Diese drei Situationen haben mein Weihnachten gerockt

These three situations rocked my Christmas – english below

Die letzten Jahre gab es hier häufiger einen Jahresrückblick. Dieses Jahr nicht. Mir ist es gerade herzlich egal ob wir 2018, 2019 oder auch schon 2050 haben. Hier liegt soviel Arbeit vor der Brust, dass das komplett nebensächlich ist. Und danke der Nachfrage: Die Feiertage waren sehr schön, aber leider auch recht anstrengend, weil mein Mann gesundheitlich komplett ausgefallen ist. Und wir sind wirklich gut als Gastgeberteam. Alleine geht´s auch, aber dann ist es nur halb so schön und doppelt anstrengend.

Trotzdem gab es echte Highlights an diesen Tagen. Hier meine drei Lieblingssituationen vom Weihnachtsfest:

  1. Am Heiligabend habe ich mir im großen Trubel der Großfamilie, zwischen Geschenke auspacken und Essen vorbereiten und Weihnachtsbaum vorm Brennen retten die kleine Nichte von sechs Monaten in den Arm legen lassen und mich hingesetzt. In einen Sessel. Und bin erst nach 1,5 h wieder aufgestanden als sie ausgeschlafen hatte. Das Beste, was man mit den kleinen Schlümpfen machen kann. Ihre Fähigkeit, einen selbst runter zu fahren ist immer wieder eindrücklich.
  2. Abends waren wir in geschrumpfter Anzahl beim Chinesen essen, der irgendwie von dem Feiertag und den hungrigen Menschen überrascht war (Weihnachten war auch wirklich früh dieses Jahr…). Vor lauter Langeweile und Warterei hat mein Sohn auf einem Schmierpapier angefangen, Grafitti zu malen. Macht er immer in solchen Situationen. Und die Uroma direkt nebendran: “Was? Du malst mit links???” Die ganzen Vorurteile, die dieser Generation zum Thema Linkshändigkeit eingeimpft wurden, materialisierte sich und legte sich als feiner Staub auf den leider immer noch leeren Tisch. Keine Ahnung, was dann passierte. Mein Sohn hat offensichtlich einen produktiven Umgang mit der schweren Irritation gefunden: Als nächstes höre ich wunderbar naives vor sich Hinkichern von der sonst immer sehr kontrollierten Urmama und traue meinen Augen kaum, als ich rüber schaue: Sie versucht mit Links zu schreiben und amüsiert sich königlich über ihre eigene Unfähigkeit, ein einzelnes Wort mit der “falschen Hand” halbwegs leserlich zu Papier zu bringen. Family at its best!
  3. Der erste Weihnachtsfeiertag war lang und schön und mit viel Essen und vielen Gesprächen gespickt. Am Ende sind alle weg und ich bleibe mit einer chaotischen Küche und einem abgegessenen Tisch zurück. Und einer Tochter, die dringend Zeit von mir braucht. Also schieben wir eine Ecke auf dem Tisch frei und bauen Lego. In Ruhe und ohne Hektik. Dann kommt eine der vielen Teilzeitmitbewohnerinnen unseres Hauses in unsere Küche. Sie sieht müde und geschafft aus. Ich lade sie ein, sich doch in unser Chaos mit dazuzugesellen. Sie setzt sich und wir reden und bauen Lego, irgendwann trinken wir zusammen noch Gin Tonic und ich stelle mich in meine Küche und sage: “Ich mag meine Küche in so einem abgefeierten Zustand. Das zeigt mir, dass hier intensiv gelebt wurde.” Dann mache ich uns noch Gulasch warm und wir schnabulieren Käse zum Rotwein und amüsieren uns über meine Tochter, die wirklich lustige Geschichten erzählt. Zwischendrin bauen wir weiter Lego. Am Ende drücken wir uns fest und ich bin sprachlos, dass mein Chaos und meine Zeit gerade Jemanden das Leben einfach leichter gemacht haben.

In diesem Sinne: Ich wünsche allen ein tolles neues Jahr!! 2019 war jetzt als nächstes dran, oder???

The last few years there has been a lot of annual reviews here. Not this year. I don’t care if we have 2018, 2019 or 2050. There is so much work here that it is completely irrelevant. And thank you for asking: The holidays were very nice, but unfortunately also quite exhausting, because my husband was completely out of health. And we are really good as a host team. So is geht´s alone, but then it’s only half as nice and twice as exhausting.

Nevertheless, there were real highlights on these days. Here are my three favourite Christmas situations:

  1. On Christmas Eve, in the hustle and bustle of the extended family, I had the little niece of six months laid in my arms and sat down in the middle of unpacking presents and preparing food and saving the Christmas tree from burning. In an armchair. And I only got up after 1.5 hours when she had slept in. The best thing you can do with the little Smurfs. Her ability to drive yourself down is always impressive.
  2. In the evening we had a shrunken dinner with the Chinese, who was somehow surprised by the holiday and the hungry people (Christmas was really early this year…). Due to boredom and waiting my son started to paint graffiti on a smear paper. He always does it in such situations. And the great-grandmother right next door: “What? You paint with your left????” All the prejudices that were implanted in this generation on the subject of left-handedness materialized and lay as fine dust on the unfortunately still empty table. I have no idea what happened then. My son obviously found a productive way to deal with the severe irritation: Next, I hear wonderfully naïve chuckling from the otherwise very controlled Urmama and hardly believe my eyes when I look across: She tries to write with links and amuses herself royally about her own inability to put a single word with the “wrong hand” halfway legibly on paper. Family at its best!
  3. The first Christmas day was long and beautiful and full of food and conversations. At the end everyone is gone and I stay behind with a chaotic kitchen and an eaten table. And a daughter who urgently needs time from me. So we push a corner on the table free and build Lego. In peace and without hectic. Then one of the many part-time residents of our house comes into our kitchen. She looks tired and exhausted. I invite her to join us in our chaos. She sits down and we talk and build Lego, sometime we drink gin and tonic together and I stand in my kitchen and say: “I like my kitchen in such a celebrated state. This shows me that there has been an intense life here.” Then I warm up some goulash and we schnabulate cheese with red wine and have fun with my daughter, who tells really funny stories. In between we continue to build Lego. At the end we press hard and I am speechless that my chaos and my time just made life easier for someone.

In this sense: I wish you all a great new year! 2019 was the next year, wasn’t it???

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