Entspannung ist endlich angekommen
… ich kann nämlich wieder gut schlafen…
Was hat geholfen?
ein wunderschönes Eis am 30. Geburtstag meines Mannes.
Ein total entspannter Junggesellinnen-Abschied am Rüsselsheimer Waldschwimmbad:
Die Braut post sich schon einmal warm:
Und die Kids haben keine Lust mehr:
Und die dazugehörige Hochzeit war sowieso unglaublich: Hoch romantisch, wunderschön entspannt und in einem wunderbaren Ambiente… Aber seht selbst:
Auf diesen Gang war ich schon seit Wochen gespannt: Dreierlei von der Wachtel…
Und als ich dann endlich wusste, dass die Matheklausur bestanden war, haben wir nochmal Cocktails gemacht und dazu leckeres Obst gegessen:
Jetzt ist es noch eine Woche, bis es in den Urlaub geht und ich hoffe ganz fest, dass ich bis dahin das Chaos zu Hause noch ein bißchen in den Griff bekomme und dann so richtig schön abschalten kann. Fühle mich nämlich gerade in so einer komischen Warteschleife: Mein Kopf ist voller Ideen und will am liebsten den ganzen Tag arbeiten… Aber nur zu einem Drittel. Die anderen zwei Drittel und der Rest von mir wollen nur noch mehr Entspannung. Aber das wird schon… Und ich freue mich so doll, dass nochmal richtig Sommer ist!!!
Allgemein | Comments (0)von neuen Freundschaften
Mein Sohn liest gerade sehr gerne das Buch “kleiner Eisbär nimm mich mit!” Darin findet sich am Anfang folgender Dialog:
“Was ist denn heute bloß mit dir los, Lars?” fragte Vater Eisbär, als er merkte, dass Lars betrübt war. “Mir fehlt ein Freund, der mit mir spielt!” antwortete Lars. Da sagte sein Vater: “Weißt Du, Lars, hier bei uns ist es nicht einfach, einen Spielkameraden zu finden, aber ein Freund kommt oft von ganz allein, wenn Du gar nicht damit rechnest. Du mußt nur Geduld haben!”
Ich habe die letzten Wochen die große Freude gehabt, zwei neue Freundinnen in meinem Leben begrüßen zu dürfen, die unverhofft und doch lange ersehnt dazugekommen sind:
MAGGI! Du bist echt eine Gebetserhörung für mich… Endlich ein Mädel, die mein Herz für Coaching, Training, Frauen und Mütter und ein übervolles Leben im ganz allgemeinen Sinne teilt. Ich bin riesig gespannt, was wir alles zusammen aushecken werden!!!
NICOLA! Wow, vielen Dank, dass Du mich gleich zur Begrüßung einen großen Teil Deines Dawanda Shops ausprobieren lässt. Wir hatten mit Dir einen wunderbar entspannten Abend und ich habe Deine Offenheit, Deine Freigiebigkeit mit wertvollem Wiesbaden-Insiderwissen und Deinen Blick fürs Detail sehr genossen. Als ich dann Dein Blog entdeckt habe… Oh, wie wunderschön (auch wenn ich keinen grünen Tee mag (smile)). Ich hoffe auf zahlreiche weitere Abende bei leckerem Rotwein! Und die pinke “every girl…” Karte muss unbedingt sein!!! Ich bestelle hiermit schon einmal vor…
Fühle mich wirklich beschenkt mit Euch!
Allgemein | Comments (1)Entspannung soll ja auch mal sein…
Meine Klausur ist geschrieben… Trotzdem lässt sich die Entspannung gerade noch ein bißchen Zeit. Hier eine kurze Auflistung meiner Unterstützerversuche, es derselbigen möglichst leicht zu machen:
- den Freund vom Sohnemann schnappen und zum Laufrad fahren in den Wald
- ein spanisches Frühstück mit Oli&Sophia genießen
- meine Schwester Ruth und ihren Freund Jochen zum griechischem Abend einladen
- scrapbooken… Und weil es keine Bilder von den aktuellen Werken gibt, hier ein paar von zwei Geschenken, mit denen ich in diesem Frühjahr zehn Jahre Freundschaft gefeiert habe…
mit Mary Conroy Rendon:
mit Jessica Winter:
Eigentlich kann die Gute jetzt nicht mehr lange auf sich warten lassen, oder?
