Alte Fragen in neuer Welt: Social Media Monitoring

Eigentlich beschäftige ich mich ja gerade v.a. mit der Frage, ob denn nun weibliche Führungskräfte keine Kinder wollen oder keine Kinder bekommen, weil es nicht genug Betreuungsplätze gibt. Die letzten zwei Tage waren die große Ausnahmen.

Ich hatte die wunderbare Möglichkeit, an einem Grundlagenseminar „Social Media Monitoring“ und der Konferenz „Social Media Monitoring Forum“ teilzunehmen. In Kürze noch ein wenig mehr zu dem Warum.

Da ich ein absoluter Neuling im Bereich Social Media Monitoring bin, war die Spannung natürlich groß, wie sich dieses Thema präsentieren würde und was die aktuellen Herausforderungen sind. Ein paar Beobachtungen der letzten zwei Tage: Continue Reading →

Die Rolle der Frau in der Gesellschaft vor dem Hintergrund meines Glaubens

Vor kurzem bin ich gefragt worden, ob ich zwei Fragen zu der Rolle der Frau in der Gesellschaft aus biblischer Sicht beantworten könnte. Ja, das konnte ich mir vorstellen. Bestimmt nicht, weil ich so eine tolle theologische Ausbildung und begründete Meinung habe oder meine, alles zu wissen. Ganz im Gegenteil. Das ganze ist Stückwerk und sehr soziologisch geprägt (mein Studium lässt grüßen). Und eine biblische Sicht umfassend darzustellen würde ich spätestens seit „A year of biblical womenhood“ nicht mehr für mich beanspruchen. Aber es gab mir die Gelegenheit, ein paar Gedanken, die mich schon eine Weile bewegen, festzuhalten. Den Begriff „herrschen“ benutze ich v.a. weil er in der Bibel an der entscheidenden Stelle steht. Er bedeutet für mich das gleiche wie dienen oder Verantwortung übernehmen. Hier nun die erste Frage und Antwort. Continue Reading →

Meine HELDINNEN#2: Xenia Berg

Xenia habe ich erst vor wenigen Wochen kennengelernt und war sofort beeindruckt: Sie hat ihre Leidenschaft entdeckt, sich die Gelegenheiten zum lernen gesucht und genutzt und sich dann selbständig gemacht. Dabei ist es umso schöner, dass sie erst Mitte Zwanzig ist und nicht schon Vierzig und viele Jahre in einem „falschen“ Beruf verbracht hat. Das Interview haben wir in einem wunderschönen Cafe in Mainz gemacht:

Debbie: Was hast Du gemacht, bevor Du die Fotografie für Dich entdeckt hast und wie ging es Dir darin?

Xenia: Also, vor der Fotografie waren ganz andere Steps in meinem Leben. Angefangen habe ich beim Finanzamt. Ja, genau, was komplett anderes. Aber mit 17 weiß man noch nicht was Arbeitsleben bedeutet und in welche Richtung man gehen möchte. Da ich definitiv auch ein Zahlenmensch bin, habe ich meine Ausbildung dort ganz gut abgeschlossen und hab auch ein  halbes Jahr danach dort gearbeitet. Doch ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich da stehenbleibe. Damals war ich 19 und ich wollte echt was komplett Neues machen. Also entschied ich mich mein Abi nachzuholen. Zwischen der Arbeit beim Finanzamt und dem Start für mein Abi war ich noch 3 Monate in Texas, was echt meinen Horizont erweiterte. Ich kann nur sagen, dass es das beste ist, aus den „eigenen vier wänden“ rauszugehen.

Debbie: Was hast du dort gemacht?

Xenia: Ich war dort bei einer Family, habe Englisch gelernt und war viel reisen. In Kansas City und Mexiko.

Debbie: Und danach hast du dein Abi nachgeholt?

Xenia: Ja. Es war auch eine sehr schöne Zeit in Mannheim. Danach habe ich angefangen bei H&M zu jobben und später habe ich eine Stelle als Shopcontrollerin bekommen. Also war ich wieder sehr viel mit Zahlen, Statistiken, Umsätzen etc. beschäftigt. Also auch weniger kreativ. Dann habe ich, ehrlich gesagt, ganz plötzlich meinen Job verloren. Das war DER Schnitt in meinem Leben. Ich denke, selber hätte ich ihn nicht aufgegeben.

Debbie: Warst du nicht glücklich dabei?

Xenia: Ich hab mein Bestes gegeben. Aber es war sehr stressig. Und es hat mich nicht erfüllt.

Debbie: Würdest Du sagen, dass Gott Dir einen Schubs verpasst hat?

