Jahresrückblick 2014

Ist es hier nicht wirklich schön geworden? Zur Feier des Tages schaue ich nochmal zurück. Hier kommt ein kurzer Rückblick auf die Themen und Entdeckungen des vergangenen Jahres.
Abschluss: viel Schweiss, Nerven und ja, auch die eine oder andere Träne hat er gekostet. Umso glücklicher bin ich, dass das Studium nun endlich abgeschlossen ist. Und ehrlich gesagt auch mächtig stolz!
Bahnfahren: Hatte ich von Januar bis April reichlich wegen meines Praktikums in Nürnberg. Ich bin gerne Bahn gefahren und war, das sei an dieser Stelle gesagt, so gut wie immer pünktlich. Nicht so schön war hingegen die spontane Entführung meines Taxis morgens früh um 5 Uhr auf dem Weg zum Bahnhof. Aber auch das ist gut überstanden.
Camping: Zwei Wochen im Schlafsack im Zelt. Ich liebe es immer noch und bin so froh, dass wir das als Familie jetzt häufiger machen können. #RangerForever
Dunkle Haare: Diese Phase musste anscheinend noch aus den Teeniejahren nachgeholt werden, wo ich sie ausgelassen hatte. Ein paar Wochen dunkle Haare. Ich habe sehr gefeiert als sie wieder hell waren. Ich bin eindeutig und tief im Herzen einfach BLOND!
Emelie: Mein Bruder ist Papa geworden. Und ich Patentante. Was für ein Fest.
Feuer macht immer noch glücklich. Im Kamin, im Nerotal, bei lieben Freunden zum kockeln für die Kinder, und v.a. zum verbrennen der nun nicht mehr benötigten Uniunterlagen.
Generation Y: Für mich v.a. die Hoffnung, dass die Forderungen nach einer veränderten Arbeits- und Unternehmenskultur lauter werden, bis sie schließlich umgesetzt werden. Zum Wohl der Arbeitnehmer, der Unternehmen und nicht zuletzt der Kinder dieser Generation.
Halterung für Fernsehen: Mein Mann kam kurz vor Weihnachten mit einem riesen Falchbildschirm nach Hause. Der durfte bei uns nur einziehen, weil eine um 90 Grad schwenkbare Halterung an bisher nicht genutzter Wand angebracht wurde und er so nicht auffällt. #Verhandlungserfolg
Idar-Oberstein: Dort habe ich dieses Jahr einen ganz ungewöhnlichen Geburtstag gefeiert. Im kleinsten Kreis mit Besuch eines Kupferbergmuseums und stundenlangen Rutschpartien im Schwimmbad. Ein Edelsteinarmband gab es auch.
Jesus Feminist: Bestes Buch des Jahres für mich. Von Sarah Bessey. Endlich bringt jemand zusammen, was zusammen gehört.
Kabeltrommel: Der Abfall einer Baustelle hielt unseren neuen Couchtisch bereit. Die Rollen unten dran waren dann das kleinste Problem. Schön, dass es jetzt nicht mehr nur Ikea bei uns gibt.
Lachs mit Spekulatiuskruste, dazu Wurzelgemüse und sahniger Kartoffelstampf: Das war der Hauptgang meines Weihnachtsmenüs für meine Familie mit 14 Essern. Und es war vorher unsagbar spannend, ob das alles zusammen kommen wird, hat aber auch riesig Spaß gemacht.

Weihnachtsessen
Max Herre: Wunderschönes OpenAir Konzert im Sommer zum Start des gemeinsamen Urlaubs.
Nürnberg: Das Praktikum dort hat riesig Spaß gemacht, ich habe so viel gelernt. Und nein, die Pendelei war tatsächlich absolut unproblematisch.
Ordnungsamt: Ich habe meine erste Beschwerde beim Ordnungsamt per Email eingereicht. Über Tezenis, einem Billigunterwäscheladen, der an den Spiegeln in der Wiesbadener Filiale die jungen Mädels dazu aufgefordert hat, ihre „Outfits“ zu fotografieren und bei Instagram einzustellen. Sehr gefreut habe ich mich über den Anruf eines Mitarbeiters vom Ordnungsamt, dass sie dem nachgegangen sind, die Aufkleber haben entfernen lassen und das weiter im Auge behalten werden.
Prag: Ich wollte schon ewig dahin. Und war relativ enttäuscht. Wie kann man eine Sehenswürdigkeit, an der sich tausende Touristen jeden Tag vorbei bewegen, einfach den Spinnen überlassen?