Allgemein | Comments (0)weil ich gerade zwei Minuten Zeit habe…
gibt es ein paar Bilder aus England. Benico und ich waren zum feiern rübergeflogen: den 30. Geburtstag meiner Freudin Jessica. Passend, dass sie auch einen Kurzen hat, der genau ein Jahr jünger ist als Benico.
Der war übrigens teilweise frustriert, weil er kein Englisch kann und sich dementsprechend ausschließlich mit mir verständigen konnte. Ist aber inzwischen auch deshalb hoch motiviert, die Sprache ein bißchen mitzulernen. Also lesen wir gerade englische Bücher vor und er darf den englischen Caillou anschauen…
Jetzt aber Bilder:
vom Ausflug in den Zoo
vom super gemütlichen Cafe in Leicester (sehr zu empfehlen diese Stadt!!!)
(das obere Bild hat übrigens Benico gemacht…)
and some other nice bits and pieces:
Ansonsten ist hier gerade ein bißchen wenig los, weil ich
- zum einen viel zu viele Kleinigkeiten zu tun hatte, wie Fussball gucken, Essen vorbereiten, Blumen gießen (artet ja schon fast in einen Vollzeitjob aus bei dem Wetter), meine Schwester zum Flughafen fahren usw.
- v.a. aber mitten in der Vorbereitung für meine letzte Scheinklausur bin (nein, das ist nicht nur schein, sondern auch viel sein!!!) Die wird am 20. Juli geschrieben und danach bin ich schwer mit feiern beschäftigt: Hochzeiten und 30. Geburtstage stehen ins Haus.
Aber ich habe große Hoffnung, dass ich dann meine kleine Meconomy Serie fertig machen kann und andere Ideen gibt es sowieso noch viel mehr.
Wünsche aber jetzt erstmal einen wunderbaren Wochenendeinstieg!!!
PS: Für alle, die etwas regelmäßiger von mir lesen wollen: Habe seit kurzem einen Twitter-Account (siehe rechte Spalte)…
Allgemein | Comments (0)DLDwomen: Meine persönlichen Highlights
Hinter mir liegen drei spannende Tage voll gepackt mit toller Inspiration und Heldinnen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Das Programm war so reichhaltig, dass ich hier mit Sicherheit keine vollständige Widergabe wagen werde, sondern mich für zehn Highlights im Sinne von neuen Ideen, Denkanstössen, Herausforderungen und einfach schönen Erinnerungen entschieden habe.
- Die Stimmung zur “Frauenquote” scheint sich gerade stark zu wandeln. Was bis vor kurzem noch von der breiten Öffentlichkeit abgelehnt worden ist (v.a. von den Frauen selbst, weil keine als Quotenfrau abgestempelt werden wollte), wird nun immer eindeutiger gefordert. In dem ersten Panel “Leadership in the Female Decade” sprach sich sowohl ein Wirtschaftsboss (Georg Graf Waldersee von Ernst&Young), eine Politikerin (Silvana Koch-Mehrin aus dem Europäischen Parlament) als auch (und das ist am erstaunlichsten, weil bisher anderer Meinung) eine Wissenschaftlerin (Dalia Marin von der LMU Munich), für eine Quote aus. Das wird sicherlich nicht eine von der Politik verordnete Vorgabe sein müssen. Der Weg der Deutschen Telekom ist bestimmt ersteinmal eine einfachere und hoffentlich hoch effektive Möglichkeit.
- In einem der beiden Panels zum Thema “Female Factor: Will to Power” gab es eine ganz spannende Interpretation der Gegenwart: Frauen haben die Möglichkeit in unterschiedlichen Bereichen erfolgreich zu sein: als Mutter, Gastgeberin, Sportlerin oder eben indem sie eine Karriere in der Wirtschaft oder Wissenschaft anstrebt. Solange sie die Bereiche mit Elan angeht, hat sie die Möglichkeit, für Erfolge im selbst gewählten Bereich Anerkennung von Freunden und Familie zu bekommen. Bei Männern sieht das anders aus. Sie müssen beruflich erfolgreich sein, weil sie sonst als “looser” abgestempelt werden. Auch wenn das Panel ansonsten in manchen Bereichen nach meinen Geschmack zu Männerfeindlich und mit altbackenen Ansichten über Geschlechterunterschiede ausgerichtet war, fand ich diesen Gedanken interessant, v.a. wenn man ihn weiterspinnt vor dem Hintergrund der Wahlfreiheit von Frauen darüber, wie sie ihr Leben gestalten wollen.