Xenia: Ja, so würde ich es nennen. Gott weiß, was das Beste für uns ist. Und manchmal sieht es für uns aus, dass wir zuerst etwas verlieren, dabei müssen wir nur etwas loslassen um etwas anderes zu gewinnen.

Debbie: Und wie ging’s weiter?

Xenia: Dann bin ich nach NY gegangen. Für ein Jahr. Und dort hat es sich mit der Fotografie entwickelt. Dazu muss ich sagen, dass ich früher nicht soviel mit Fotografie  zutun hatte. Mein Dad war ein Fotograf und ich bin schon damit aufgewachsen. Mit einer Dunkelkammer und Negativen. Ich persönlich habe nie wirklich viel fotografiert, hab auch keine gute Cam gehabt und die Realität war für mich immer viel schöner als ein Foto, das ich gemacht hab.

Debbie: Wie hat sich das in New York geändert?

Xenia: New York hat mich echt beeindruckt. Ich habe auf Long Island gelebt und ich bin ein absoluter Strand und Surfer Fan… und so hat es angefangen. Mit dem Atlantik und Surferbildern. Diese Bilder haben mich so inspiriert, also wollte ich noch mehr lernen. Deshalb habe ich Fotografiekurse auf dem College belegt und kurze Zeit später bei einem Fotografen (David Heinlein) angefangen an einem australischen Projekt zu arbeiten.

Debbie: Hast du dich bei ihm beworben?

Xneia: Nein! Das war echt einer von Gottes „Schubser“. Wir beide haben uns auf einem Konzert kennengelernt und die Begegnung dauerte nur eine Minute. Er suchte eine Assistentin und hat mir seine Visitenkarte gegeben. Und zwei Tage später konnte ich bei ihm anfangen. David ist echt der Beste. Er hat soviel an mich geglaubt. und immer gefragt: in welche Richtung willst du gehen? Damals wusste ich noch nicht mal, dass ich mit der Fotogafie in Deutschland im beruflichen Sinne weitermachen kann. Er wusste das aber.

Debbie: Und er hat dir viel beigebracht?

Xenia: David hat mich am meisten motiviert und dem ganzen Richtung gegeben. Er hat mich sehr stark inspiriert und mich ein Stück mit seinen Augen sehen lassen. Ich errinnere mich, wie er von den Schwarz Weiß Fotografien sprach, über die unterschiedlichste Schwarz Töne. So sensibel. Er ist mit Film aufgewachsen und hat mir seine alten Kameras gezeigt (8*10) Sie sind wie Schätze.

Debbie: Und wo hast du die ganzen technischen Sachen gelernt?

Xenia: Ich hab bei Sarah Ann Barlow in Nashville bei einem Internship mitgemacht. Das war eins der Dinge, wo ich nur sagen kann: WOOOOOW. Wir waren 5 Fotografen. Alle haben bei Sarah gewohnt. 10 Tage lang fotografiert. Soviel gelernt. Designsfindung. Name. Logo. Technik. Alles. Und dabei hatten wir soviel Spaß gehabt. Und uns alle in Nashville verliebt.

Debbie: Dann hast du so einiges gemacht?

Xenia: Ja, wenn man damit anfängt, kann man nicht aufhören. Das sind meine Bausteine. College ist eins. David Heinlein. Sarah Ann Barlow. Aber auch hier in D sind das unterschiedliche Bausteine: Aufträge, Projekte., Ausstellungen.

Debbie: Hast Du das Gefühl, dass Gott diese Bausteine für Dich vorbereitet hat; Dich darin geleitet hat?

Xenia: Auf jeden Fall. Es kam nicht aus meiner eigener Kraft. Ich habe keine Bewerbungen geschrieben um beim David zu assistieren. Bei Sarah habe ich mich zwar beworben, wurde aber genommen, was ich nicht erwartet habe.

Debbie: Wie bist Du dann zurück in Deutschland an die ersten Aufträge gekommen?

Xenia: In Deutschland durfte ich gleich eine erste Hochzeit nach zwei Wochen fotografieren. Dadurch und durch mein Blog und Homepage sind dann viele aufmerksam geworden. Viele waren aber sehr skeptisch. Sie dachten nicht, dass man sein Hobby zum Beruf machen kann.

Debbie: Vor welchen Herausforderungen stehst du heute?

