Rob Bell und der alltägliche Wahnsinn

April 24th, 2010

Gestern Abend habe ich ein schon etwas älteres Interview mit Rob Bell gehört. Seine Predigten schätze ich ja schon seit längerer Zeit und finde es immer ganz spannend, wenn er dann in einem Gespräch mal ein bißchen mehr aus dem privaten Nähkästchen plaudert…

In dem Interview wurde er gefragt, was er denn so aktuell machen würde (die klassische Aufforderung, von den aktuellen Projekten, Ideen, etc zu erzählen). Der erste Teil seiner Antwort war dann einfach nur sehr schlicht: Ganz alltägliche Sachen, ich bin zu Hause, kümmer mich um die Kinder, wechsel Windeln, kümmer mich um die Pausenbrote von den Großen, wasche Wäsche. Und dann habe ich auch noch das ein oder andere Projekt am laufen. Aber diese Dinge werden nur in enger Abstimmung mit meiner Frau und guten Freunden gemacht, die mit aufpassen, dass ich nicht zuviel mache.

Von den Projekten hat er dann auch ein bißchen erzählt, aber mich hat das echt agesprochen: Mein Alltag sieht so wie bei zahlreichen anderen auch aus… Ich finde das so angenehm die Vorstellung, dass dieser Mann, der mit einer Predigt mehrere zehntausend Menschen erreicht, genauso wie ich jeden Tag (oder fast jeden Tag) in der Küche steht und sich das Hirn über ein leckeres Abendessen zermatert. Und ich will mir etwas von seinem gelassenem Umgang damit abschneiden und dazu stehen, wofür ein großer Teil meiner Zeit drauf geht, nämlich mit den völlig unspekatkulären, aber lebensnotwendigen Kleinigkeiten, die ein Familienleben erst ermöglichen…

eigentlich sollte ich gerade in Stuttgart sein…

April 23rd, 2010

aber mein Mann musste ja mal wieder Fussballspielen gehen. Und wie es sich laut unseres Sohnes für ein richtiges Spiel gehört, gab es auch eine Verletzung gestern Abend. Wegen Schmerzen im Knie, die so heftig waren, das Flo übel geworden und er angefangen hat zu zittern, ist er letzte Nacht dann auch im Krankenhaus gewesen. Ich stand dann heute Morgen um 5.30 Uhr (nach insgesamt gerade einmal zwei Stunden Schlaf)  vor der Wahl, meinen lang geplanten und noch länger ersehnten Trip nach Stuttgart zur LOI Mentorenschulung durchzuziehen oder bei meinen Männern zu bleiben. Die Entscheidung fiel unglaublich schwer, aber doch sehr eindeutig aus: Ich konnte die beiden nicht guten Gewissens sich selbst überlassen. Also habe ich das nahe liegende getan und für zwanzig Minuten meinen Frust und die Enttäuschung und diverse andere Emotionen rausgeheult und mich dann pragmatisch wie ich bin, dem neuen Tag gestellt. Der ist jetzt trotz der großen Müdigkeit auch ganz gut gelungen und ich bin sehr zufrieden mit meinem Krisenmanagement…

Flo war heute Morgen nochmal beim Arzt, weil die im Krankenhaus zu verpennt waren. Der Doc hat ihm eine Spritze eines Abfallprodukts von der Herstellung eines anderen Medikaments ins Knie gejagt, auf das einzig und allein die Neurologen schwören. Vorher musste es noch auf allergische Reaktionen mit einem Spritzer ins Auge getestet werden… So spannend sich das anhört: Meinem Mann scheint es tatsächlich langsam besser zu gehen mit dem Knie… Wir hoffen, dass die Genesung anhält.

Und weil wir heute auch viel Spaß hatten, eine kleine Geschichte von dem Kurzen: Der hatte sich den Geldbeutel vom Papa geschnappt und erklärt: Das ist eine Kassette, hier sind Knöpfe, ich mache ein “Wettlennen” mit einem Mann, der in ein Loch fällt und DELLWARZEN… Und wer weiß, was er gespielt hat?

Richtig: Gameboy mit dem Spiel Diana Sisters, bei dem kann man in manchen Löchern jede Menge Punkte (das war unsere Bezeichnung für Benicos Dellwarzen) einsammeln kann…

Wünsche Euch ein sonniges Wochenende!

eitrige Angina

April 21st, 2010

Das war die Diagnose des Arztes, die nur meine eigene Vermutung bestätigt hat. Seit Montag versuche ich die Halsentzündung mit Antibiotikum und Ruhe so gut wie möglich zu kurieren. Auf der einen Seite genieße ich es, Ruhe halten zu müssen und einen komplett anderen Alltag zu haben. Gleichzeitig rattert mein Kopf über diversen Fragen, zu denen ich gerade keine Antwort weiß. Sie sind nicht so dringend, dass sie sofort beantwortet werden müssen… Können sie wahrscheinlich auch gar nicht. Aber am Ende läuft es auf eine große Sache hinaus: Was will ich mit meinem Leben anfangen? Ok, das ist zu weit… Vielleicht eher: Was will ich konkret zu welchem Zeitpunkt machen, was ist der nächste Schritt, was verschiebe ich auf später??? In den letzten Wochen habe ich mich mit zahlreichen super spannenden Dingen auseinander gesetzt, die mich alle inspiriert haben. Gerade im Moment fühle ich mich eher verwirrt von den vielen Möglichkeiten… Brauche Zeit, um mich mal wieder selbst zu sortieren, glaube ich…

