Prolo-Mami

Habe gerade mit dem Prüfungsamt wegen einer Verlängerung der Abgabefrist meiner Abschlussarbeit telefoniert. Das ist kein Problem. Kann gemacht werden, bis die Kinder 18 sind. Ja, super, dann kann ich hier auch noch die kleine Anekdote von gestern posten.

War mit der Süßen zur Nachkontrolle bei der Kinderärztin. Das Wartezimmer voll und stickig und alle Eltern und Kinder schlecht gelaunt. Bis auf meine Tochter. Die war nämlich wieder gesund und hat sich zufrieden mit der Spielküche beschäftigt und als wir nach zehn Minuten schon wieder gehen konnte keine Lust zum selbigen. Trotzdem stellt sie brav den Spielkorb in den Schrank zurück und läuft in Richtung Ausgang. Dabei kickt sie zweimal gegen einen am Boden liegenden Duplostein. So etwas kann ich gar nicht leiden, also die automatische Mamareaktion in klarem Tonfall und gut zu hörender Lautstärke: „Sofina, hebst Du den Stein bitte auf, anstatt dagegen zu treten?“. Und der nächste Gedanke: „Oh Mist, das hätte ich mal lieber leise gesagt, jetzt muss ich das hier vor dem versammelten Wartezimmer durchziehen und habe keine Chance, abzubiegen…“ Und spüre genau, alle Elternaugen sind interessiert, was das jetzt für einen Ausgang nehmen wird. Sofina lehnt sich natürlich gespannt an die Wand und schaut mich aus ebenso herausfordernden wie belustigten Augen an. Was sind meine Möglichkeiten? Plauderton… Und Essen… Also, verbreite ich Alles-Ist-Ganz-Wunderbar-Entspannt-Unterhaltungs-Atmosphäre: „Komm, Sofina, Du hast bestimmt auch Hunger, heb den Stein schnell auf, dann gehen wir uns etwas leckeres zu essen holen.“ Tür aufgemacht: ich-bin-schon-auf-dem-Absprung-und-der-Stein-ist-schon-fast-vergessen-Haltung. Und??? Töff Tööö. Sofina löst sich von der Wand, hebt den Stein auf, legt ihn auf einen Stuhl und nach einem kleinen Hinweis sogar auch auf den Tisch, damit sich keiner aus Versehen drauf setzt. Ich muss meinen Triumph natürlich auskosten: „Auf Wiedersehen, schönen Tag noch.“ Und spüre beim rausgehen diverse neidvolle und bewundernde Augenpaare auf mir ruhen. Ich bin definitiv die Heldin des Tages. Für diese eine Minute.

Es ist 1:48 Uhr

Mein Leben fühlt sich gerade picke-packe-vollgepackt an. Ich liebe es. Meistens. Manchmal auch gar nicht (wie am letzten Wochenende. Sprecht meinen Mann lieber nicht drauf an..)

Zu meiner eigenen Belustigung hier eine Liste der Aktivitäten des gestrigen Tages:

  • Aufgestanden!
  • Die Süße in eine Decke gepackt und auf ihren Hocker im Bad mit ein paar Pixibüchern gesetzt, um dann selbst zu duschen (sie ist natürlich zwischendrin aufgestanden und hat die Tür offen stehen lassen)
  • Einen weiteren morgendlichen Zwischenfall zu den Themen Kakao, Milch, Milchschaum, Paul und Löffel durchgestanden (dieses eine Mal bin ich gelassen geblieben, obwohl ich noch keinen Kaffee hatte)
  • Die plötzliche Halsschmerzattacke des Großen moderiert und für schulfähig befunden (verdächtig war: er hat viel länger geschlafen als sonst)
  • Tatsächlich geschafft, mir einen Salat zum Mittagessen vorzubereiten
  • Eine riesen Tasche für den Tag gepackt: Bücher für die Bücherei, Wickelzeug, Laptop und Trinkflasche für mich, Zeitungsständer für meine ganzen Texte, Karte für die Packstation, Proviant für die Kinder und die dringend benötigte umzugsfähige (oder umziehungsfähigen) Puppe (das andere Mädchen hatte eine solche Puppe und der Stoffhund der Tagesmutter hat gestern seinen Job nicht gut gemacht, weil Fell enttäuschenderweise fest vernäht)
  • Auf dem Weg zur Tagesmutter bei der Packstation vorbeigefahren. Die neue Bluetooth-Maus ersetzt die alte Kabelmaus, bei der inzwischen die Drähte zu sehen waren.
  • Ein weiterer Anlauf, mein SPSS Problem in den Griff zu bekommen: der Uni eine Mail geschrieben mit sofortiger Antwort, dass ich mich natürlich über eine Remoteverbindung einloggen könnte. Programm runtergeladen. Verbindung konnte trotzdem nicht hergestellt werden. Liegt es am MacBook? An der Verbindung? Ich zehn Tagen muss die Auswertung stehen…
  • Zwischendrin Zeit vergeudet mit dem Versuch, ein paar notwendige Dinge bei Amazon zu bestellen (um mir die vielen Wege in der Stadt zu sparen). Am Ende 5 Bestellungen von 5 Lieferanten im Warekorb, ich hätte also 5x Lieferung bezahlen müssen. Das macht dann ja auch keinen Sinn! (In der Auswahl war eine heiß ersehnte „Ich versteck mich jetzt Mütze“, die ich mir so sehnlich wünsche in dieser wilden Zeit.)
  • Dann schnell die Kinder holen, damit wir noch in die Bibliotek können. Statt eines Kinderwagens habe ich heute morgen das Laufrad für die Süße mitgenommen. Ich war sehr nervös, wieviele Leute morgen schimpfend der Kollegin den blauen Fleck von einem unfähigen Mädchen auf zwei Rädern zeigen würden, aber das ging erstaunlich gut. Es gab nur ein paar eingeschüchterte Ausweichler.
  • In der Bücherei ist dem Sohn auf einmal übel. Wir schaffen es noch, ein kleines Abendessen einzukaufen und beim aussteigen vor unserem Haus kommt es dann hoch, das Mittagessen.
  • Wir versammeln uns auf der Couch mit Wärmflasche, Decke, Checker Can, Reiswaffeln
  • Drei Telefonate, um den Tag morgen zu organisieren, eine Email um den Coachingtermin für den Abend abzusagen.
  • Am Ende lachen wir alle herzlich über diese Videos. (v.a. der Clip ab Min 4:45)
  • Ich stelle fest, dass meine Kinder ein Buch in der Bibliothek einfach in die riesen Tasche geschmissen haben, ohne dass wir es ausgeliehen haben.
  • Der Große will unbedingt neben mir einschlafen, nachdem er sich direkt vor dem Schlafen zum zweiten Mal übergeben hat. Ganz groß und erfahren alleine in die Mitte der Toilette bei geöffnetem Deckel. Ich bin stolz auf ihn.
  • Ich schlafe sofort auch ein und wache auf, als der Lieblingsmann um Mitternacht vom Businesstrip nach Hause kommt. Dann bin ich wach und suche auf Audible nach neuen Hörbüchern.
  • Am Ende ist meine Auswahl: Walter Isaacson: Steve Jobs. Die autorisierte Biographie/Roger Willemsen: Die Enden der Welt/ Cordula Startmann: Danke für meine Aufmerksamkeit

Mit Stratmann fange ich jetzt an. Gute Nacht!

 

So was ähnliches wie Urlaub

Eigentlich habe ich gerade einen wirklich wohl verdienten Urlaub und hatte auf gut gelaunte Kinder und schönes Wetter gehofft. Richtige Erholung wäre ein Traum und dringend notwendig gewesen. Stattdessen hüte ich kranke Kinder (Magen-Darm und Erkältung) und habe bisher v.a. versucht, jede freie Minute zum schlafen zu nutzen. Ganz langsam spühre ich die Lebensgeister wieder erwachen.