- Tolle Einsichten gab das Interview mit der Filmemacherin Doris Dörrie her. Mein Lieblingssatz: “when we try to stay in control we become very fearful”
- Alex Kelleher hat über ein paar unterhaltsame Fakten des weibliche Gehirns gesprochen. Was man nett im smalltalk einfließen lassen könnte: Frauen nehmen mehr Farbnuancen wahr als Männer (ich konnte mich sofort an planlose Gesichter von Männern erinnern, wenn ich über Pfirsich, Okker oder Mintgrün sprach…). Und auch nicht zu vernachlässigen: Frauen haben Angst vor 90° Ecken und scharfen Kanten…

- Paulo Coelho (der Autor von “der Alchimist”) brachte einen großartigen Kommentar: Jesus would have been a great twitterer. He was able to deliver very short and clear messages like: Love your neighbour!
- Schön war auch diese Aussage aus dem Panel “Female Risk Management & Investment” von Dunya Bouhacene: Frauen erzielen höhere Rendite mit weniger Kapital. Deshalb hat sie einen Fond gegründet gemeinsam mit einem männlichen Kollegen und jetzt suchen sie nach Unternehmen, die von Frauen geleitet werden und wollen gezielt in diese investieren.
- Ein hoch interessantes und unterhaltsames Highlight war das Panel “Hormons steering power”. Christian Elger erklärte wie sich durch Hormone während des Zyklus die Aktivitäten im Gehirn verändern und gab uns den guten Rat: ernsthafte Diskussionen möglichst am Anfang des Zyklus führen! Da ist das Hirn noch in der Lage sachliche und adäquate Reaktionen zu produzieren. Besonders unterhaltsam war dann auch der Moment, als er sich nach seinem Vortrag setzte (siehe das untere Forto)


- Mit Susie Orbach war die Initiatorin der Dove Kampagnen dabei und sprach über die großen Probleme, die fast alle Frauen mit ihrem eigenen Körper haben. Es war schön, einen der Köpfe hinter einer solch erfolgreichen Kampagne kennenzulernen und gleichzeitig erschreckend, mit welchen Realitäten sie aufwarten konnte, z.B. hatte sie in Brasilien an einer Konferenz teilgenommen und durch ein Gespräch wurde klar, dass sie die einzige im Raum war, die nicht irgendeine Veränderung an ihrem Körper hatte vornehmen lassen. Das Interview war auch besonders spannend zu verfolgen, weil Maria Furtwängler-Burda toll vorbereitet war und von ihrer Seite mit widersprechenden Studien aufwarten konnte, so dass ein intensives Gespräch entstehen konnt. Außerdem hat Orbach explizit ihr Unbehagen mit dem Thema “Erotic Capital” von Catherine Hakim ausgedrückt, mit der sie an der gleichen Universität arbeitet und die einen Tag vorher referiert hatte. Der Austausch dieser unterschiedlichen Standpunkte gaben dem Gespräch eine besondere Würze und es wurde dadurch umso lehrreicher!

- Frage: Wie können Frauen in einem Unternehmen zur begehrten “Gut” werden? Antwort: Indem man eine Rangliste der Abteilungen im Recruiting von Frauen bei Beförderungen veröffentlicht und die Tantieme auch an Erfolge in diesem Bereich geknöpft wird. Manchmal sind Männer ganz einfach zu führen…
- Das letzte Panel der Konferenz “Women on a mission” war einfach der Hammer! Acht tolle Frauen, die alle als social-entrepreneurs arbeiten und über Herausforderungen, Einsamkeit aber auch ihre Motivation und Spaß gesprochen haben. Auch wenn ich kein Social Entrepreneur bin, habe ich mich in sovielen Fragen und Unsicherheit wiedergefunden.

Jetzt freue ich mich, wieder daheim zu sein, meine Männer zu genießen und staune wieder einmal, welche Entwicklungsschritte der Kurze gemacht hat.
Ein erholsames Wochenende und unseren Jungs in Südafrika für morgen Abend viel Erfolg!!!
Allgemein | Comments (1)DLD-Women: mein Traum wird Wirklichkeit
Vor ein paar Wochen bin ich rein zufällig auf die Page (ganz unten auf der Startseite kann man ein Werbevideo anschauen) dieser ganz besonderen Art von “Frauenkonferenz” gestossen: DLD-Women
Nachdem ich dann das Vidoe vom Panel Femal Decade (rechts neben dem ersten Hauptvideo kann man dann gleich auf das Panelvideo klicken) der letzten DLD-Conference gesehen hatte, war ich total begeistert (wieviel Inspiration für meine Magisterarbeit und die Zeit danach wäre möglich…). Gleichzeitig hielt ich aber eine Teilnahme für völlig ausgeschlossen (hatte irgendwie gerade keine 750 Euro übrig). Aber manchmal kommt das Leben anders (oder ein liebevoller Gott kümmert sich um ein paar besondere Details…), so dass ich heute tatsächlich nach München fahren kann.