Prag
Quatschliebhaberin: Meine Tochter. Ich hätte nicht gedacht, dass sie mich so herausfordern kann. Sie ist so witzig, anstrengend, ausgeglichen, fordernd, usw. Aber wir mögen uns. Sehr.
Reformteam: Habe seit April die große Ehre Teil eines solchen Teams in unserer Gemeinde zu sein. Lerne jedes Mal dazu, v.a., dass ich inzwischen mit Konflikten und Spannungen oft sehr gelassen und ausgleichend umgehen kann. Daran war vor einigen Jahren noch nicht zu denken gewesen.
Schweden: Was für ein wunderschönes Land. Ich habe mich sauwohl gefühlt und will unbedingt wiederkommen. Die Natur, Stockholm, der Stil, die Häuser und v.a. soviel Wasser. Traumhaft. Dass es im Sommer nicht so heiß ist wie in Südeuropa toppt das ganze nur.
Türkis: Ja, es muss immer noch TÜRKIS sein. Bei fast allen Neuanschaffungen ist es der automatische Griff zu dieser Farbe.

HandschuhePortemonaieTerminplaner
Ueberraschung: Mallorca-Urlaub. Was für ein wunderbares Geschenk meines himmlischen Papas. Eine Woche Zeit mit der besten Freundin zum shoppen, Sightseeing, Natur erkunden, am Strand liegen, lecker Paella essen, Perlen aussuchen. Ein unvergessliches Highlight dieses Jahres.

Mallorca1Mallorca2Mallorca3
Veränderungen: Sofina kam in den Kindergarten, Benico in die zweite Klasse, ich habe meinen Abschluss gemacht. Diese Änderungen waren absehbar. Ich vermute, dieses Jahr werden die Veränderungen uns auch mal überraschen und bin sehr gespannt.
Weisheitszähne: Die Entfernung derselbigen haben mich im Dezember jede Menge Kraft und Nerven und gute zwei Wochen Genesung gekostet. Das war nicht eingeplant und sauanstrengend. Die gute Nachricht: Jetzt sind sie alle raus.
X
Yoga und Meditieren: Wer hätte gedacht, dass ich daran Spaß habe und es mir so gut tut?
Zimtschnecken: habe ich einige im vergangenen Jahr gebacken und gestern gelernt, dass ich sie leider noch nicht im Schlaf kann. Ich wusste nicht, dass man an der Teigzubereitung für Zimtschnecken scheitern kann. Bin aber zuversichtlich, dass sie mir auch dieses Jahr nochmal gelingen werden.

 

Diese Frage bleibt noch: Bin gerade wieder einmal dabei, meine Ernährung unter die Lupe zu nehmen. Weil es mir mit weniger Kohlenhydraten und mehr Eiweiß soviel besser geht. Dafür brauche ich gute, schnelle, einfache Rezepte, die man für den Rest der Familie mit Kohlenhydraten ergänzen kann. Gerade ist etwas mehr Zeit übrig, so dass ich mich intensiver mit dem Thema auseinandersetzen kann. Welche Veränderung wartet gerade darauf von Dir angegangen zu werden?

„Wir atmen uns da durch“

„Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance.“ (Victor Hugo)