Jetzt werde ich mir mal ein heißes Bad einlassen und mich von weiterer Inspiration in Sicherheit bringen und auf einen mir sehr gut bekannten Film zurückgreifen… einfach nur um abzuschalten…

Einen Schneemann zu Ostern…

April 5th, 2010

… gab es heute in unserem Haus.

Schneemann Ostern

Den Ostersonntag haben wir mit der traditionellen Eier Geschenk-suche zugebracht:

Suchen1Suchen2

Suchen3suchen4

GEFUNDEN

Nachmittags gab es dann ein großes Ostertreffen bei der Schwiegerfamilie mit der echten Eiersuche bei kräftigem Wind (wir haben 50!!! Eier gesucht):

DomiBini

Su

Und dann die traditionelle GRÜNE SOSSE mit lecker Zubehör… So mhhh!!!

Osterfest1

Von dem Fest bei meiner Family gibt es gerade noch keine Bilder. Aber es war ebenfalls sehr schön und lecker!

Schönen Start in eine verkürzte Arbeits-Woche!!!

wunderschöner Internetfund

April 3rd, 2010

Habe durch Zufall diese vier Mädels entdeckt und fühle mich total inspiriert: sie sind jede für sich selbständige Unternehmerinnen und haben sich diesen großen Traum verwirklicht, weil sie ihrem Herzen folgen wollten. Auf springinspiration und auf den eigenen Blogs erzählen sie von diesem Abenteuer, ihren Fragen und Erfolgen.

was mich in Kürze erwartet…

März 30th, 2010

Ich bin ja auf der Suche nach einem Thema für die Magisterarbeit und dabei schon auf wirklich spannende Dinge gestossen… Wußte vorher nicht, dass es in Norwegen seit 2008 eine Frauenquote von 40% für die Aufsichtsräte von Aktiengesellschaften gibt. Darüber kann man unterschiedlicher Meinung sein, aber das Modell scheint Erfolge zu bringen…

Heute war ich mit dem Kurzen an der Uni und habe einige Bücher ausgeliehen und mich für die Fernleihe angemeldet. Und gerade habe ich diese Comiczeichnungen gefunden über das, was mir in absehbarer Zeit bevorsteht… Ich freue mich schon!

März 30th, 2010

Wir haben letzte Woche teilweise schwer gearbeitet, um für den Frühling fit zu werden:

  • Eier färben mit Familie Lange (mit denen wir auch noch auf dem Spielplatz waren, Fussball gespielt und Flammkuchen gegessen haben)

Eier färben1Eier färben2Benico*Levi*Tisch

  • Wohnung dekorieren für Ostern

Ostern1Ostern2

Ich hätte euch auch noch gerne die Fensterdeko fotografiert. Aber ich habe alles mögliche ausprobiert… Man sah immer auf den Bildern wie dreckig die Fenster sind… Da kommt wohl nach Ostern noch etwas auf uns zu…

  • Hefte eingepackt für große Aufgaben

schöne Hefte

  • und… ganz wichtig… neue Schuhe gekauft!!!

pinke Schuhe

  • mein Sohn begrüßt den Frühling musikalisch:

Cello*Schlagzeug

Für alle Ungebildeten: Hierbei handelt es sich um ein Cello und ein Schlagzeug (ja, ich darf mich jetzt heftig bemitleiden, weil mein Kind jetzte so ein riesen Krachmacherding im Haus hat)

Und ratet von welcher Gruppe er sich hier hat inspirieren lassen: ok, die Stirn ist der eigenen Kreativität geschuldet…, aber den Rest erkennt man, oder?

anmalen

Also, ich bin der Meinung, der Frühling hat keine Chance mehr zu verschwinden…

Mein Bruder ist am Kiosk zu erwerben

März 25th, 2010

… und zwar ab morgen! Ich bin total stolz und hoffe, dass der Glanz irgendwie auf mich abfärbt. ;-)

Das Bild kommt natürlich gerahmt über unseren Esstisch…

brandeinsFoto

Einen neuen Job…

März 20th, 2010

habe ich gestern angefangen. Habe gedacht, ich vergehe ja vor Langeweile und brauche dringend ein bißchen zu tun… hihi…

Also, einen Teil meiner Tätigkeiten kann man als eintüten und ritzen bezeichnen. Beides hat aber weder mit Drogen verkaufen noch mit einer psychischen Erkrankung zu tun. Um was es genau geht, werde ich zu gegebener Zeit erzählen…