Ein schöner Nebeneffekt: Ich kann meinen Bruder Sam sehen, der seit kurzem seinen neuen Job in Starnberg angefangen hat!
Irgendwie kann ich es immer noch nicht ganz fassen, bin total aufgeregt und dankbar und gespannt auf die nächsten Tage!!!
Allgemein | Comments (1)Kempense Meren, Belgien
Dort haben wir die letzte Woche Urlaub gemacht und es hat unglaublich gut getan:
- schwimmen und v.a. tauchen
- Radfahren mit dem Kurzen hinten in der “Kutsche”
- schöne neue Klamotten einkaufen in Eindhoven
- Frühstücken und Abendessen unter freiem Himmel
- den schönen See genießen
Hoffentlich bald wieder!




Frauen und Meconomy: Was kann ich können?
“Fast alles” könnte die Antwort nach der Lektüre dieses Kapitels lauten. Albers beschreibt, wie sich Bildung verändert: Sie wird günstiger und durch das Internet für mehr Menschen (egal an welchem Ort der Welt) zugänglich. Aber sie verfällt auch schneller und reguläre Abschlüsse werden immer weniger wert sein. Unter anderem setzt sich das Kapitel mit der Frage auseinander, wie Schulen und Universitäten auf diese Entwicklungen reagieren können.
Mich persönlich hat die Frage beschäftigt: Was bedeutet das für mich als Mutter? Bisher habe ich mir kaum Gedanken über das Thema gemacht. Ich nehme zwar mit einem amüsanten Lächeln wahr, dass mein zweijähriger sich an den Laptop setzt und unseren Freunden eine sms schreiben will, ansonsten hat sich die Medienerziehung bisher darauf beschränkt, den Fernsehkonsum (bzw. DVD- und you tube Videos) zu minimieren und mich mit anderen Müttern über die verantwortungslosen Eltern aufzuregen, die ihren achtjährigen Kindern schon die Fernseher ins Zimmer stellen.
Ok, das mit dem Fernseher brauche ich nicht mehr zu diskutieren, weil wir eh keinen haben.
Aber was ist mit Computern? Selbst um eine mögliche Spielsucht mache ich mir bei dem kurzen noch keine Sorgen, die Gene dafür sind väterlicher- und mütterlicherseits nach meiner Beobachtung nicht vorhanden…
Folgendes Zitat hat mich aber sehr nachdenklich gemacht (es stammt aus einem Brief, den ein Lehrer an seine Kinder geschrieben hat): “Statt eines Stücks Papier, auf dem steht, dass Ihr Experten seid, werdet ihr eine Ansammlung von Produkten, Erfahrungen, Reflexionen und Konversationen vorweisen können, die Euer Expertentum belegen, die transparent machen, was Ihr wisst. Dies wird aus Eurem Portfolio bestehen und einem Netzwerk anderer Lernender, an das Ihr Euch im Lauf der Zeit immer wieder wendet, das sich gemeinsam mit Euch entwickelt und das Eure Erkenntnisse widerspiegelt.”
Nachdem ich mich nun schon ein bißchen mit den Trends im Arbeitsleben und zunehmenden Digitalisierung auseinandergesetzt habe, kann ich mir vorstellen, was das für mich heisst. Wenn es aber darum geht, diese neue Welt meinem Sohn angemessen nahe zu bringen, dann kommen zahlreiche Fragen auf, z.B.:
- Was soll mein Sohn tatsächlich lernen? Wozu soll ich ihn ermutigen?
- Wie gehe ich mit dem Wissen um, dass die Schulen und Universitäten nicht die in Zukunft entscheidenden Fähigkeiten vermitteln, ich aber verpflichtet bin, meinen Sohn in genau diese Institutionen zu stecken?
- Reicht es aus, selbst am Ball zu bleiben, was die technologische Entwicklung und digitalen Möglichkeiten angeht und ihm lebenslanges lernen “einfach” vorzuleben?