Mit allen drei hier beschriebenen Personengruppen kann ich mich im Moment hervorragend identifizieren. In meiner und unserer Zukunft als Familie ist im Moment unfassbar viel Bewegung drin. Das äußert sich am allerwenigsten im gelebten Alltag sondern v.a. in den höchst unterschiedlichen Optionen die in den letzten Wochen in Gedanken durchgespielt wurden. Und es betrifft die ganz nahe Zukunft. Mit dem Bestehen meiner mündlichen Prüfung und dem damit verbundenen Studienabschluss sind weitere Optionen dazu gekommen. Wir leben gerade mit soviel Spannung im Hirn, dass mich das Nachdenken darüber alleine schon müde macht. An vielen Stellen habe ich das Gefühl, ich kann nur abwarten und kaum einen aktiven Beitrag zur Klärung beitragen. So sind mir im Sinne des Zitates von Hugo Gefühle sowohl von Schwachheit und Furcht aber auch Mut gerade sehr vertraut und ich erlebe alles im schönen kurzweiligen Wechsel miteinander. Wenn ich gefragt werde, wie wir das gerade aushalten, sage ich immer: „Wir atmen uns da durch.“ Weil es das einzige ist, was man in solchen Situationen machen kann und weil es gleichzeitig so unfassbar effektiv ist.

Spätestens mit dem Kennenlernen, Einüben und Einsetzen von Atemübungen vor und während der Geburt unserer Tochter bin ich völlig begeistert von dieser Form der bewussten Entspannung. Es hat mich begeistert, zu spüren, wie durch richtiges atmen Schmerzen besser zu ertragen sind und das Baby mit Sauerstoff versorgt werden kann. Wie sich letzte Woche auf dem Crosstrainer mit tiefer bewusster Atmung der Puls sofort abgesenkt hat. Wie richtiges Atmen im Stehen in einer „Powerhaltung“ vor der mündlichen Prüfung zur Konzentration und positiven Einstellung beitragen konnte. (wenn nicht bekannt siehe dazu folgenden TedTalk)

Nicht zuletzt beginnen auch mit bewusster Atmung die Achtsamkeitsmediationen von headspace, einer über eine App ganz wunderbar leicht in den Alltag zu integrierenden Übung, die ich inzwischen sehr schätze.

Insofern spielt bewusstes atmen tatsächlich eine große Rolle darin, diese aktuelle Spannung auszuhalten und gut zu gestalten. Dazu gehört auch, sich immer wieder bewusst zu machen, dass alleine diese Situation auszuhalten schon enorm viel Kraft kostet (mein Mittagsschlafbedürfnis ist enorm erhöht) und entsprechend gut für mich zu sorgen.Das beinhaltet z.B.:

  1. Ich mache mir bewusst, dass diese Situation in erster Linie v.a. ganz viele Möglichkeiten und eher überschaubare Risiken enthält.
  2. Ich entscheide so bewusst wie möglich, was im Moment möglich und strategisch sinnvoll ist. Die anderen Dinge müssen warten.
  3. Ich versuche immer wieder neu, jeden Tag mit seinen schönen Seiten zu genießen: Die Zeit mit den Kindern; die Freiheiten, die ich gerade habe; neue Nichten und Neffen begrüßen; Ordnung an Orte in unserer Wohnung bringen, die schon länger darauf warten; Plätzchen backen mit der Großfamilie am gestrigen Nachmittag.
  4. Ich nehme Möglichkeiten wahr (z.B. zu ein paar kostenlosen Stunden Coachingweiterbildung) und gehe die Dinge, die umgesetzt werden können aktiv an. Das beinhaltet auch so klar und eindeutig wie möglich zu analysieren und zu kommunizieren. Das trägt sehr zu dem Gefühl bei, der Gesamtsituation nicht machtlos ausgeliefert zu sein.

Es ist schön zu wissen, dass diese Phase nicht unendlich lange anhalten wird und dass erste Klärungen am Horizont sichtbar werden.

In diesem Sinne atme ich und wir als Paar weiter und sind (meistens) freudig gespannt.

Wo atmet ihr euch gerade durch?

 

Die letzte Zeile der ersten Fussnote im ersten Absatz

Ich hatte es schon länger geahnt, inzwischen ist es Gewissheit: Zu jeder größeren wissenschaftlichen Arbeit gehört auch eine Druck-Geschichte. Meine geht so: Die letzte Zeile der ersten Fussnote in meinem ersten Absatz hat schon im Worddokument die ganze Zeit gesponnen und ist einfach immer wieder verschwunden. Nein, die Fussnote wurde nicht einfach geteilt, die Zeile war einfach nicht zu sehen. Diverse Male hatte ich es getestet: im PDF war sie immer vorhanden. Letzte Woche Montag früh, als dann endlich alle 38 Tabellen incl. Über- und Unterschriften am richtigen Ort waren, habe ich noch einen Probedruck gemacht. Auch hier war die Fusszeile sowohl im pdf als auch im Ausdruck vorhanden. Nach einigen Änderungen auf anderen Seiten habe ich dann erneut ein pdf abgespeichert und bin dann glücklich und zufrieden zum Copyshop gepilgert. Hier habe ich mich für ein Softcover entschieden, mich über einen günstigeren Preis als eingeplant gefreut und mir dann im Anschluss noch eine Massage verpassen lassen.

