazit: Es ist gerade nicht immer alles leicht. Aber ich lerne, meine Aufmerksamkeit auf die guten und schönen Dinge zu lenken. Und davon gibt es mit Sicherheit noch viel mehr! Mal sehen, was ich morgen entdecken kann…
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Ich bin Debora Hofmann (29 Jahre) - unter anderem Studentin und Mama. Mein Traumjob: Als "work scientist" junge Frauen bei der Definition ihrer ureigensten Karriere- und Lebensziele zu unterstützen. Gleichzeitig will ich Unternehmen herausfordern, für diese neue Art von workforce die attraktivsten Arbeitsbedingungen zu schaffen, damit sie auch in Zukunft erfolgreich sein können.