Außerdem freue ich mich:

  • An den wunderschönen bunten Frühlingsboten auf meinen Balkonen und dass sie in dem ganzen Trubel der letzten Wochen dort hingefunden und sich schon gut eingelebt haben.
  • An der Freundin, die mich gestern sehr deutlich und klar unterbrochen hat, als ich auf mich geschimpft habe, weil ich eine schlechte Mama von kranken Kindern sei. Ich darf gestresst sein, aber nicht so mit mir selbst umgehen. Recht hat sie. Und was für ein Geschenk, dass sie zu meinem Leben gehört!
  • An dem Buch einer Stay-At-Home-Mum, die die Gebete der Benedektiner für sich entdeckt, weil der Lebensrhythmus eines Mönchs mit dem eigenen in vielen Punkten vergleichbar sei. Ok, das gilt aktuell nun gar nicht für mich. Dafür spricht mich ein Zitat wie das Folgende gerade um so mehr an (nur schon weil es nach Ordnung und Ruhe klingt):

There must be time to work, time to study, and time to pray. There must be time to pray in solitude and time to pray with others. There must be time to be alone and time to be in community. There is a daily, weekly, yearly pattern of life in the monastery. Life is inextricably bound up in the alternation of day and night, of the changing seasons, of the ebb and flow of the seasons, of the changing shape of the litugical year. -Ester de Waal

  • An jeder Kleinigkeit, die ich gerade geordnet bekomme (z.B. den Spiegelschrank im Badezimmer) und den vier Maschinenladungen, die ich heute nach der Brechattacke des Sohnemannes in der vergangenen Nacht fertig bekommen habe (der große Held hat 1,5 Stunden das Kinderzimmer geputzt – ja, für diese Situation ist ein Hochbett eine ganz bescheidene Ausgangshöhe).

Frühlingsboten

„biblical womenhood“ und ein Tagesplan

Rachel Held Evans hat mit ihrem Selbstversuch und dem daraus entstandenen Buch „A year of Biblical Womenhood“ im letzten Jahr eine rege Diskussion angeschoben. Nachdem ich auf facebook erzählt hatte, dass ich das Buch lese, gab es immer mal wieder nachfragen, wie es denn nun war und was ich denke. Hier nun eine kleine Rezension:

Rachel Held Evans geht mit ihrem Projekt dem Slogan „biblical womanhood“ auf den Grund, der die Rollenvorstellungen und -vorgaben für amerikanische evangelikale Frauen beschreibt. Dabei arbeitet sie zum einen theoretisch: Die Bibel selbst hat sie intensiv studiert, dazu unzählige Kommentare gelesen, Frauen aus unterschiedlichsten religiösen Hintergründen befragt. Genauer hat sie sich natürlich auch mit den den Vertretern der „biblical womenhood“-Bewegung auseinandergesetzt. Das Projekt selbst hatte dann zwei praktische Richtungen:

1) Die biblischen Aufforderungen an Frauen möglichst wörtlich umzusetzen, um deutlich zu machen, dass wir alle immer nur Teile der Bibel aufgreifen und umsetzen und bei andere Teilen entscheiden, dass sie nicht (mehr) umsetzungswürdig sind. (zB das Bedecken des Hauptes zum Gebet)

2) Überlegen, welchen Sinn die biblischen Aufforderungen auch heute noch für uns Frauen machen können und hier nach einer praktischen Umsetzung suchen.

Kurze Erklärung vorab: Ich habe mich selbst selten in einer Situation gesehen, in der mich Männer bevormundet haben, ich Positionen aufgrund meines Geschlechts nicht erreichen konnte oder gar zum schweigen in der Gemeinde aufgefordert gewesen wäre. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Die Männer in meiner Welt haben mich vor allem unterstützt, gesegnet, herausgefordert. Insofern sind mir viele der aufgeführten Diskussionspunkte aus eigener Erfahrung fremd.

Natürlich ist aber die Rollendiskussion und die „biblischen“ Positionen, die manche Gemeinde (oder Einzelperson) auch hier in Deutschland einnimmt, ein durchaus relevantes Thema für mich. Trotzdem bin ich durchaus erstaunt über eine Debbie Pearl in Amerika, die noch 2004 ein Buch herausbringt mit der These: Die einzige Aufgabe der Frau ist es, ihren Mann zu unterstützen. Oder über John Piper, der versucht, eine Orientierung zu geben, was die Unterordnung der Frau unter den Mann heute bedeutet. Dabei lässt er die Stadtplanerin, die zwar den Verkehr plant (und so Männer indirekt führt), hier aber nicht direkte Führungskraft ist, gewähren.  Die weibliche Schiedsrichterin, die ein Fussballspiel von Männern pfeift verstößt aber ganz klar gegen das Wort Gottes. Die Thesen des „Council on Biblical Manhood & Womenhood“ wie Evans sie beschreibt lösten bei mir nur Kopfschütteln und große Fragezeichen aus. Gleichzeitig freue ich mich um so mehr über meinen Mann, die eigene Familie, die eigene Gemeinde.