Als ich dann im Auto noch einmal durch die drei Exemplare durchgeblättert habe, ist mir das Herz fast stehen geblieben: Die letzte Zeile der ersten Fussnote im ersten Absatz war nicht da. Unglaublich. Wie man das wohl retten könnte? Könnte man so etwas überkleben? Mit Hand dazuschreiben? Weiter hinten hätte ich damit leben können, aber nicht an dieser prominenten Stelle. Irgendwann wusste ich, dass ich mich in Zukunft immer ärgern würde, wenn ich das so abgeben würde, so dass ich tatsächlich bereit war, noch einmal über 80 Euro in die Hand zu nehmen, um einen neuen Druck und v.a. eine erneute Bindung machen zu lassen.

Am nächsten Tag hatte ich den kurzen Gedanken die drei gedruckten Exemplare mit in den Shop zu nehmen. Vielleicht könnten sie noch irgendetwas retten, was ich für ziemlich unmöglich hielt. Die erste Mitarbeiterin machte mir keine großen Hoffnungen. Ihr Mann sah das jedoch ganz anders: Sie würden den Leim warm machen, die Seite jeweils austauschen und den Leim dann wieder abkühlen lassen. Ich habe mich gefreut wie Olle. Für einen Minibeitrag in die Kaffeetasse war meine Arbeit gerettet. Ihr lieben Wiesbadener: Die Druckerei Lang kann ich nur wärmstens empfehlen.

Inzwischen ist die Arbeit abgegeben und ich versuche nun einen eleganten Spagat zwischen „Entspannen/Auftanken“ und „liegengebliebenen Krusch wegarbeiten“ aufs Parkett zu legen. Das ist eine Herausforderung für sich. Aber immerhin saß ich heute zwei Stunden in der Sonne im Park (zehn Minuten davon stand ich ehrlich gesagt in einem Bach und habe mich vom eiskalten Wasser erfrischen lassen).

Learning the Unforced Rhythms of Grace

Die erste Hälfte des Jahres geht langsam zu Ende. It has been wild.

Die ersten vier Monate habe ich ein Vollzeitpraktikum gemacht. 40 Stunden die Woche gearbeitet, 2 Tage davon in Nürnberg. Danach habe ich versucht, innerhalb von sechs Wochen meine Magisterarbeit zu Ende zu bringen. Das hat nicht ganz gepasst und wird noch einen Moment brauchen. Ich versuche, Luft zu holen und Kraft zu sammeln für die nächste Runde.

Ein Gebet, dass mich die letzten Wochen immer wieder beschäftigt hat: Deine Gnade genügt für diesen Tag. Gestern bin ich extra auf einen Berg gestiegen (wie schön, wenn der direkt vor der Tür liegt…), um ein bißchen davon zu schnuppern und zu fühlen.

Und jetzt habe ich das hier gefunden. Einfach wunderschön und so wahr.

Prolo-Mami

Habe gerade mit dem Prüfungsamt wegen einer Verlängerung der Abgabefrist meiner Abschlussarbeit telefoniert. Das ist kein Problem. Kann gemacht werden, bis die Kinder 18 sind. Ja, super, dann kann ich hier auch noch die kleine Anekdote von gestern posten.