Gestern morgen habe ich dann mal überlegt, was ich denn schon alles so für Jobs in meinem Leben gehabt habe und bin zu folgender mehr oder weniger chronologischer Liste gekommen:

  • diverse Babysitterjobs… alle irgendwie in sehr spannenden Familien: bei der einen durfte ich nicht aufs Klo gehen und beim Abschiedsgespräch wurde in Frage gestellt, ob ich jemals einen Ausbildungsplatz bekommen könnte aufgrund meiner großen Verantwortungslosigkeit… Die beiden anderen Elternpaare sind inzwischen getrennt, beide Male ist die Frau gegangen: Das eine Mal hatte die Frau Lust auf einen anderen Mann; das andere Mal hatte die Frau Lust auf eine andere Frau… total schräg und irgendwie auch erschütternd… (ach ja, ich sollte erwähnen dass ich natürlich auch mal auf meine jüngeren Geschwister aufgepasst habe, aber lange nicht so oft wie man das bei einer älteren Schwester meinen könnte und ja, wir als Familie sind auch irgendwie schräg aber wie ich finde auch sehr cool!!!)
  • Dann habe ich nach einem Praktikum einige Jahre in einem Fotogeschäft gearbeitet. Ein wirklich toller Chef, der auch unsere Hochzeitsbilder gemacht hat.
  • Am Flughafen habe ich auch einige Monate gearbeitet: Im Schichtdienst und alleine im Büro: jede Menge Papiere sortiert und von der weiten Welt geträumt. Die Örtlichkeit mit Kerosingeruch war mit Abstand das beste an diesem Job… Und der Verdienst…
  • Dann hatte ich Putzjobs; bezahlte und unbezahlte. Und der unbezahlte (work duty bei der DTS) hat mehr Spaß gemacht!!!
  • Ein Spitzenjob war das Half Way House auf dem Golfplatz in Delkenheim. Einmal in der Woche acht Stunden Getränke, Würstchen und Kuchen an mehr oder weniger Neureiche verkaufen. Der Verdienst war gut, das Trinkgeld auch, die Lernerei für die Uni während der Arbeitszeit war spitze!
  • An diesem Golfplatz habe ich dann auch versuchsweise gekellnert. Ohne vernünftige Einarbeitung und mit hochkompliziertem Kassensystem. Definitiv nicht mein Ding. Habe seitdem großes Mitleid mit schlechtem Servicepersonal…
  • Dann kamen langsam die interessanteren Jobs: Als Praktikantin im xpand Büro in Dortmund mal ein bißchen Arbeitsalltag schnuppern und dabei einen Event organisieren. Toll war die Zusammenarbeit mit dem Team und das Feedback hinterher!
  • Bin dann direkt als Trainerin eingestiegen für diverse Schülerseminare, was auch klasse war: Themen halten und Leute inspirieren; die Schüler beobachten bei den Übungen und dann Feedback geben… möglichst so, dass die Leute einige Zentimeter größer sind beim rausgehen als beim reinkommen. Ich habe es geliebt! Das konnte ich machen bis Benico geboren wurde…
  • Relativ kurz danach bin ich bei LOI eingestiegen und da besteht meine Arbeit aus klassischen Backofficetätigkeiten: Kommunizieren, organisieren, Rücksprache halten mit dem Chef, aber auch: Weiterentwickeln von Prozessen und Strukturen… Ich mag diesen Job! Auch wenn man sich bestimmt keine goldene Nase verdienen kann.

Und, was habt ihr für Geld gemacht?

Telekom und die gläserne Decke

März 18th, 2010

Anfang der Woche hat die Telekom bekannt gegeben, dass bis 2015 30% der oberen und mittleren Führungspositionen mit Frauen besetzt sein sollen. Im Moment liegt die Quote bei 10%, womit sie zum normalen Durchschnitt der Unternehmen in Deutschland gehören. Das spannende ist, dass dieser Schritt damit begründet wird, dass die bisherigen Frauenförderprogramme nicht gefruchtet haben.

Zum gleichen Zeitpunkt wurde in Berlin eine Studie vorgestellt, die eine Antwort darauf geben könnte, warum die Telekom nicht erfolgreich in ihrem Bemühen war: Dr. Carsten Wippermann hat im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 30 Männer in Spitzenpositionen befragt und dabei drei Grundtypen von Einstellungen bei Männern gegenüber Frauen in Spitzenpositionen identifizieren können. Sie alle sind eigentlich für mehr Frauen in diesen Positionen, haben aber ihre jeweiligen Gründe, warum sie dann doch kaum Frauen für diese Positionen auswählen. Im letzten September gab Dr. Wippermann der Zeit ein Vorabinterview, in dem die wichtigsten Ergebnisse unterhaltsam zusammengefasst wurden.

Ach ja, ich bin auf der Suche nach einem Magisterarbeitsthema ;-)