- Könnte bitte irgendwer ein Ratgeberbuch für uns Eltern schreiben??? Ach so, heute geht man ja ins Netz und tauscht sich mit anderen verunsicherten Eltern aus… Ich bin auch gerade am lernen…

Und wo wir gerade beim lernen sind: Produktivität ist das andere große Thema des Kapitels. Da bin ich auch im Moment am nachlesen und hoffentlich demnächst entscheiden, wie ich die zahlreichen unterschiedlichen Bereiche in meinem Kopf und Leben schön säuberlich sortiert, durchlebt und teilweise einfach nur abgearbeitet bekomme…
Schön, dass ich nicht schon jetzt alles können muss (auch wenn ich es theoretisch können könnte)!!!
Allgemein | Comments (0)Frauen und Meconomy: Was macht mich glücklich?
Eine kurze Zusammenfassung zum zweiten Kapitel:
“Wir können unser Glück selbst in die Hand nehmen”- Das ist die Kernbotschaft der heutigen Glücksforscher die in dem zweiten Kapitel von Meconomy zusammengefasst werden. Dabei geht Albers auf vier Bereiche ein, die entscheidend zu unserem Glückserleben beitragen können:
- sich immer wieder mutig Neuem öffnen und dabei
- die eigene Komfortzone verlassen.
- Selbständigkeit in der Arbeit und
- dafür sorgen, den Flow-Zustand zu erreichen.
Danach geht er der Frage nach, ob wir uns auf die Suche nach unser innersten Natur begeben sollten, um an dieser dann unser Leben auszurichten, oder ob es nicht vielmehr so ist, dass wir uns ständig weiterentwickeln und selbst entscheiden können, wer wir sind.
Das hier fand ich bemerkenswert: “Jeder könne selbst bestimmen, ob er an seinem Ich beständig aktiv weiterarbeite, gar einen radikale Umbau wage oder es mit den Jahren ein bisschen verkommen lasse.” (frei nach Werner Siefer und Christian Weber)
Die verschiedenen Anstöße um sein Glück in die Hand zu nehmen gelten auf den ersten Blick in gleicher Art für Männer wie für Frauen und wenn es darum geht, sich selbst “zu erkennen” bzw. “zu gestalten und weiterzuentwickeln” dann müssen sich sowohl Männer als auch Frauen mit sich selbst beschäftigen.
Eng mit der Sehnsucht nach Glück ist für viele aber auch der Wunsch nach beuflichem Erfolg verbunden. Das spannende hierbei: Erfolg ist bei Männern und Frauen anscheinend unterschiedlich definiert. Die Cranfield University hat einige Studien zu diesen Themen veröffentlicht und kommt zu folgendem Ergebnis: Männer sehen Erfolg v.a. in Kategorien von Status und materieller Anerkennung. Frauen hingegen ist “Expertenschaft”, Aufgabenerfüllung und Erkenntnisgewinn wichtiger. Gertrud Höhler interpretiert die Ergebnisse so: “Frauenkarrieren haben höhere Anteile an quasi-privaten Lebenszielen. Die werden von Frauen auch dann verfolgt, wenn sie sich damit von den Erfolgskriterien der männlichen Karriereförderer abkoppeln. (…) Erfolg, so sagen die Forscher in ihrem Resümee, ist für Frauen mehr durch persönliche Wertvorstellungen definiert.”
Die Frauen, die sich von den äußeren Zwängen einer klassischen Festanstellung befreien und entweder flexible Arbeitsmodelle einfordern oder sich trauen, selbständig zu machen, kommen ihrer eigentlichen Vorstellung von Erfolg (beruflich und im restlichen Leben) vielleicht näher als die klassische Karrierefrau, die bereit ist, einen großen Teil ihres Privatlebens zu opfern um irgendwann die Spitze der Hierarchie zu erreichen. Könnte also die Meconomy die glücklicheren Frauen hervorbringen?
Frauen und Meconomy: Was ist heute anders?
Das Buch war schneller da, als angekündigt… Hier eine Minizusammenfassung vom ersten Kapitel und drei Thesen von meiner Seite:
Albers beschreibt, wie durch die Wirtschaftskrise sich immer mehr Menschen Gedanken über ihre Arbeit machen, v.a. weil durch die Krise deutlich wird, dass auch scheinbar sichere Jobs über Nacht wegfallen können. Diese scheinbar sicheren Jobs haben den Harken, dass die Tätigkeiten häufig dem Angestellten nur mäßigen Spaß machen, er aber einen sehr großen Anteil seiner Zeit mit ihnen verbringen muss, damit am Ende des Monats das Geld auf dem Konto ist. Für Manchen bedeute die Krise deshalb, sich noch fester an die Festanstellung zu klammern, so lange sie noch da ist. Andere sehen die Chance, aus einem System auszusteigen, das sowieso nicht funktioniert und sie nur einschränkt. Für diese gilt: Willkommen in der Meconomy: Sie haben die Möglichkeit, ihren Leidenschaften nachzugehen und sich ihre eigene passende Arbeitswelt zu erschaffen und völlig neue Berufsbilder zu erfinden.