Xenia: Heute? Jeder Tag ist herausfordernd. Aber das ist auch gut so. Aber es ist echt eine riesen Herausforderung selbstständig zu sein. Man arbeitet mit einer ganz anderen Motivation. Und obwohl man mehr arbeitet und sehr viel investiert, bekommt man echt viel zurück. Aber jeder Monat verläuft unterschiedlich. Man hat nicht die Sicherheit, die man früher als Arbeitnehmer hatte. Auf der anderen Seite hat man auch mehr Freiheiten. Man muss nicht um 6 Uhr aufstehen. 🙂 Dafür arbeitet man aber fast immer am WE. Jeder Shoot ist aber eine Herausforderung. Unterschiedliche Persönlichkeiten, unterschiedliche Locations, unterschiedliches Licht.

Debbie: Worauf möchtest Du Dich in Zukunft in der Fotografie konzentrieren?

Xenia: Mein Schwerpunkt liegt auf Hochzeiten, Verlobungen und Portraits. Doch momentan habe ich auch andere Aufträge. Businessportraits, Kosmetik, Deko und Familien.

Debbie: Du hast wirklich ein wunderschönes Cafe für unser Interview ausgesucht. Hast Du noch andere Tipps für Mainz?

Xenia: Annabatterie ist mein Stammcafe. Da ich sehr Second Hand Sachen liebe. Muffins, Coffee Bay oder Lomo sind auch sehr empfehlenswert.

Und für alle, die jetzt unbedingt mehr sehen wollen: Es gibt eine HOMEPAGE, ein BLOG
und auf facebook ist sie natürlich auch zu finden.

Frauen und Meconomy: Was ist heute anders?

Das Buch war schneller da, als angekündigt… Hier eine Minizusammenfassung vom ersten Kapitel und drei Thesen von meiner Seite:

Albers beschreibt, wie durch die Wirtschaftskrise sich immer mehr Menschen Gedanken über ihre Arbeit machen, v.a. weil durch die Krise deutlich wird, dass auch scheinbar sichere Jobs über Nacht wegfallen können. Diese scheinbar sicheren Jobs haben den Harken, dass die Tätigkeiten häufig dem Angestellten nur mäßigen Spaß machen, er aber einen sehr großen Anteil seiner Zeit mit ihnen verbringen muss, damit am Ende des Monats das Geld auf dem Konto ist. Für Manchen bedeute die Krise deshalb, sich noch fester an die Festanstellung zu klammern, so lange sie noch da ist. Andere sehen die Chance, aus einem System auszusteigen, das sowieso nicht funktioniert und sie nur einschränkt. Für diese gilt: Willkommen in der Meconomy: Sie haben die Möglichkeit, ihren Leidenschaften nachzugehen und sich ihre eigene passende Arbeitswelt zu erschaffen und völlig neue Berufsbilder zu erfinden.

These 1: Frauen hatten schon vor der Zeit der Meconomy eine andere Einstellung zum Thema Festanstellung: Häufig haben sie schon ihre Ausbildung unter anderem nach dem Kriterium „Familienverträglichkeit“ ausgewählt. Da ist dann die Frage: Kann ich in dem Job auch Teilzeit arbeiten? Werden viele Überstunden erwartet? Das Gewicht dieses Kriteriums wird stark von dem Vorbild der Eltern abhängen und inwiefern die Mutter Vereinbarkeit von Familie und Beruf vorgelebt hat. Generell rechneten zumindest die Frauen, die aktiv den Kinderwunsch in die Lebensplanung miteinbezogen aber nicht damit, ein ganzes Leben lang durchgehend in Festanstellungen arbeiten zu können, zumindest nicht in Vollzeit, selbst wenn sie das wollten. Die mangelnden Betreuungsplätze in Deutschland haben dieses „mitkalkulieren“ von Unterbrechungen für sich schon notwendig gemacht. Vielleicht bedeutet dieser Zustand, dass sie auf der beruflichen Schiene sowieso breiter denken und sich selbst positionieren, ganz einfach weil eine erhöhte Flexibilität schon länger gefordert war.

