Meconomy und die Frauen – ein paar weitere Gedanken

Nach dem ersten Staunen vor zwei Tagen habe ich mir heute noch einmal einige Gedanken zu dem Thema gemacht:

Die Interviews auf der meconomy Page wurden mit unterschiedlichsten Leuten gemacht, sie sich alle auf die eine oder andere Weise mit Trends in der Arbeitswelt beschäftigen und alle unterschiedliche Perspektiven einnehmen. Ich denke immer noch, dass das Thema für Frauen total spannend ist, kann mir aber tatsächlich vorstellen, dass es dazu keine weibliche Expertin gibt. Keine Ahnung woran das liegt… Grundsätzlich würde ich aber mal davon ausgehen, dass Markus Albers die Frauen NICHT absichtlich ausgeklammert hat.

Auch wenn es anscheinend keine Expertin für das Thema gibt, so scheint es mir doch immer mehr Frauen zu geben, die den Mut haben, sich schon relativ jung selbständig zu machen (nicht erst mit vierzig, wenn das Netzwerk eng genug ist und die Männer in den Unternehmen sie einfach nicht mehr höher klettern lassen) und mit Hilfe des Internets ihre Produkte und Dienstleistungen an den Mann und die Frau zu bringen. So hat mich die hohe Präsenz an weiblichen Mietern dieses Co Working Spaces in Berlin sehr gefreut. Gleichzeitig war ich über die zahllosen Design- und Interriorblogs erstaunt, mit denen zahlreiche Mädels rund um die Welt ihren Lebensunterhalt bestreiten. Und nicht zuletzt die „do it yourself- Bewegung“, die in diesem Buch beschrieben wird (unten auf der Seite ist ein nettes kurzes Video zum reinschnuppern). Es gibt derzeit immerhin 50.000 Hersteller bei dawanda, die wohl zum allergrößten Teil von Frauen betrieben werden (die sind da anscheinend mit Zahlen ein bißchen knausrig…). Im Bereich Social Network haben wir ebenfalls bei einigen Portalen die Nase vorn, was die reine Userstatistik angeht. Gleichzeitig scheint es aber auch eine gewisse Zurückhaltung im Umgang mit dem web 2.0 bei uns Mädels zu geben, wenn es um handfesten Ideen- und Gedankenaustausch geht. Dieser zitty-Artikel beschreibt, dass wir Frauen uns häufig bei politischen Themen zurückhalten und wir uns auf unseren Blogs  v.a. mit unserem Privatleben beschäftigen. Das ist an sich natürlich überhaupt kein Problem (als mehr würde ich das hier auch noch nicht bezeichnen), aber die Frage ist, ob wir die Möglichkeiten (auch zur konkreten Einflussnahme auf unsere Gesellschaften), die wir mit dem web 2.0 haben, nutzen. Ich vermute, dass es für uns noch einiges an Terrain  zu entdecken gilt. Wahrscheinlich steht uns allerdings eine große Mauer im Weg: Die Technik (zumindest war das bisher bei mir so). Wir sind halt nicht einfach so über jede neue Plattform und Application begeistert. Die muss ersteinmal mit Inhalt gefüllt werden und für unsere Bedürfnisse einen eindeutigen Zusatznutzen bringen. Aber ich vermute, dass wenn wir unsere Leidenschaften entdecken und diesen konsequent folgen (ich verweise hier gerne an Seth Godin), die Technik in kürzester Zeit kein Hindernis mehr darstellt, sondern uns begeistert, weil wir die Möglichkeiten mit unserer Leidenschaft zusammen bringen können.

Soweit mal meine Gedanken… Das Buch meconomy ist inzwischen bestellt (ja, ich mag es noch sehr gerne, Papier in den Händen zu halten und mit einem echten Marker drauf rumzumalen) und ich werde mich dazu bestimmt nochmal melden…

5 Thoughts on “Meconomy und die Frauen – ein paar weitere Gedanken

  1. Soweit so krass, meine Frau wird zum Opionleader zu Thema „meconomy“ und „social web für Frauen“:-) Checkt mal meconomy + frauen 🙂 Platz 1.!

  2. in der google-Suche nactürlich…

  3. Susan on 28. April 2010 at 21:35 said:

    Na, wenn das mal kein Thema für die Magisterarbeit wäre …

  4. @Susan: Bisher gingen meine Gedanken für die Magisterarbeit in eine etwas andere Richtung. Aber das hier wird auch immer spannender… Mal sehen…

  5. Zwei Links für dich, Schwester:

    1. Cali Ressler & Jody Thompson haben für BestBuy in den USA das Results-Only-Work-Environment (ROWE) entwickelt und gehören deswegen für mich zu den Top-Experten zum Thema Arbeiten. Ihr Buch gehört zu meinen wichtigsten Inspiration zu dem Thema. http://gorowe.com/

    2. Fast Company hat eine Liste der „100 Most Influential Women in Technology 2010“ veröffentlicht. Da dürfte einiges an Inspiration dabei sein: http://www.fastcompany.com/women-in-tech/2010

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