War mit der Süßen zur Nachkontrolle bei der Kinderärztin. Das Wartezimmer voll und stickig und alle Eltern und Kinder schlecht gelaunt. Bis auf meine Tochter. Die war nämlich wieder gesund und hat sich zufrieden mit der Spielküche beschäftigt und als wir nach zehn Minuten schon wieder gehen konnte keine Lust zum selbigen. Trotzdem stellt sie brav den Spielkorb in den Schrank zurück und läuft in Richtung Ausgang. Dabei kickt sie zweimal gegen einen am Boden liegenden Duplostein. So etwas kann ich gar nicht leiden, also die automatische Mamareaktion in klarem Tonfall und gut zu hörender Lautstärke: „Sofina, hebst Du den Stein bitte auf, anstatt dagegen zu treten?“. Und der nächste Gedanke: „Oh Mist, das hätte ich mal lieber leise gesagt, jetzt muss ich das hier vor dem versammelten Wartezimmer durchziehen und habe keine Chance, abzubiegen…“ Und spüre genau, alle Elternaugen sind interessiert, was das jetzt für einen Ausgang nehmen wird. Sofina lehnt sich natürlich gespannt an die Wand und schaut mich aus ebenso herausfordernden wie belustigten Augen an. Was sind meine Möglichkeiten? Plauderton… Und Essen… Also, verbreite ich Alles-Ist-Ganz-Wunderbar-Entspannt-Unterhaltungs-Atmosphäre: „Komm, Sofina, Du hast bestimmt auch Hunger, heb den Stein schnell auf, dann gehen wir uns etwas leckeres zu essen holen.“ Tür aufgemacht: ich-bin-schon-auf-dem-Absprung-und-der-Stein-ist-schon-fast-vergessen-Haltung. Und??? Töff Tööö. Sofina löst sich von der Wand, hebt den Stein auf, legt ihn auf einen Stuhl und nach einem kleinen Hinweis sogar auch auf den Tisch, damit sich keiner aus Versehen drauf setzt. Ich muss meinen Triumph natürlich auskosten: „Auf Wiedersehen, schönen Tag noch.“ Und spüre beim rausgehen diverse neidvolle und bewundernde Augenpaare auf mir ruhen. Ich bin definitiv die Heldin des Tages. Für diese eine Minute.

Es ist 1:48 Uhr

Mein Leben fühlt sich gerade picke-packe-vollgepackt an. Ich liebe es. Meistens. Manchmal auch gar nicht (wie am letzten Wochenende. Sprecht meinen Mann lieber nicht drauf an..)

Zu meiner eigenen Belustigung hier eine Liste der Aktivitäten des gestrigen Tages:

  • Aufgestanden!
  • Die Süße in eine Decke gepackt und auf ihren Hocker im Bad mit ein paar Pixibüchern gesetzt, um dann selbst zu duschen (sie ist natürlich zwischendrin aufgestanden und hat die Tür offen stehen lassen)
  • Einen weiteren morgendlichen Zwischenfall zu den Themen Kakao, Milch, Milchschaum, Paul und Löffel durchgestanden (dieses eine Mal bin ich gelassen geblieben, obwohl ich noch keinen Kaffee hatte)
  • Die plötzliche Halsschmerzattacke des Großen moderiert und für schulfähig befunden (verdächtig war: er hat viel länger geschlafen als sonst)
  • Tatsächlich geschafft, mir einen Salat zum Mittagessen vorzubereiten
  • Eine riesen Tasche für den Tag gepackt: Bücher für die Bücherei, Wickelzeug, Laptop und Trinkflasche für mich, Zeitungsständer für meine ganzen Texte, Karte für die Packstation, Proviant für die Kinder und die dringend benötigte umzugsfähige (oder umziehungsfähigen) Puppe (das andere Mädchen hatte eine solche Puppe und der Stoffhund der Tagesmutter hat gestern seinen Job nicht gut gemacht, weil Fell enttäuschenderweise fest vernäht)
  • Auf dem Weg zur Tagesmutter bei der Packstation vorbeigefahren. Die neue Bluetooth-Maus ersetzt die alte Kabelmaus, bei der inzwischen die Drähte zu sehen waren.
  • Ein weiterer Anlauf, mein SPSS Problem in den Griff zu bekommen: der Uni eine Mail geschrieben mit sofortiger Antwort, dass ich mich natürlich über eine Remoteverbindung einloggen könnte. Programm runtergeladen. Verbindung konnte trotzdem nicht hergestellt werden. Liegt es am MacBook? An der Verbindung? Ich zehn Tagen muss die Auswertung stehen…
  • Zwischendrin Zeit vergeudet mit dem Versuch, ein paar notwendige Dinge bei Amazon zu bestellen (um mir die vielen Wege in der Stadt zu sparen). Am Ende 5 Bestellungen von 5 Lieferanten im Warekorb, ich hätte also 5x Lieferung bezahlen müssen. Das macht dann ja auch keinen Sinn! (In der Auswahl war eine heiß ersehnte „Ich versteck mich jetzt Mütze“, die ich mir so sehnlich wünsche in dieser wilden Zeit.)
  • Dann schnell die Kinder holen, damit wir noch in die Bibliotek können. Statt eines Kinderwagens habe ich heute morgen das Laufrad für die Süße mitgenommen. Ich war sehr nervös, wieviele Leute morgen schimpfend der Kollegin den blauen Fleck von einem unfähigen Mädchen auf zwei Rädern zeigen würden, aber das ging erstaunlich gut. Es gab nur ein paar eingeschüchterte Ausweichler.
  • In der Bücherei ist dem Sohn auf einmal übel. Wir schaffen es noch, ein kleines Abendessen einzukaufen und beim aussteigen vor unserem Haus kommt es dann hoch, das Mittagessen.
  • Wir versammeln uns auf der Couch mit Wärmflasche, Decke, Checker Can, Reiswaffeln
  • Drei Telefonate, um den Tag morgen zu organisieren, eine Email um den Coachingtermin für den Abend abzusagen.
  • Am Ende lachen wir alle herzlich über diese Videos. (v.a. der Clip ab Min 4:45)
  • Ich stelle fest, dass meine Kinder ein Buch in der Bibliothek einfach in die riesen Tasche geschmissen haben, ohne dass wir es ausgeliehen haben.
  • Der Große will unbedingt neben mir einschlafen, nachdem er sich direkt vor dem Schlafen zum zweiten Mal übergeben hat. Ganz groß und erfahren alleine in die Mitte der Toilette bei geöffnetem Deckel. Ich bin stolz auf ihn.
  • Ich schlafe sofort auch ein und wache auf, als der Lieblingsmann um Mitternacht vom Businesstrip nach Hause kommt. Dann bin ich wach und suche auf Audible nach neuen Hörbüchern.
  • Am Ende ist meine Auswahl: Walter Isaacson: Steve Jobs. Die autorisierte Biographie/Roger Willemsen: Die Enden der Welt/ Cordula Startmann: Danke für meine Aufmerksamkeit

Mit Stratmann fange ich jetzt an. Gute Nacht!

 

Bestes Campingplatzfeeling nur ohne Übernachtung: Lufti in Wiesbaden

Endlich ein Familientag und wir hatten keine Ahnung, wie wir ihn am schönsten gestalten könnten. Also haben wir einen Reiseführer für Kinder für die Region Wiesbaden gewälzt und sind auf das ominöse „Freizeitgelände Unter den Eichen“ gestossen, ca drei Minuten Fahrtzeit von uns entfernt. Wie kann das denn sein? Die Neugierde hat uns hingetrieben.

Freibad ohne große Becken, Spielplatz ohne den sonst üblichen Hochbetrieb, Tischtennisplatten und Badmintonplätze mit vorhandenen und funktionstüchtigen Netzen, Kneippbecken und weiße Plastikstühle, Eis am Stil und Pommes rot-weiß. Man fühlt sich wie in einem 60er Jahre Urlaubsfilm und unpassend weil viel zu modern gekleidet.

Wir kommen wieder. Schon ganz bald.

Ansonsten die alte Laier: Immer noch nicht alle gesund, immer noch nicht fit. Gestern habe ich die Flucht nach vorne angetreten und eine Andacht zum Versagen mitgestaltet. Eigene Anschauungsbeispiele aus dieser Woche gab es ja genug. Wie genial, dass mein Gott in meinem „Nicht-Hinbekommen“ trotzdem Beziehung mit mir haben möchte und mit meinem „Nicht- Funktionieren“ soviel besser umgehen kann als ich selbst.