These 2: Die Meconomy hat die Möglichkeit, etwas zusammenzuführen, was viel zu lange getrennt gewesen ist: Mit der Industrialisierung wurde sowohl Arbeit und Privates als auch Mann und Frau getrennt. Die Auswirkungen sehen wir heute noch deutlich: Die Arbeits- und Geschäftswelt ist immer noch stark männlich geprägt (mind. 96% der obersten Führungsposten in Deutschland sind von Männern „besetzt“). Der Mann der für die Erziehung der Kinder zu Hause bleibt ist die große Ausnahme. Das bringt große Nachteile in beiden Welten mit sich: Es wurde immer wieder gezeigt, dass gemischte Teams für die Unternehmen bessere Ergebnisse erzielen als reine Männerteams. Im privaten Bereich glänzen die Männer leider immer noch oft durch beruflich bedingte Abwesenheit, obwohl die Forschung klar zeigt, dass ein anwesender, aktiv involvierter Vater nur schwer zu ersetzen ist und entscheidend zur gesunden Entwicklung sowohl der Jungs als auch der Mädels beiträgt. Durch die technischen Entwicklungen und die damit verbundene örtliche und zeitliche Flexibilität, ist es möglich, sowohl die Arbeit als auch den privaten Lebensraum völlig neu zu gestalten. Mann und Frau können BEIDE arbeiten und BEIDE die Kinder erziehen. Das wird bei allen Beteiligten sicherlich ein gewisses Maß an Organisation und Absprache, sowie Lernbereitschaft erfordern. Aber die Zunahme an Zufriedenheit und Ausgeglichenheit könnte gewaltig sein (das könnte auch gerade bei geschiedenen Elternpaaren gut oder zumindest besser funktionieren und würde Alleinerziehende entlasten).

These 3: Die eigentlichen Gewinner der Meconomy könnten die Kinder sein: Sie haben mehr von Papa und eine nicht immer vorhandene Mama. Sie lernen schon früh, dass sie fester Teil eines größeren Systems sind und das ganze nur funktioniert, wenn alle ihren Teil beitragen. Weiterhin müssen sie weniger in Betreuungseinrichtungen abgegeben werden und haben mehr Zeit zur freien Gestaltung.

Was denkt ihr dazu? Kommentare sind ausdrücklich erwünscht…

Meconomy und die Frauen – ein paar weitere Gedanken

Nach dem ersten Staunen vor zwei Tagen habe ich mir heute noch einmal einige Gedanken zu dem Thema gemacht:

Die Interviews auf der meconomy Page wurden mit unterschiedlichsten Leuten gemacht, sie sich alle auf die eine oder andere Weise mit Trends in der Arbeitswelt beschäftigen und alle unterschiedliche Perspektiven einnehmen. Ich denke immer noch, dass das Thema für Frauen total spannend ist, kann mir aber tatsächlich vorstellen, dass es dazu keine weibliche Expertin gibt. Keine Ahnung woran das liegt… Grundsätzlich würde ich aber mal davon ausgehen, dass Markus Albers die Frauen NICHT absichtlich ausgeklammert hat.

Auch wenn es anscheinend keine Expertin für das Thema gibt, so scheint es mir doch immer mehr Frauen zu geben, die den Mut haben, sich schon relativ jung selbständig zu machen (nicht erst mit vierzig, wenn das Netzwerk eng genug ist und die Männer in den Unternehmen sie einfach nicht mehr höher klettern lassen) und mit Hilfe des Internets ihre Produkte und Dienstleistungen an den Mann und die Frau zu bringen. So hat mich die hohe Präsenz an weiblichen Mietern dieses Co Working Spaces in Berlin sehr gefreut. Gleichzeitig war ich über die zahllosen Design- und Interriorblogs erstaunt, mit denen zahlreiche Mädels rund um die Welt ihren Lebensunterhalt bestreiten. Und nicht zuletzt die „do it yourself- Bewegung“, die in diesem Buch beschrieben wird (unten auf der Seite ist ein nettes kurzes Video zum reinschnuppern). Es gibt derzeit immerhin 50.000 Hersteller bei dawanda, die wohl zum allergrößten Teil von Frauen betrieben werden (die sind da anscheinend mit Zahlen ein bißchen knausrig…). Im Bereich Social Network haben wir ebenfalls bei einigen Portalen die Nase vorn, was die reine Userstatistik angeht. Gleichzeitig scheint es aber auch eine gewisse Zurückhaltung im Umgang mit dem web 2.0 bei uns Mädels zu geben, wenn es um handfesten Ideen- und Gedankenaustausch geht. Dieser zitty-Artikel beschreibt, dass wir Frauen uns häufig bei politischen Themen zurückhalten und wir uns auf unseren Blogs  v.a. mit unserem Privatleben beschäftigen. Das ist an sich natürlich überhaupt kein Problem (als mehr würde ich das hier auch noch nicht bezeichnen), aber die Frage ist, ob wir die Möglichkeiten (auch zur konkreten Einflussnahme auf unsere Gesellschaften), die wir mit dem web 2.0 haben, nutzen. Ich vermute, dass es für uns noch einiges an Terrain  zu entdecken gilt. Wahrscheinlich steht uns allerdings eine große Mauer im Weg: Die Technik (zumindest war das bisher bei mir so). Wir sind halt nicht einfach so über jede neue Plattform und Application begeistert. Die muss ersteinmal mit Inhalt gefüllt werden und für unsere Bedürfnisse einen eindeutigen Zusatznutzen bringen. Aber ich vermute, dass wenn wir unsere Leidenschaften entdecken und diesen konsequent folgen (ich verweise hier gerne an Seth Godin), die Technik in kürzester Zeit kein Hindernis mehr darstellt, sondern uns begeistert, weil wir die Möglichkeiten mit unserer Leidenschaft zusammen bringen können.