Unterhaltsam sind die Beschreibungen der praktischen Umsetzungen des Projekts: Wie sie ein Probebaby versorgt (Thema „Fruchtbarkeit“) und sich durch ein Martha Stewart Rezeptebuch kocht (Thema „Häuslichkeit“ hat etwas von einer Comedyshow. Ihr wunderbarer selbstironischer Humor hat mich für manche Situation in meinem Alltag inspiriert (auch heute… aber dazu kommen wir gleich).

Die eigentlichen Highlights sind aber definitiv ihre eigenen tieferen Auseinandersetzungen mit der Bibel: Warum kann heute „schweigen“ für mich als Frau etwas gutes, hilfreiches sein (nicht nur in der Gemeinde)? Wie kann ich mich heute für die Armen und gegen Ungerechtigkeit einsetzen? Wie können wir mit den „dunklen Frauengeschichten“ in der Bibel umgehen; die Frauen, die umgebracht oder vergewaltigt wurden? Wie werden die Aussagen bezüglich Frauen eigentlich von Juden interpretiert und ausgelebt? Hier hat mich das Buch mit zahlreichen neuen Sichtweisen beschenkt, die mich auch jetzt noch begleiten (ich habe es vor ca. einem Jahr gelesen).

Und das allerbeste: Das Buch macht total Lust, die Bibel selbst zu lesen und zu forschen; selbst zu den Fragen zu reflektieren.

In diesem Monat ist ein StudyGuide zum Buch erschienen, den man kostenlos herunterladen kann.

Wer also den Nerv hat, die anstrengenden Meinungen der biblical womenhood-Bewegung mit ausreichend persönlichem Abstand durchzustehen, hat die Chance auf ein erstaunlich tiefgründiges und weiterführendes Buch zu der Frage, was die Bibel uns Frauen denn tatsächlich heute sagen kann.

Und um kurz den Hintergrund dieses Blogposts zu beschreiben:

Der ursprüngliche Plan für heute war: Fitnesstudio, mit Sohnemann Zimmer aufräumen, Sohnemann plus Freund plus Tochterfrau nachmittags betreuen.

Weil Sohnemann heute morgen plötzlich krank war, gab es einen neuen Tagesplan: Ehemann verschiebt Termin, damit ich einen Lack umtauschen kann, den ich am Montag mit halbkranker Tochterfrau falsch gekauft habe (richtige Farbe, aber glänzend statt matt). Mit Lack wird dann in Rufnähe zu krankem Sohnemann ein Regal gestrichen.

Als der Lack umgetauscht, der Mann glücklich auf der Arbeit, alles aufgebaut und vorbereitet ist, stelle ich fest, dass ich nun matten Lack, dafür aber die falsche Farbe habe.

Dritter Tagesplan: zähneknischen, Füße stampfen, schimpfen. Danach ein paar andere Ziele abarbeiten, zu denen auch dieser Post gehörte…

Mal ehrlich: Was bleibt mir anderes übrig, als mich selbst nicht zu ernst zu nehmen.

eigentlich sollte ich gerade in Stuttgart sein…

aber mein Mann musste ja mal wieder Fussballspielen gehen. Und wie es sich laut unseres Sohnes für ein richtiges Spiel gehört, gab es auch eine Verletzung gestern Abend. Wegen Schmerzen im Knie, die so heftig waren, das Flo übel geworden und er angefangen hat zu zittern, ist er letzte Nacht dann auch im Krankenhaus gewesen. Ich stand dann heute Morgen um 5.30 Uhr (nach insgesamt gerade einmal zwei Stunden Schlaf)  vor der Wahl, meinen lang geplanten und noch länger ersehnten Trip nach Stuttgart zur LOI Mentorenschulung durchzuziehen oder bei meinen Männern zu bleiben. Die Entscheidung fiel unglaublich schwer, aber doch sehr eindeutig aus: Ich konnte die beiden nicht guten Gewissens sich selbst überlassen. Also habe ich das nahe liegende getan und für zwanzig Minuten meinen Frust und die Enttäuschung und diverse andere Emotionen rausgeheult und mich dann pragmatisch wie ich bin, dem neuen Tag gestellt. Der ist jetzt trotz der großen Müdigkeit auch ganz gut gelungen und ich bin sehr zufrieden mit meinem Krisenmanagement…

