How did we end up in Beijing?

Deutsch weiter unten…

That’s right – since the beginning of March we are in Beijing as a family. The whole thing took its course sometime last year.

A friend asked my husband if he could recommend him for a position in Beijing with the car manufacturer he worked for. We were sure that my husband wouldn’t get the job because he quit his studies.

Then they were interested. And telephoned again and again. Nothing, nothing at all had made me look longingly into the Asian region so far. Especially not after we had already put New York and San Francisco on the list of potential next places to live in the last few years. USA, Australia, Scandinavia, Canada… I could have imagined many places spontaneously. Asia actually not at all.

But the conversations became more and more concrete and at some point I said to my husband: “I don’t want to go to Beijing.” He was very understanding in the sense of: “Ok, I see. And we will not go if you are not happy with it. But at least I want to know how far I can get and if they would make me an offer.” Yes, ok. I realized that.

So the talks went on and then he was supposed to go to Beijing to get to know the place. Before that we started researching and reading blogs and talking to people for the first time. At least we wanted to know what we were saying “no” to. Basically we noticed then: Ok, you can actually lead a relatively normal life. It also became clear to us that we always wanted to educate our children to be cosmopolitan people who could cope in really unusual circumstances and were not afraid of the “unknown”. We noticed more and more clearly: We would get angry with ourselves for the rest of our lives if we didn’t take the chance and of course we also knew that something like this would probably be offered to us exactly once in our lives.

So in the end we took it. Of course there were a lot of reasons against it: We had only rebuilt the house of the parents-in-law 1.5 years ago, had moved in and had since then the babysitters directly in the house, the little one had started school only six months ago and had just settled in beautifully, I myself had a really suitable job, with which quite many organizational things fit super well, I actually like planning and routines very much and am not really good with change and new environments. And of course: Beijing is really far away – spatially but above all culturally.

Curiosity simply won in the end. How would the children and we get along in a completely new environment? What would we really miss? What could we do without and have not yet dared to implement it? Would we manage to live our very own normality in such a foreign country?

Now we are here. After the termination of my job, the review of our entire household and the reduction to eight large suitcases and a small flight container, after numerous farewells and one or two tears. For a good month we are building now a completely new life, far away from home, surrounded by foreign culture, foreign smells, foreign language, very little known. It is an adventure every day. That’s exactly what we wanted and what we decided for.

Wie sind wir nach Peking gekommen?

Das ist richtig – wir sind seit Anfang Maerz als Familie zu viert in Peking. Seinen Lauf hat das Ganze irgendwann im letzten Jahr genommen.

Ein befreundeter Gruender fragte bei meinem Mann nach, ob er ihn bei dem Autobauer fuer den er arbeitete fuer eine Position in Peking vorschlagen kann. Wir waren uns sicher, dass mein Mann den Job gar nicht bekommen wuerde, weil er das Studium abgebrochen hatte.

Dann waren sie doch interessiert. Und telefonierten wieder und wieder. Nichts, gar nichts hatte mich bisher sehnsuechtig in den asiatischen Raum blicken lassen. Vor allem nicht, nachdem wir auch schon New York und San Francisco in den vergangenen Jahren auf der Liste der potentiellen naechsten Wohnorte stehen hatten. USA, Australien, Skandinavien, Kanada… Vieles Andere haette ich mir spontan vorstellen koennen.

Die Gespraeche wurden allerdings immer konkreter und ich sagte irgendwann zu meinem Mann: “Ich will nicht nach Peking.” Er war sehr verstaendnisvoll im Sinne von: “Das verstehe ich. Wir gehen nicht, wenn Du nicht willst. Aber ich will zumindest wissen, wie weit ich komme und ob sie mir ein Angebot machen wuerden.” Ja, ok. Das sah ich ein.

Also gingen die Gespraeche weiter und dann sollte er nach Peking zum Kennenlernen vor Ort. Davor haben wir das erste Mal angefangen, zu recherchieren und Blogs zu lesen und mit Menschen zu sprechen. Wir wollten zumindest wissen, wozu wir “nein” sagen.

Im Grunde haben wir dann gemerkt: Ok, man kann dort eigentlich ein relativ normales Leben fuehren. Uns wurde ausserdem klar, dass wir unsere Kinder immer zu weltoffenen Menschen erziehen wollten, die auch in wirklich ungewoehnlichen Umstaenden zurecht kommen und keine Angst vor dem “Unbekannten” haben. Wir merkten immer deutlicher: Wir wuerden uns den Rest unseres Lebens aergern, wenn wir die Chance nicht wahrnehmen und natuerlich wussten wir auch: So etwas wird uns wahrscheinlich genau einmal im Leben angeboten.

Also griffen wir letztlich zu.

Natuerlich gab es jede Menge Gruende, die dagegen sprachen: Wir hatten erst vor 1,5 Jahren das Haus der Schwiegereltern umgebaut, waren eingezogen und hatten seitdem die Babysitter direkt im Haus, die Kleine war erst vor sechs Monaten in die Schule gekommen und hatte sich gerade wunderbar eingelebt, ich selbst hatte einen wirklich tollen Job, bei dem ganz viele organisatorische Dinge gut gepasst haben, ich mag eigentlich Planbarkeit und Routinen und Bekanntes sehr gerne und bin nicht wirklich gut mit Veraenderung und neuen Umfeldern. Und natuerlich: Peking ist wirklich weit weg- raeumlich aber vor allem auch kulturell.

Am Ende hat schlicht die Neugierde gesiegt. Wie wuerden die Kinder und wir selbst in einem komplett neuen Umfeld zurecht kommen? Was wuerde uns tatsaechlich fehlen? Worauf koennten wir gut verzichten und haben uns bisher nur nicht getraut, es umzusetzen? Wuerden wir es schaffen, in einem so fremden Land unsere ganz eigene Normalitaet zu leben?

Nun sind wir da. Nach der Kuendigung meines Jobs, der Durchsicht unseres gesamten Haushalts und der Reduktion auf acht grosse Koffer und einem kleinen Flugcontainer, nach zahlreichen Abschieden und der ein oder anderen Traene. Seit einem guten Monat sind wir dabei, uns ein komplett neues Leben aufzubauen, fern von der Heimat, umgeben von fremder Kultur, fremdend Geruechen, fremder Sprache, sehr wenig Bekanntem. Es ist jeden Tag ein Abenteuer. Also genau das, was wir wollten und wofuer wir uns entschieden haben.