Soweit mal meine Gedanken… Das Buch meconomy ist inzwischen bestellt (ja, ich mag es noch sehr gerne, Papier in den Händen zu halten und mit einem echten Marker drauf rumzumalen) und ich werde mich dazu bestimmt nochmal melden…

Meconomy – ich auch nochmal

weil alle dazu bloggen ich auch nochmal:

Das Buch meconomy ist seit kurzem als e-book und seit ganz kurzem auch im Papierformat erhältlich. Ich werde es mit Sicherheit in absehbarer Zeit lesen…

Der Autor hat auf der Seite auch zwanzig Interviews mit verschiedenen Experten gemacht (unter anderem auch mit Johannes). Die nach meiner Meinung erschreckende Bilanz: Keine einzige Frau ist dabei!!! Mädels, was ist denn los??? Da wird Zeug diskutiert, was eine Unzahl unserer Probleme (so als Stichwort Vereinbarkeit Familie und Beruf) lösen könnte und das geht alles an uns vorbei? Fasse mich an die eigene Nase und werde ein paar Dinge nachholen…

was mich in Kürze erwartet…

Ich bin ja auf der Suche nach einem Thema für die Magisterarbeit und dabei schon auf wirklich spannende Dinge gestossen… Wußte vorher nicht, dass es in Norwegen seit 2008 eine Frauenquote von 40% für die Aufsichtsräte von Aktiengesellschaften gibt. Darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein, aber das Modell scheint Erfolge zu bringen…

Heute war ich mit dem Kurzen an der Uni und habe einige Bücher ausgeliehen und mich für die Fernleihe angemeldet. Und gerade habe ich diese Comiczeichnungen gefunden über das, was mir in absehbarer Zeit bevorsteht… Ich freue mich schon!

Telekom und die gläserne Decke

Anfang der Woche hat die Telekom bekannt gegeben, dass bis 2015 30% der oberen und mittleren Führungspositionen mit Frauen besetzt sein sollen. Im Moment liegt die Quote bei 10%, womit sie zum normalen Durchschnitt der Unternehmen in Deutschland gehören. Das spannende ist, dass dieser Schritt damit begründet wird, dass die bisherigen Frauenförderprogramme nicht gefruchtet haben.

Zum gleichen Zeitpunkt wurde in Berlin eine Studie vorgestellt, die eine Antwort darauf geben könnte, warum die Telekom nicht erfolgreich in ihrem Bemühen war: Dr. Carsten Wippermann hat im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 30 Männer in Spitzenpositionen befragt und dabei drei Grundtypen von Einstellungen bei Männern gegenüber Frauen in Spitzenpositionen identifizieren können. Sie alle sind eigentlich für mehr Frauen in diesen Positionen, haben aber ihre jeweiligen Gründe, warum sie dann doch kaum Frauen für diese Positionen auswählen. Im letzten September gab Dr. Wippermann der Zeit ein Vorabinterview, in dem die wichtigsten Ergebnisse unterhaltsam zusammengefasst wurden.

Ach ja, ich bin auf der Suche nach einem Magisterarbeitsthema 😉

warum ich gerne bei LOI mitarbeite

Am Donnerstagabend hatte ich dann noch eine Telefonkonferenz mit den Verantwortlichen des LOI Programms für das ich arbeite. Dabei kam das Gespräch wieder auf die Frage, warum sich nicht mehr junge Frauen bei diesem Förderprogramm bewerben und die beiden beteiligten Männer (alle mind. eine Generation älter als ich) waren wirklich traurig darüber, dass es so viele christliche junge Frauen gibt, deren Vision nicht über „eine eigene Familie haben“ hinausgeht. Sie sehen jede Menge Möglichkeiten für uns, positiven Einfluss auf die Gesellschaft zu nehmen und können nicht verstehen, warum wir die neuen Wege so wenig nutzen… Ich persönlich glaube, dass es viel mit positiven Vorbildern und Menschen zu tun hat, die einen ermutigen und herausfordern. Und ich bin so froh, mit solchen tollen Männern zusammenzuarbeiten, für die offensichtlich Themen, die in so mancher Gemeinde noch heiß diskutiert werden, schon längst keine Fragen mehr sind.