Flo war heute Morgen nochmal beim Arzt, weil die im Krankenhaus zu verpennt waren. Der Doc hat ihm eine Spritze eines Abfallprodukts von der Herstellung eines anderen Medikaments ins Knie gejagt, auf das einzig und allein die Neurologen schwören. Vorher musste es noch auf allergische Reaktionen mit einem Spritzer ins Auge getestet werden… So spannend sich das anhört: Meinem Mann scheint es tatsächlich langsam besser zu gehen mit dem Knie… Wir hoffen, dass die Genesung anhält.

Und weil wir heute auch viel Spaß hatten, eine kleine Geschichte von dem Kurzen: Der hatte sich den Geldbeutel vom Papa geschnappt und erklärt: Das ist eine Kassette, hier sind Knöpfe, ich mache ein „Wettlennen“ mit einem Mann, der in ein Loch fällt und DELLWARZEN… Und wer weiß, was er gespielt hat?

Richtig: Gameboy mit dem Spiel Diana Sisters, bei dem kann man in manchen Löchern jede Menge Punkte (das war unsere Bezeichnung für Benicos Dellwarzen) einsammeln kann…

Wünsche Euch ein sonniges Wochenende!

eitrige Angina

Das war die Diagnose des Arztes, die nur meine eigene Vermutung bestätigt hat. Seit Montag versuche ich die Halsentzündung mit Antibiotikum und Ruhe so gut wie möglich zu kurieren. Auf der einen Seite genieße ich es, Ruhe halten zu müssen und einen komplett anderen Alltag zu haben. Gleichzeitig rattert mein Kopf über diversen Fragen, zu denen ich gerade keine Antwort weiß. Sie sind nicht so dringend, dass sie sofort beantwortet werden müssen… Können sie wahrscheinlich auch gar nicht. Aber am Ende läuft es auf eine große Sache hinaus: Was will ich mit meinem Leben anfangen? Ok, das ist zu weit… Vielleicht eher: Was will ich konkret zu welchem Zeitpunkt machen, was ist der nächste Schritt, was verschiebe ich auf später??? In den letzten Wochen habe ich mich mit zahlreichen super spannenden Dingen auseinander gesetzt, die mich alle inspiriert haben. Gerade im Moment fühle ich mich eher verwirrt von den vielen Möglichkeiten… Brauche Zeit, um mich mal wieder selbst zu sortieren, glaube ich…

Jetzt werde ich mir mal ein heißes Bad einlassen und mich von weiterer Inspiration in Sicherheit bringen und auf einen mir sehr gut bekannten Film zurückgreifen… einfach nur um abzuschalten…

ein Gesundheitstagebuch

Wir hatten ja Ende letzter Woche gedacht, wir hätten die erste Krankheitswelle in diesem Winter endlich erfolgreich hinter uns gelassen und auf ein paar Wochen Ruhe gehofft. Das war leider nicht der Fall:

Samstagabend hat Benico wohl eine Brezel gegessen, die noch nicht durch war. Er hatte ganz komische Probleme beim einschlafen, weshalb ich ihn zu mir ins Bett geholt habe, wo er sich nach einem unglaublichen Rülps auf mich, das Bett und den Laptop übergeben hat. Zwanzig Minuten später, als wir ihn gerade ins Bett legen wollten war ich noch einmal und der Boden seines Zimmers voll gespuckt. Danach ging es ihm deutlich besser.

Sonntag waren wir dann im Krankenhaus, weil ich seltsame Schmerzen im rechten Unterbauch hatte und vor der Nacht abklären wollte, ob der Blinddarm raus muss oder nicht. Musste er nicht. Dafür hat Benico abends Fieber bekommen. Also wieder zu mir ins Bett geholt.

Montag ging es ihm den Tag über gut, allerdings kam ab nachmittags komische gelbe Flüssigkeit aus seinem linken Auge. Abends hatte er wieder erhöhte Temperatur. Das Auge ist heute ok und Fieber hat er auch keins, dafür hustet er wieder doller…

Die gute Nachricht: Heute waren wir in der Bibliothek und haben neue Caillou DVDs ausgeliehen. Wir sind für alles gerüstet!!!