These 1: Frauen hatten schon vor der Zeit der Meconomy eine andere Einstellung zum Thema Festanstellung: Häufig haben sie schon ihre Ausbildung unter anderem nach dem Kriterium “Familienverträglichkeit” ausgewählt. Da ist dann die Frage: Kann ich in dem Job auch Teilzeit arbeiten? Werden viele Überstunden erwartet? Das Gewicht dieses Kriteriums wird stark von dem Vorbild der Eltern abhängen und inwiefern die Mutter Vereinbarkeit von Familie und Beruf vorgelebt hat. Generell rechneten zumindest die Frauen, die aktiv den Kinderwunsch in die Lebensplanung miteinbezogen aber nicht damit, ein ganzes Leben lang durchgehend in Festanstellungen arbeiten zu können, zumindest nicht in Vollzeit, selbst wenn sie das wollten. Die mangelnden Betreuungsplätze in Deutschland haben dieses “mitkalkulieren” von Unterbrechungen für sich schon notwendig gemacht. Vielleicht bedeutet dieser Zustand, dass sie auf der beruflichen Schiene sowieso breiter denken und sich selbst positionieren, ganz einfach weil eine erhöhte Flexibilität schon länger gefordert war.
These 2: Die Meconomy hat die Möglichkeit, etwas zusammenzuführen, was viel zu lange getrennt gewesen ist: Mit der Industrialisierung wurde sowohl Arbeit und Privates als auch Mann und Frau getrennt. Die Auswirkungen sehen wir heute noch deutlich: Die Arbeits- und Geschäftswelt ist immer noch stark männlich geprägt (mind. 96% der obersten Führungsposten in Deutschland sind von Männern “besetzt”). Der Mann der für die Erziehung der Kinder zu Hause bleibt ist die große Ausnahme. Das bringt große Nachteile in beiden Welten mit sich: Es wurde immer wieder gezeigt, dass gemischte Teams für die Unternehmen bessere Ergebnisse erzielen als reine Männerteams. Im privaten Bereich glänzen die Männer leider immer noch oft durch beruflich bedingte Abwesenheit, obwohl die Forschung klar zeigt, dass ein anwesender, aktiv involvierter Vater nur schwer zu ersetzen ist und entscheidend zur gesunden Entwicklung sowohl der Jungs als auch der Mädels beiträgt. Durch die technischen Entwicklungen und die damit verbundene örtliche und zeitliche Flexibilität, ist es möglich, sowohl die Arbeit als auch den privaten Lebensraum völlig neu zu gestalten. Mann und Frau können BEIDE arbeiten und BEIDE die Kinder erziehen. Das wird bei allen Beteiligten sicherlich ein gewisses Maß an Organisation und Absprache, sowie Lernbereitschaft erfordern. Aber die Zunahme an Zufriedenheit und Ausgeglichenheit könnte gewaltig sein (das könnte auch gerade bei geschiedenen Elternpaaren gut oder zumindest besser funktionieren und würde Alleinerziehende entlasten).
These 3: Die eigentlichen Gewinner der Meconomy könnten die Kinder sein: Sie haben mehr von Papa und eine nicht immer vorhandene Mama. Sie lernen schon früh, dass sie fester Teil eines größeren Systems sind und das ganze nur funktioniert, wenn alle ihren Teil beitragen. Weiterhin müssen sie weniger in Betreuungseinrichtungen abgegeben werden und haben mehr Zeit zur freien Gestaltung.
Was denkt ihr dazu? Kommentare sind ausdrücklich erwünscht…
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Ich bin Debora Hofmann (29 Jahre) - unter anderem Studentin und Mama. Mein Traumjob: Als "work scientist" junge Frauen bei der Definition ihrer ureigensten Karriere- und Lebensziele zu unterstützen. Gleichzeitig will ich Unternehmen herausfordern, für diese neue Art von workforce die attraktivsten Arbeitsbedingungen zu schaffen, damit sie auch in Zukunft erfolgreich sein können.