Lufti

 

So was ähnliches wie Urlaub

Eigentlich habe ich gerade einen wirklich wohl verdienten Urlaub und hatte auf gut gelaunte Kinder und schönes Wetter gehofft. Richtige Erholung wäre ein Traum und dringend notwendig gewesen. Stattdessen hüte ich kranke Kinder (Magen-Darm und Erkältung) und habe bisher v.a. versucht, jede freie Minute zum schlafen zu nutzen. Ganz langsam spühre ich die Lebensgeister wieder erwachen.

Außerdem freue ich mich:

  • An den wunderschönen bunten Frühlingsboten auf meinen Balkonen und dass sie in dem ganzen Trubel der letzten Wochen dort hingefunden und sich schon gut eingelebt haben.
  • An der Freundin, die mich gestern sehr deutlich und klar unterbrochen hat, als ich auf mich geschimpft habe, weil ich eine schlechte Mama von kranken Kindern sei. Ich darf gestresst sein, aber nicht so mit mir selbst umgehen. Recht hat sie. Und was für ein Geschenk, dass sie zu meinem Leben gehört!
  • An dem Buch einer Stay-At-Home-Mum, die die Gebete der Benedektiner für sich entdeckt, weil der Lebensrhythmus eines Mönchs mit dem eigenen in vielen Punkten vergleichbar sei. Ok, das gilt aktuell nun gar nicht für mich. Dafür spricht mich ein Zitat wie das Folgende gerade um so mehr an (nur schon weil es nach Ordnung und Ruhe klingt):

There must be time to work, time to study, and time to pray. There must be time to pray in solitude and time to pray with others. There must be time to be alone and time to be in community. There is a daily, weekly, yearly pattern of life in the monastery. Life is inextricably bound up in the alternation of day and night, of the changing seasons, of the ebb and flow of the seasons, of the changing shape of the litugical year. -Ester de Waal

  • An jeder Kleinigkeit, die ich gerade geordnet bekomme (z.B. den Spiegelschrank im Badezimmer) und den vier Maschinenladungen, die ich heute nach der Brechattacke des Sohnemannes in der vergangenen Nacht fertig bekommen habe (der große Held hat 1,5 Stunden das Kinderzimmer geputzt – ja, für diese Situation ist ein Hochbett eine ganz bescheidene Ausgangshöhe).

Frühlingsboten

Alte Fragen in neuer Welt: Social Media Monitoring

Eigentlich beschäftige ich mich ja gerade v.a. mit der Frage, ob denn nun weibliche Führungskräfte keine Kinder wollen oder keine Kinder bekommen, weil es nicht genug Betreuungsplätze gibt. Die letzten zwei Tage waren die große Ausnahmen.

Ich hatte die wunderbare Möglichkeit, an einem Grundlagenseminar „Social Media Monitoring“ und der Konferenz „Social Media Monitoring Forum“ teilzunehmen. In Kürze noch ein wenig mehr zu dem Warum.

Da ich ein absoluter Neuling im Bereich Social Media Monitoring bin, war die Spannung natürlich groß, wie sich dieses Thema präsentieren würde und was die aktuellen Herausforderungen sind. Ein paar Beobachtungen der letzten zwei Tage: Continue Reading →

Die Rolle der Frau in der Gesellschaft vor dem Hintergrund meines Glaubens

Vor kurzem bin ich gefragt worden, ob ich zwei Fragen zu der Rolle der Frau in der Gesellschaft aus biblischer Sicht beantworten könnte. Ja, das konnte ich mir vorstellen. Bestimmt nicht, weil ich so eine tolle theologische Ausbildung und begründete Meinung habe oder meine, alles zu wissen. Ganz im Gegenteil. Das ganze ist Stückwerk und sehr soziologisch geprägt (mein Studium lässt grüßen). Und eine biblische Sicht umfassend darzustellen würde ich spätestens seit „A year of biblical womenhood“ nicht mehr für mich beanspruchen. Aber es gab mir die Gelegenheit, ein paar Gedanken, die mich schon eine Weile bewegen, festzuhalten. Den Begriff „herrschen“ benutze ich v.a. weil er in der Bibel an der entscheidenden Stelle steht. Er bedeutet für mich das gleiche wie dienen oder Verantwortung übernehmen. Hier nun die erste Frage und Antwort. Continue Reading →